.* 41
cerxxbiij Von mancherley wunderbaren Sachen/ſtehet/ wiewol deren an der zahl mehꝛ ſind/ alß an den Aſellen vñ Eſelinen ſind viel/ nemlich drey am Rucken/ ſo doch an ſtatt eines Gefiders/ das nicht an einander ſtehet/ maggerechnet werden. An dem Hippuren oder Federkopff aber iſt kein Gefider/ vnd alles aneinander. Welche ein groß Gefider haben/ deren Leibi ſt gering/ vnnd beinechtig/ auchnach der Natur fewrig/ alſo daß ſie fliegen mogen wie die Guckucken vnd Schwalben.Die geſchuͤpet ſind/ haben mehꝛertheils an dem Gefider von jhꝛer trocknen Natur we-gen/ ſcharpffe Spitzen: Dann ob wol dieſes die edleſten/ werden ſie doch nicht ſo leichtlich ernehret dann ſie bedoyffen vieler koſilichkeiten darumb iſt ihnen beſſe er daß ſie alſogewaff net ſeyen: die fürſich gehen/ ſind jhnen zum Schirm vnd zum Angriff gegebenalß auch den Squillen vnd Merttebſen wehe ſhꝛen Feindt den Hecht/ weil er ſie friſ
ſet/ an dem Rachen verwunden vnd toͤdten. Welehe aber hinderſich gehen/ ſind jhnen al
Saiten lein zum Schirm geben, Dann die Natur hat auff viel weg die Fiſch gewaffnet mit dem
groſſe en Laſt/ alß die Balenen mit Zeenen /alß die Meerſchwein vñ Lamien oder Hũds-fiſch: mit den Doͤꝛnen/ alß die J gel mit den ſcharpffen Spitzen/ alß die Fabien: mit denFuͤſſen/ alß die Polypen od langfuͤſſigen Blachfiſeh:mit den Schalen/ alß die Schne-cken die Meeraalen hat ſie ſehluͤpfferig gemach die Remoꝛen vñ Toꝛpedinen oder git-terfiſch/ hat ſie de e die anderen mit Behendigkeit/ alß dieDelphinen anderemiteinerſcharpffen Gegenwehe alß der Kiph as oder Schwerthu-nen iſt: dann der ober Kinback iſt beinen vnd gar hert⸗ ſo ſich auff zwen Ellenbogen her-für ſtrecket/ vnd alſo ſtarck/ daß er mit dieſen/ wann er gefangen iſt/ die Garn zerhawet/vnd die Schiff mit ſeinem gewalt durchboꝛet/ voꝛab wañ er von den Braͤmen geplaget/von welchen er auch zum Geſtad getriben wirdt:dieſe hanget jhm vnder dem Gefider/ dadas Flelſtdamwacheſſen ig ond peiniger hn vielſalkigkclch. Das Maulſteher hm vnder dem Kinne/ wie einem Salm en hat ein glatte Haut/ ſonſt iſt er einem Sturien oderStoͤꝛ gleicht dieſes ſein Gewehꝛ vnd S chwerdt iſt ſchwartz/ vnd in mittelmeſſiger herttzwiſchen einem Bein vnd Hoꝛn. Sonſt ſind auch noch andere vergifftige Fiſch/alß derTrach iſt. Dieſen hab ich zu Diepen geſehen. Zu anfang des Ruckens hat er grüne Au-gen/ vnd fuͤnff ſpitzige Stachel/ gar ſchwartz vnd vberauß ſcharpff/ die durch ein dunnvnd ſchwartze Haut zuſaiſien gefuͤgt ſind in diefen iſt das Gifft viel ſchedlicher/ denn inder Fiſchohꝛen Anglen: dann er hat an jedem Gefider einen/ die gegen den Fiſchohꝛengehen/ gantz beinen/ groß /e charpff/ deren ich noch habe/ ſo von denen gebrochen ſindt.Wann er jemand mit dieſen Anglen verwundet/ volget ſchmertzen/ Feber GeſchwulſtTaubheit /vñ Leſie/vnd viel mehꝛ/ ſo einer ſo lehes von dem lebendigen Fiſch empfahet.
Deshalben weil dieſes ſonſt ein lebhaff ter Fiſch/ der anderen zur Rach vnd nicht zu demTodt erboꝛen/ zertreten Ihm die Fiſcher/ alß hald er gefangen den Kopff. Wider dieſesGifft bat man vielfaltige hilft nemlich des Vulliod Meerbarbs Fleiſch /nach der An-tipathia vnd widerwertigen Natur: darzu des F iſch eigen Lebern durch die Sym pathiä“vnd wann man ſich offt mit demſelben Angel ſtichet/ welches ein beſondere gute hilff it.Dieſes ſo durch ein Anti path hilfft/ leſche tdas Gifftauß/ alß wan das falt von d em
warmen hingeno men wirdt. Jureg die Syunpathiam aber oder gleich leidenden Natur
wird dieſes zertheilet/ wie die Hitz in dem Bad. Dieſe vꝛſachen ſind gantz offenbar. Daß
man ſich aber offt ſteche/ vnnd alſo von demſelbigen Angel widerumb geheilt werde/ ge-
ſchicht darumb/ daß auff das offt ſtechen ein Erſtaunung volget/ auß wellichen det
ſcchmertzen geſtillet/ vnd die Geſehwulſt oder eeſchwer hinderhalten wird/ oder wañ dz
zuſanten gezogen deshalben o die eiligung geſchehen /es ſich ſüllet vnd wird nt meh.angereitzet: oder daß des Giff tes krafft dureh das milter/ ſo hinzu gethan⸗ getemperterkwird/ alſo daß der Schmerz in ein Kitzlun verkeheet wird/ oder vmb aller deren dingenwillen. Daß man aberſagt es vergrabe ih de Trach in ein Gruben/ iſt erdichtet vieich meyne diewell r zu ſoleher wirkung kein geſtale hat/ auch ſein leben nicht W
Phlegmon oder ce ſehon entſtanden/wird das Geblůt von den newen Stichen
ric