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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CXXXIII
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kommet/ vnd wann ſie gediſtillieret dieſelbigen behaltet /zuvoꝛab wann ſie mit dem ver-

miſchet/ ſo von dem Gewechs vnd kraut herkommet.

Wie man die Plantas vnd Gewechs in gutem Baw

1 vnd ehꝛen halten ſolle.

g As die ſoꝛg rechter baw die baͤum nütze /zeiget fürnemlich/ ein Eich ichenbaum zu Baſel auff S. Peters platz an: denſelben Staten moͤgenndrey Mañ ſo mit den henden an einander hangẽ/ kaum vmbgreiffen:ſonſt iſt er nicht gar eines Mañs hoch zu oͤberſt theilt er ſich in 6. oder

. groſſe Eſte/ die ſich allgemach von einader thun/ alſo daß er ſchiere in geſtalt einer Schale hat. Demnach wird er durch vielfaltige Eſte

5 5 vnnd zweyglin alſo dick/ daß Keyſer Maximilian auff ein zeit dar-

auff zu Diſch geſeſſen vnd da zu Nacht geſſen hat. Dañ es iſt kein zweifel er habe in ſei-

nem vmbkreiß mehꝛ denn hundert ſehꝛitt/ wie ich es ſelbs gezehlet hab/ alß ich darumgangen bin. Deshalben mag durch ſolchen fleiß/ der Baßler Eichbaum/ wiewol er an

einem vnfruchtbaren Bode/ vnder einem kalte Himel gelegen/ billich mit dem Ahoꝛn/

ſo in Lycia ſteht/ verglichen werden. 7 5

Vnd ob ſich wol Lieinius Mutianus rhuͤmet/ welcher daſelbſten ein Landtvogt ge-

weſen/ er habe vnder dem Ahoꝛn mit xviij Geſellen zu Nacht geſſen/ mag doch dieſer

Teueſche Eichbaum viel mehꝛ oben auff behalten/ denn der Ahoꝛn beſchatten. Doc;

iſt dieſer vnderſeheid/ daß der Mutianiſch Ahoꝛn bey lrxxj. ſehuch hoch iſt/ vnnd der 20 n.

Eichbaum( wie voꝛ gemeldet) gar nider. Man ſagt auch(welches zu verwunderen) daßin Creta bey ein? Bruñen ein Ahoꝛn geweſen/ der allwegẽ an ſeinen Eſten grunet habe.Dieſes iſt meh: zu verwunderẽ/ daß allein auß rechrẽ baw dieſer Baum/ welcher außfahileſſigkeit kaum in Italien geſehen wird/ in Engelland vnd Schotten aber gantz ge-mein iſt. Ich hab in der Auguſtiner München garten/ ſo in der Voꝛſtatt zu Edimburggelegen/ vber die zwentzig Ahoꝛn baͤum gezehlet/ deren ettliche vber dreiſſig ſchuch hochgeweſen/ wiewol daſſelbig ein vberauß kalt Land iſt. Dieſes geſchicht zum theil von jhꝛeseiß/ um theil(wie ich achte) auß des Meers nehe wegen/ alſo daß dieſes Land nicht ſokalte Winter hat. Ich glaub nicht anderſt ſie ſchoͤpffen den groͤſten luſt ab dieſem Baũ/weil ſeine bletter den Reben gar gleich ſeind/ alſo daß ich vermeynet/ nachdem ich diekleinen Owepglin eyngepfſantzetgeſchen/ es baweten die Schotten Reben. Derhalbenchunddieſewiadie Buler vnd Liebhaber/ welche jynen allen daſſelbige/ das ſie doch inderwarheir nibe haben moͤgen/eynblden.%Es hat auch dieſer Baum ein groſſe freundtſchafft mit den Reben/ nicht allein inbletteren /ſondern auch in Stielen vnd Zweygen/ vnd daß er auch den Wein gern vmb8 etwas ui die 8 lDiaarumb bedunckt mich/ es haben ihnen die Schotten recht gethan/ dieweil jhꝛ Bo-den wenig Baͤum tregt/ daß ſie dieſen/ alß den aller hůbſcheſten zu bawen ihnen außer-kohꝛen haben. In gleicher vbung fleiß pflantzen dieſen die Engellender in ſhꝛen Waͤl-den/ damit/ weil ſte der fruchtbarẽ baͤumen manglẽ muͤſſen/ daß ſie vnder den vnfrucht-baren ihnen den aller ſchoneſten auſſerwehlen.*Es iſt aber Engelland nicht allein von wegen ſemner kelte allen Fruͤchten zuwider⸗ In engel-ſondern mehꝛ der ſtarcken Winden wegen/ von welchen erſtlichen die blue/ demnach Fruehauch die Fruͤcht/ ſo voꝛ handẽ/ herab gewoꝛffen werde. Doch kompt mir zu Siñ/ dz ichin Schotten /alß ich nahe bey Engelland geweſen/ mitten im Herbſtmonat/ vaſt zeiti-ge Pflaumen geſſen habe/ welche an gantz nideren Baͤumen gewachſen 1 8 5 N

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