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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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5. 5. g 25Das Siebende Bucz.(lizfürgeſetzet/ vnnd alles erkenne/ vnnd nicht von wegen der nutzbar keit. Du ſpꝛichſt aber-Es ſind etliche ſo gar ſchlecht die vmb keiner anderer willẽ ſeind/ alß die Typhlen oderHoꝛnfiſch vnd Gagnolen/ welche(wie man ſagt) von keinem Fiſch angeruͤret werden.Dargegen werden andere/ ſo die aller beſten/ vnd edleſten ſeind/ nicht allein von denſchlechteſten verfolget/ ſondern auch getoͤdet/ alß die Menſchen von den Scoꝛpionen/vnd den aller ergſten ſpinnen. Auch das offt geſchicht/ ein Delphin von dem Aſylen oderJeſſen: doch bleibt er nicht vnangeruͤrt. Dañ ob wol die Typhlen von den Fiſchen nichtgefreſſen werden/ ſeind ſie doch anderen ein Speiß/ alß den Krebſen/ vnd etlichen vn-

achtbaren thierlinen/ welche alle den Fiſchen zu theil werden. 1Dier Aſylus/ die Fliegen/ vnnd Scoꝛpionen/ ſeind der guten anreitzungen/ wie des 1Delphins /d Menſchen/ der gleichen doch nicht eigentlichen/ ſondern damit nichts 0ſicher vnder dem Hütel Mon were/ daß nicht ſe chmertzen empfuͤnde. Dann es wur-de ſich nicht wol reymen/ wann man ſagen ſolte/ Es were der Delphin von wegen desAſyli geboꝛen. Es iſt aber nicht vngereumpt/ daß man von dem Thynno ſage/ daß erdes Delphins Speiß ſeye. JJ 8Warumb ſich die kleinen Thier alſo mehꝛen/ it an einem andern oꝛt geſagt/ vnd die aher weh.vꝛſach menigklichem bekandt. So viel die groſſen belanget/ wann nicht des MenſchenSchlund vnd Bauch/ darzu andere ding verhinderten/ koͤũdten wir vns auch nicht abdem mangel klagen. Alſo hat die Natur allen dingen fleiſſig gerhaten/ vnnd vermag dietegliche mehꝛũg gar viel. Man ſpeiſet ohnvnderlaß in Italia ſo viel tauſendt Menſchẽmit Ochſen fleiſch/ das vngleublich zu hoͤꝛen/ vnd iſt doch nimmer nicht mangel an derSpeiß. Es zeiget Franaiſcus Lopez an/ daß ein Kue in die Inſel Hiſpana gethan ſeywoꝛdẽ/ damit ſie ein Zucht bekeme/ dieweil ſonſt kein andere thier daſelbſten/ deñ Kuͤng-lein/ Hund/ vnnd vnſchedliche Schlangen/ welche in ſechs vnnd zwentzig Jaren bey

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80 o jungen gehabt/ weil auß den jungen für vnd für andere herkommen.

Es iſt auch kein ander Thier minder fru chtbar/ dieweil es zehen Monat die fruchtkregt/ vnd allein eines gebiert/ darzu allein kaum zehen Jar lebt. Doch zeigt er an/ daßder mehvereheil allwegen daſelbſten ein Kue zwey junge gebracht/ entweders daß es einwol temperiert Land iſt: oder daß die Natur in einem jeden anfang zu der fruchtbarkeitgeneigt: oder daß die erſt Kue etwas fruchtbarer denn die anderen geweſen. Alſo wurdenß met in onſeren Landen nicht minder zunemment doch hat man auß gemeldten vꝛſa-chen ſolliches daſelbſt zum erſten gemerckt re.e Laben auch die Thier nicht einen kleinen vnderſcheid von der Speiß her. Dann.etliche eſſen Fleiſeh⸗ etliche kreuter/ etliche die feuchte der Erden/ etliche dreck vnnd der fenefaul ding. d au weiſt noch von keinen/ die ſich der reinen Elementen allein gebrau-chen es ſeind aber viel Thier ſo kot eſſen/ ettliche auch ſtein/ alß die Indiſchen Eideren Tore eoder Endochſen vnd Meerkelber:dañ dieweil ſie freſſig/ gebrauchen ſie ſich derſelbigen/ Sen eſen.vnd vergeher ſönen der hunger. Aſſo eſſen auch die Wolff voꝛ hunger die Erden. ochiſet kein Thier ſo wiel ſtemn alß der Indiſch Eydochs: dann man findet gemeingklich indeſſen magen eingroſſen haufen ſand vnd ſtein. Dieweil aber ein jedes vermiſchet ding öSchein feuchte feiß tigkeit pat/ vnnd eißzede feuchte ſpeiſet/ mag man auch von denSteinen vnd dẽ Grund nahꝛung haben. Dañ die Gartenkrottẽ haben jhꝛ nahꝛung auch

von der Erden/ die Wuͤrm aber vnd viel Fiſch leben von der Erden feuchte. 8

Dillich aber moͤchte einer zweifflen/ Ob ein thier ſo einerley art iſt/ zu Waſſer vnndLand leben moge. Dañ es laſſet ſich ohn allen zweifel anſehen/ alß wann ſolliches ſeynmachte/ wie man inden Meerkelberẽ/ Biber/ vnd eteliehen Krebſen ſicht/ die im Waſ-ſer ond auff der Erden leben mogen. e eedu geſicht man auch in den geſaltzenen Waſſeren vnd Fluͤſſen vielerley Thier ſoeinerley arten ſeind/ alß die Krebs Percen oder Baers. Alſo gleicher geſtalt auch wel-een der foꝛm einander gleich ſeind/ lebe in dẽ Waſſer auff dẽ Land/ ſo man ſie von