chebtij Von mancherley wunderbaren Sachen/
wunder daß den Ochſen die Hoͤꝛner nicht abfallen/ vnnd den Hirſchen alle jar/ ſo dochder Ochſen Hoͤꝛner allein an der haut hangen/ vnnd der Hirſchen an dem bein ſtehen/dann ſonſt moͤchten ſie ſich nicht erhalten. Bey den Ochſen iſt es ein gute anzeigung-
daß ſie nicht an dem bein hangen/ damit man ſie ohne arbeit/ nachdem jhnen die hautabgezogen/ herab nimmet: vnd daß auch in Phꝛygia(wie Ariſtoteles ſagt) den Ochſen
jhꝛe Hoͤꝛner nieht wacklen. In der Ochſen art haben auch die Mennlin vnd Weyblin
Hoͤꝛner/ bey den Hirſchen aber haben die Weyblin/ von der groͤſſe vnd ſchwere wegenkeine Hoꝛner:dann ſie weren jhnen kein nutz wann ſie trugen. 8 N
Mit der zeit mehꝛen ſich die Zincken oder Eſte an den Hoͤꝛneren alſo daß Albertus
anzeigt/ er habe einen geſehen/ welcher zwen vnd zwentzig Eſte an den Hoͤꝛneren gehabt/
an einem jeden eilff. Man meynet auch es mehꝛen ſich dieſe nach den jaren. Wann die-
ſes wahꝛ were/ muͤſte derſelbig Hirſch allein eilff jar alt geweſen ſeyn/ vnnd lebten alſo
nicht lang. Oder wann alle jar ein Aſt zu der voꝛgehenden zahl gethan wurde/ werẽ ett-liche mit hundert Eſten/ dann wie menigklich bekenndt/ ſo leben ſie lang/ doch ſagtniemand daß er ſolliches geſehen hab. Wann du aber ſpꝛichſt/ ſie halten ſtill/ ſo ſie zu ei-ner gewiſſen zahl kommen/ wurden ſie gleich in der jugend ſtill ſtehen demnach wurdeman ſie ſchier alle mit ſo viel Eſten finden /welches doch nicht ſeyn kan. 5 5Deshalben enderen ſie entweders nicht alle jar jhꝛe Hoͤꝛner/ welches der warheit ge-
maͤſſer/ weil ein ſollicher Laſt/ der alſo hert were/ viel zu ſchnell wuͤchſe/ oder es bedarffein ſolliche zahl an den Eſten ein lengere zeit/ denn nur ein jar/ wann ſie ſollen gemehꝛetwerden. Die Hirſchen hoͤꝛner werden dürꝛ wann ſie vnder dem bloſen Himmel ligen/
oder wann die Hirſchen alt werden. Aristoteles zeigt an daß bey Arginuſen auff demBerg Elapho die Hintin geboꝛen werden mit geſpaltenen Ohꝛen. Welches kein wun
der/ weil ſie dureh viel Geburt voꝛ langem ein mangel vberkommen.
„gene Es haben die arten in Weyblinen vñ Meflinen der Thieren vaſt dꝛeyerley vr ſach-
ins vrſach. das Waſſer/ den Wind/ vnd der Elteren alter. Dann von den jungen vnnd zur gebaͤ-
ab dem weg zu kreten Alſo haben ſie auch Knoden/ vnd nicht Knoden.
rung fuͤglichen/ wañ der Mittnachtwind waͤyet/ vnd bey den lauteren Waſſeren/ wer-
den die Mennlin. Vnd ſolliches gemeingklich bey denen ſo allein eins oder zwey jungebringen/ alß in den Elefandten/ Kamelthier Ziegen oder Geiſſen Kuen/ vnnd für-nemlich in den Schaafen. Auß widerwertigen vrſachen kommen die Weyblin.
Es haben aber die Wind alſo groſſe krafft inn den Schaafen/ daß ſchwerlich ein
Schaaf/ wann der Mittnacht Wind/ vñ ein Wider wañ der Mittag Wind waͤyet/
geboꝛen wird. Inn den Sewen haben dieſe ding auch ein groſſe kraft/ doch ſeind ſienicht alſo ſteiff vnd onwanckelbar/ wie auch in anderen⸗ e 4ben. Vnnd ob wol etwan die Sew gantze Fuͤß haben/ alß in Illyrien vnnd dem Land
Peonien/darzu d mehrtheil geſpalten /ſeind doch die unge de alten in der Geburt nichtegleich ſeind: doch ſeind ſieſhnen auch nicht gleich⸗dann dieſelbigen bringen ihꝛejungenblind für vñ vnvollkomenlich/ weil deren viel ſeindt. Ob wol aber die Moꝛ oder Saw-
mutter viel unge zumal hat/ gebiert ſie doch die alle vollkom̃enlich vnnd außgemachtt.Dieshalben wird ein vrſach in dem einen den vnderſeheid machen/ auß weleher das
vberig alles verkehꝛet wirdt. Dann weil ſie viel zumal bunget/ vnd nicht Finger hat/ ge-biert ſie die vollkommen. Vnnd widerumb weil ſie vollkommenliche gebiert/ vnd detenviel/ iſt ſie doch weder eines geſpaltenen noch gantzen Fuß. Dann wann die Natur indem einen verfelet/ wie auch die Menſchen/ pflegt ſie auch gemeingklich in den anderen
Man bꝛingt auch etwan die Thier ſo weit von jhꝛer eigenen Natur⸗ daß man ſhꝛar-
Bomaſus. nicht wol erkennen mag/ wie Ariſtoteles von den Bomaſen ſagt/ welche gewiß lich au
der Ochſen art/ doch denen ſo gar vngleich ſeind/ daß man vermeynet/ es ſeye
We e eenanders. Es iſt auch kein zweifel der Philoſophus habe ſolliche geſehen/ weil er. 1
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