Das Siebende Buch. elxxxbijwiſchet/ die Leilachen offt enderet/ vnd ſich hangender Betten gebꝛauchet: auch ſo manweiſſe Baumwullen hin vnd wider in das Bette ſpꝛeitet. Dann alſo werden ſie/ alß miteinem Garn gefangen. Man ſagt/ ſie ſam̃len ſich bey eines Igels feißte. Diefe werdenauch gefangen/ wann man breite Geſchirꝛ voll Waſſers auff den Boden ſtellet: Itemſo man Meerdiſtelkraut ſeudet/ vnd mit dem Waſſer den Boden beſpꝛenget/ oder noch
beſſer /ſo man Coloquint/ oder Oleander darzu braucht. 8 N
Wann Zweifalter oder Sommervoͤgel den Bienen vaſt zuſetzen/ vnnd man in der
Nacht Liechter auffzůndet/ fliegen ſie darzu/ vnd bringen ſich ſelbs vmb. Man ſagt/ eswerden die Wantzen oder Wenkelen vertrieben/ wann man gruͤnen Attich zu oͤberſt auff drehen,das Spañ bett legt/ villeicht von wegen des boͤſen Geruchs: Dieſes heiſſet warlieh/ Bo-
ſes mit boͤſem vertreiben. 5 1
Der Rauch von dem Chalcanth/ oder Vitriol vnnd Roſt toͤdet ſie/ doch kommen ſie
widerumb: darumb iſt nichts beſſers/ denn ſo man Kalck mit ſiedender Laugen vermi-ſchet/ vnd die Bretter allenthalben lang vñ wol darmit bereuchet/ demnach Bißmuͤntz-Sulberglett/ Schwefel vnd Loꝛoͤl vnder den Chaleanth oder Vitriol vñ Ertzroſt thut/vnd alſo beſtreichet. 855 5. 25
Wann du wilt die Ameiſſen vertreiben/ ſolt du deren Loͤcher mit Meerleim oder A-ſchen verſtopffen. Man ſagt auch/ daß dieſe durch einer Eulen Hertz/ ſo zu jhnen gelegt/vertrieben werden: wann man Aſchen oder weiſſe Kreiden zetlet/ hindert man ſie an ſh-rem gang. Doch wird an einem anderen oꝛt mehꝛ von dieſem gehandlet werden.
Damit du die Krautwuͤrm vertreibeſt/ die den Reben ſehꝛ ſehedlich ſeind: Nimm Can-tharides: das iſt/ Goldkefer/ ſo man gemeingklich in Rosgerten findet/ vnnd laß ſie indem Oel welck werden/ vnd beſtreich die Rebmeſſer/ mit wellichen man pflegt die Rebenzu ſchneiden. Die Schnecken ſterben ab dem Rauch der verbrenndten Feigbonen. Es
iſt ein ſchedlich ding darumb/ von welchem wir anderswo geredt haben. Der Knoblauchvertreibt mit ſeinem Geruch die Scoꝛpiont. Ich achte aber/ ex vertreibe vaſt alle Thier/
voꝛab das Gewuͤrm vnd die Schlangꝶen.„%%
Ein gewiſſe vnnd probierte Kunſt/ alle ſchedliche Thier zu vertreiben /zuvoꝛab die
Wanzen oder Wentelen: Wann man mit der Bruͤe von gekochten E ucumeren/ oderVchſengall vnd Eſſig/ die Schwellen beſtreichet/ werden ſie nicht hineyn kom̃en: nochauch lebendig bleiben/ wo die oꝛt da ſie ſeind/ damit vberfahꝛen werden. Man ſagt/ esſcerbe alles Gewuͤrm in dem Bel/ voꝛab ſo man es in die Sonnen ſtellet. Es hat aber Albertus geſchriebenwellicher es erfahꝛen/ daß ein Scoꝛpion in dem Oel 2 2. Tag gelebtgabe, vnd am 23. geſtoꝛben ſeye: er ſpacierete zu vnderſt in dem Glaß/ vnnd zu oberſt inem Hel gab es eteliche Blaͤterlein/ alß waf er daſelbſten den Athem an ſich zoͤge. Mand ſagt/ er geſtable gleich ab der Aconiten vnd Wolffswurtzlenbletteren/ vnd werde von der
Nießwurtz wider lebendig. e VVVÜ[n„ Olaus Magnus zeigt an/ daß gegen Mitternacht die groͤſten vnd ſchedlichſten Floͤhſeind/welli ches doch zu verwunderen. Er gibt aalen——— 8 gantzenommer nur ein Tag/ vnd kein Nacht/ ſeyen auch keine Fledermeuß/ welche die Floßauff eſſen. Dieſes mag wol ein vrſach der viele/ aber nicht groͤſſe ſeyn. Er bekennet aberduch/ es ſeye ein beſondere art Voͤgel/ welliche die Floh eſſen. Darumb iſt der viele vr-eb die langwerende werme/ von wegen des langen Tags: der groͤſſe aber/ die Weſſe-Ugefeißte feuchtigkeit/ von wegen des Waſſers/ ſo von langwierender kelte /zuſammengekroꝛen. Man hat auch vermercket/ daß ſie durch die ſtarcken Wind vertrieben werden.ſie ann jhnen die nahꝛung entgeht/ nemmen ſie widerumb ab vnd verdorꝛen alſo: Dannloachſen in der feuchte/ vnd eſſen ſawre ding: wann ſie alt ſind/ werden Braͤmen oderNoſſzmucken darauß/ welliche mit wolriechenden dingen/ voꝛab mit den ange-zuͤndten Dannreiſen/ vertrieben werden: dann dieſes toͤdet ſiedurch die trockne. e
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