Das Sechſßßte Buch. ecxxixart alſo zu. Es iſt auch gleublich/ daß ſollicher wunderbarer Fund der Natur/ ein groſſerafft hinder jhm habe. Wann ich mich aber recht bedencke/ iſt es vaſt damals vmbHerbſts zeit geweſen.„„ 8 VVV„In Tarꝛaconeſer Hiſpanien/ welliches man jetz Catalonien nennet/ iſt auß eines dez derMauritaners fleiß /ein Kraut erfunden ⸗welliehes man Eſcoꝛzoneren nennet/welli⸗ 5ches treffenlichen gut wider den Gifft ſeyn ſoll/ auch gar gut zu dem Augenweh. Die-ſes iſt vmb Darienen/ in der Landtſchafft Carthagena/gantz gemein. Ich achte/ es ſeyeeben daſſelb/ durch welliches voꝛ zeiten Ptolem us ſoll erꝛettet woꝛden ſeyn. Man ſollaber nicht glauben/ daß ſolches in dem Sehlaaf dem Alexander/ einem ſollichen Gott-loſen Mann/ ſeye angezeiget woꝛden/ ſondern er habe dieſes von einem Gefangenen li-ſtigklichen erkundiget/(deren er bey tauſendt gehabt) vnd demnach ſeinem Freund an-gezeiget. Dañ weil man wol gewußt/ daß die Pfeyl vergifftet geweſẽ/ wer wolte zweiff-len/weil ſo viel Gefangener voꝛhanden/ er habe durch die Marter vnnd Folterung woͤl-len erfahꝛen/ ob jrgent ein Hilff oder Artzney darwider were.Dieſes ſeind wol kleine/ aber warhafftige ding. Das aber hernach volget/ iſt vmbſo viel vngereumpter/ alß viel es groͤſſer iſt: nemlich/ daß man bey den Tartaren einSaamen ſeet/ der etwas groͤſſer oder ruͤnder iſt/ denn der Pfeben/ auß welchem ein Ge-wechs fuͤnff Zwerchhand hoch herfür kommen ſolle/ mit Augen/ Ohꝛen Mund/ ThierenSchencklen/ Haar/ Blut vnd Fleiſch/ einem Schaaf gleich ſeyn: doch iſt das Fleiſchder Krebſen Fleiſch gleich/ vnd wird nicht mit einem Fehl/ ſondern dünnen Haut vber-zogen: hat auch kein Haar/ denn an den Augen/ Maul/ vnd Vhꝛen: es haben auch dieFuͤß keine Negel. Dieſes Gewechs Wurtzel/ wird durch den Stammen zu dem Na-bel gefuͤget. Dieſes Thier iſſet von den vmbligenden Kreuteren: wann kein Krautmehꝛ voꝛhanden/ wird es dur. In jhꝛer Spꝛach nennen ſie dieſes Boꝛametz: das iſtſo viel alß ein Schaaf. Es iſſet kein Thier von dieſem Schaaf/ dieweil es ſich alleinvon Kreuteren ernehꝛet⸗ ſondern iſt allein ein Speiß der Raben. Man ſagt/ es wachſein dem Sauolzenſerlandt/zwiſchen den Waſſeren Volgen vnnd Saick. Dieſes iſtſchier ein Fabel. Wir woͤllen aber beſichtigen wie viel daran gelegen/ daß man Natuͤr-lichen von einem Handel rede: dann Plinius hat ettliche ding ohne Vrſach verworf-en/ vnd dargegen viel angenommen/ die doch gar kein gewiſſen Grundt haben. Wironen minderen Nutz auß der Fablen Erzehlung/ alß auß einer wahꝛen Hi-Erſtliehen /erinneret vns dieſer Handel/ an die ſchoͤne Frag/ Warumb man keinThier ſeen moge/ das da an der Erden moͤge hangen bleiben: Dieſes geſchicht darumb-Wann ein Gewechs an der Erden hanget/ muß es allein gegen einem oꝛt herauß wach-ſen: das Thier aber waehſet gegen allen oꝛte n.Demnach hat ein ſedes Thier/ ſo Blutreich iſt/ ein Hertz: es iſt aber die Erden udem Puls vnd der Werme vntugenlich. Daher ſehen wir/ daß die Thier ſo auß einemSaamen geboꝛen werden/ der werme wol bedoͤrffen: die Junge werden in den Eyeren/oder in dem Leib: es mogen aber die Erden vnd der Lufft nicht alſo warm ſeyn. Daraußwol abzunem̃en/ warumb kein Gewechs Fleiſch habe. Dann ein jedes Fleiſch das ent-ſtehet auch auß dem Blut. Wo aber Blut iſt/ da iſt auch ein Hertz vnd werme. Es magaber kein Gewechs ein Hertz oder groſſe werme haben. Dieweil auch ein jetlich Plantavnd Gewechs in die lenge wachſet/ muß allenthalben Holtz ſeyn: darum̃ iſt in den Thieren Fleiſeh/ dann die feuchte theilet ſich von der troͤckne/ alß die Bein vnd Kroͤſpelwel-che ſich nicht mit dem Fleiſch vermiſchen. Widerumb iſt ein Frag/ Warumb etlicheGewechs in dem Meer empfindtlich ſeyen/ vnd nieht auff der Erdene Von dieſem wirdhernach geredt werden. Deshalben wird villeicht in einem dicken Lufft nicht muͤglichhn/ daß etwan ein Gewechs empfindlich ſeye/ vnnd einem vnuollkommenen Fleiſchſich vergleiche/ alß der Schnecken vnd Fiſchen. 5 10a nder
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