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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CLXVI
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cleb y Von mancherley wunderbaren Sachen/ſondern muͤſſen den Schenckel außſtrecken/ wie der Menſch/ wann er nider knienwill. Es ſtrecket aber der Menſch den Schenckel vnnd das Schinbein auß/ darumb ge-hen die vierfuͤſſig Thier vberzwerch daher. Es gehen auch die Krebs beſeyts hereyn-dieweil ſie nicht wol voꝛ dem Augapffel ſehen moͤgen/ gehen nichts deſto minder fůrfich Kvieol etliche beeDie Heidexen oder Eydochſen aber/ vnnd was dergleichen ſeind/ ſo ſich vnderdie Erden verbergen/ welche ein glatte vnnd herte Haut haben/ vnnd ein groͤſ-ſeren Leib denn ſie tragen moͤchten/ die zerſcharꝛen die Erden/ darumb gehen jhnendie Schinbein von einander. Es kommet auch den Eydochſen erſt die lenge des Leibsdarzu/ darumb ſeind zwiſchen den Schlangen vierfuͤſſigen Thieren ſolliche mittel/dieweil die Natur allwegẽ die euſſereſten ding durch mittel uſammen fuͤgt. In ſollichermittlen art ſeind auch dieſe/ welche viel Fuͤß haben. Auß dieſem nun iſt wol abzunem-85 Gaaf men warumb die Vogel allein zwen 1 denn ſonſt wurden ſie mehꝛ dennfen. mit vier zeychen oder anzeigungen bewegt. Deshalben ſeind keine Gꝛeiffen(wie ettli-che reden) dann es muͤſten Thier ohn Blut ſeyn. Es haben auch die Voͤgel ſollenFluͤgel haben/ dieweil ſie einer vnſteten Art vnnd Natur weren:darumb leben ſie voneiner außerleſſenen Speiß/ von den Saamen vnnd Thieren: dann weil dieſeaußge-ſpꝛeitet/ oder zu oͤberſt auff den Huͤrſten oder Geſteud waren /moͤchten ſie allein von dengeflůͤgelten zuſammen geleſen werden. 5JßFFFFC.. 5Sleichergeſtalt wann die Fiſch fuͤß hetten/ mangleten ſie des einigen anfangs. Dumoͤchteſt aber ſpꝛechen/ Nun haben alle Thier das Hertz/ wie moͤgen ſie denn des allge-meine anfangs manglen: Es ſpꝛicht Ariſtoteles/ daß dieſer anfang in den vngeziferen/alß da ſeind Mucken/ Wurm/ Raupen/ ꝛc. ſo jhꝛ Haupt von dem Leib abgetheilet ha-ben/ vmb die gantze Bꝛuſt ligt vnnd zertheilet iſt das Hertz aber ſeye allein in den blut-reichen Thieren. Doch zweifflet man an den Schnecken/ welche auch noch/ ob jhnenſchon das Hertz hinweg geriſſen/ leben moͤgen. Von dieſem aber wird zu anderen zeitengeredt vnd gehandlet werden. 5.

Jetzt aber woͤllen wir lehꝛen⸗ wie doch die Thier bewegt werden. In einer zweyfa-chen bewegung bedoͤꝛffen ſie eines ruhenden theils: die eine iſt innwendig/ von welcherſchon geſagt:die ander außwendig/ deren wir auch in einem Exempel gedacht: Dann

man ſtoſſe etwas hinweg/ oder ziehe es widerumb zu ſich/ mag es an derſt nicht geſche-hen/ denn von einem ſo außwendig ruhet. Alß wann ſemand in dem Schiff den Segel-baum zu jhme zeucht/ oder von jhme ſtoßt/ wird er das Schiff vmb ſon ſt treiben/Thieren der appetit vnnd begierd: deshalben wann einem die Sinn daſſelbige ſo etJJVVVJJVVVVVVVVVVVLaͤſten die Scheyben/ an welehen das Seil vmblauffet/ zerꝛüttlet ſeind/ alſo daßW)rung der qualiteten Jo doch die Thier auß dem zorn erhitiget in der foꝛcht vnnd.trawꝛigkeit erkalten. Dann alle dieſe bewegnuſſen geſchehen mit einer hitz oder kelte/vnnd haben ein gemeinſchafft mit dem Hertzen/ verenderen auch dieſes ſo gantz iſt/ mitderrote/ bleiche/ foꝛcht vnnd erzitterung. Dann wañ man ein ding ſicht/ bewegt es eiſtdie Begierd/ welche ein anmut beinget/ ſo das Inſtrument etwas zuhandlen bereitet.Es iſt aber das Hertz ein anfang aller Bewegung/ vnnd fürnemlich ſo ſich einding des oꝛts halben enderet. Wann nun dieſes rhuet/ ſo ferꝛ es ein anfang der Be-wegung/ dar zu auch ein theil deſſen iſt/ welches rhuet: alß wañ die recht ſeit bewegt wur-de/ vnnd die linckeruhete/ iſt gewiß/ daß das Hertz ein zweyfacher anfang iſt. Es mu1 eines/ vnd ein vnbewegliches ſeyn. Solliches haben wir auch mit dem Him -Hie Sen Miel heistferr n.00 Des halben wird daſſelbig die Seel ſeyn/ darzu allein/ vnnd vnbeweglich. Es 8.

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