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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CXXXII
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55Nauten.

Tuͤrckiſche

onen.

nen wie ich vom Dattelbaum geſagt) alſo auch von der Ilice vnnd Quercu, ſo Eich-

cri Pon wancherley wunderbaren Sachen

Die Rauten iſt alſo ſtarck/ daß ich noch wol eyngedenck bin/ daß ſie einen Menſchenin Schottlandt geſund gemachet/ weil derſelbige ſeinen Garten bawete/ vnnd die Rau-ten ſeuberete/ deren gar viel geweſen/ dann er hat das Heilig Fewer an den Henden vndder Stirne. Solches/ ſagt er/ hette jm der Geruch hinweg genom̃en. Alſo daß keinẽ ſol-le wunder nenen/ wo man derẽ viel an eint oꝛt pflantzet/ daß ſie die Schlangẽ vertreibet.

Zu verwundern iſt/ das wir an den Tuͤrckiſchen Bonen vermercket/ welche etwasgroͤſſers denn die vnſeren/ vnd einer wunderbarlichen Natur/ alſo daß ſie einem Men-ſchen gleich iſt mit der Stirnen/ Augen /Naſen/ Mund. doch ſoll man ein theil von

dem Stiel daran laſſen) darzu mit zweyen Teſtielen verwahꝛet/ vnd mit einem Kinn.

Zwar die Natur hette eines Menſchen Angeſicht nicht gleichfoͤꝛmiger koͤnnen abbildẽ.Es ſeind auch bey etlichen Gewechſen ein vnderſcheid in Mennlinen vnd Weybli-

baͤum ſeind: Des halben/ wann dieſe beyeinander ſtehen/ flechten ſich die Wurtzeln der-maſſen ineinander/ daß man zu allen theilen vermeynet/ es ſeye nur ein S tammen/ vnd

haben dieſe Baum nur ein Wurtzel: ein ſolche groſſe Begierd haben das Mennlein vnd N

Weiblein zuſam men/ daß ſie ſich in einander flechten. Doch eſſen die Perſier ſolliche

cher facht · Frucht/ vnd pflantzen ſie auch: Daher haben viel gelaubt/ daß in den Thieren viel ding

bar ohneMennlein.

auß den Eyeren herfür kommen ohne Mennlein/ ob wol in derſelbigen art Mennlein

vorhanden. Dann/ damit ich von den Fiſchen rede/ da in einer art kein Mennlein/ iſt

nicht vngleublich/ ja es iſt von noͤhten/ daß die Eyer ohn die Mennlein fruchtbar ſeyen.

Wo aber die Mennlein voꝛhanden/ mag es gar ſelten/ oder nimmermehꝛ geſchehen/ daßdie Eher ohn die Mennlein fruchtbar ſeyen. In den Gewechſen aber geht es anderſt zu:dann dieweil dieſer vielerley geſtalt herfür kommen/ machet die art des Mennleins vndWeibleins die Geburt ſchoͤn vnd vollkommen/ vnd hinderet ſie nicht. Solliche dinghaben jhꝛ vrſach. Die anderen aber/ ſo falſch/ wiewol deren treffenliche Leut in jhꝛem

Vabelberek. Schꝛeiben gedacht/woͤllen wir fahꝛen laſſen. Alß nemlich dieſes iſt/ von wellichem O-

ctauius Hoꝛatianus in dem vierdten Buch/ der Natuͤrlichen Erfahꝛnuſſen geſehꝛiebenhat/ wiewol er ſonſt ein herzlicher Artzet/ vnd der oͤbereſt geweſen: Nemlich/ wann man

einer bluͤenden Bonen oͤberſte Spitzlein zuſammen lieſet/ zerſtoſſet/ vnd in ein Irꝛdin

Geſchirꝛ thut/ werde nach achtzig Tagen eines Kinds kopff darauß/ vnd voꝛ dieſem einWeiblicher Leib: dann was für ein krafft mag jhm ein ſolliche geſtalt geben/ weil kein

Geburt/ vnd des halben auch kein gewiſſe Subſtantz voꝛhanden? Vnnd widerumb/ wiemag auß einem Weiblichen Leib ein Kinds kopff werdene Solliche vnd anders derglei-chen mag ein jeder ſelbs wolverſtehen/ falſch zuſeyn/ oder es habe ſich etwan ohngefehralſo zugetragen. Daß aber der Aegyptiſch Flachs ſo viel Faden haben ſolte/ alß viel

Tag im Jar ſeyen/ nemlich dreyhundert/ fuͤnff vnd ſechtig: ob wol ſolliches Volater-

Fetz ehe ranus auch beſtetiget vnd ſeyn moͤchte/ tehet bey mir im zweiffel/ wie auch dieſes/daß

den Weinmehꝛen.

bey der Benacerſee/ ein art der Fiechten ſtehen ſoll/ welche wann man Faß darauß ma-chet/ den Wein mehren ſolle. Vnd widerumb/ wann ein Ziegen oder Geiß einen Helzweig abreiſſe/ ſoll der Baum welck werden: man ſolle gedencken⸗ daß ſich dieſes vnder-weilen alſo zutrag vnd begebe/ aber nicht allezeit. Gleicherweiß gehet es auch in anderenVnder der Gewechſen Wunderwerck/ wird auch die Maurꝛauten gezehlet: dann obwol dieſe im Sommer gruͤn iſt/ wird ſie doch im Winter nicht welck. Joch(wie gemel-det woꝛden iſt noch ein groͤſſer Wunder von dem Alexandriniſchen Kraut/ welliches allein im Winter bluͤet/ vnd vaſt huͤbſch herfůr kommet. Es gehort auch zu der Maur-rauten/ daß ſie nicht naſſz wird/ wann man Waſſer darauff ſchůttet/ darumb wurd ſie

Adliantum genennet: dann ale heiſſet Ich netze. Doch iſt gewiß /wañ man ſie lang

laßt im Waſſer ligen mag man ſie diſtilſteren: ſie gibt auch viel Waſſer. Hb villeichedieſes geſchehe/ wann ſie zulang im Waſſer ligt/ oder durch das Waſſer ſeine Krefft 15

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