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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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Trigel ode

Meerbarbes

kraffi,

ecrl Von manch erley wunderbaren Sachen/

App ꝛoſideus zeigt an/ daß die Trigla oder Meerbarben durch ein verboꝛgene vrſachdeſſen Gifft zuwider ſeye. Er iſt darumb Trigel genennet/ daß er in einem Jar zum dritten mal junge hat/ die Lateiner heiſſen jhn Mullen: er hat alſo durchſichtige Schuͤpen-

daß er/ wann er ſterben muß/ zum offtermalen ſein Farb verenderet. Es ſind deſſen drey-

erley arten/ ohn Bart/ bartechtig vnd rauch. Sie haben allſamen ein wolgeſchmackt

gut Fleiſch: aller krafft iſt wider das Gifft/ voꝛab ſo im Meer iſt: dann er macht alles vn

Sefidermancherle

Farb.

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krefftig. So einer von dem Toꝛpedo verletzet were /heilet es jhn/ bringt jhm ſein krafftwider. Man vermeynet/ daß die Mullen allerley krafft ſchwecheren/ auch der guten din-gen/ die Augen/ Aderen/ die Venus oder Beyſchlaf/ voꝛab ſo man dieſen auß Wein

trincket. Es wird auch die Fraw vnfruchthar/ ſo von dieſem Wein trincket/ alſo iſt ekauch dem Gifft zu wider/ wann man jhn trincket. Er frißt auch allein ohn allen ſchaden

die Meerhaſen/ vnd begegnet jhm nichts boͤſes daruon/ denn daß ſein Fleiſch etwas wei-cher wirdt. Der vnbartechtig iſt ſchoͤner denn die anderen. Dann er hat ein rote Farb/ eingroſſen Kopff/ mit Sternlinen fein gezieret: am Rucken hat er zwo Yꝛdnungen der garſpitzigen Beinen/ vnder welliehen das ſo gebogen iſt/ vaſt in der mitte ſtehet. Inn dieſelHoͤle hat er auch ein Gefider mit ſeharpffen ſpitzen/ doch iſt ſie klein vnd rotfarb. Auffdieſes volget noch ein andere/ biß zu dem Schwantz/ alß wañ es auß dem zarteſten Haarwere. Der Rucken wird vberzwerch biß zu dem Bauch/ mit ſtrichen vnderſcheiden: dasMaul iſt innwendig Cinnaberfarb. N c.

Das Gefider iſt gemeingklich mancherley Farb wieauch die Federen an den Vog⸗ 15

b len/ dieweil ſie einer trocknen Natur/ darumb ſind etliche weiß /geel/rot/ blaw/ mancherley Farb. Auß gleicher vrſach werden auch Flecken an den Thieren/ wie an der Toꝛpedinen art/ ſo fleckechtig genennet wirdt. Dann dieſe haben allein viererley arten/ vn-der wellichen eine fuͤnff ſchwartze Flecken hat/ nicht in ein Circkel/ ſondern in fuͤnff Eck

gar zierlich geſtellet. Die eigentliche vrſach kommet von der zahl her: dann ſo man eines

krümmet/ machet es zwey/ wann man dieſes zu allen theilen gleich beuget/ machet es virre: wann man es aber nicht gleich kruͤmmet/ kommen drey darauß. Alſo kommen außdreyen fuͤnffe/ vnd wird auß einer geſtrackten Linien ein fuͤnffeckete Figur/ dieweil ſichder Flecken ſo am Rucken ſtehet/ nicht dopplet. Alſo kommen alle Figuren Zahl vondem einen her. Die andere vrſach der Figuren iſt/ ſo man eine mit der anderen vermi-ſchet/ die eine wird auß mangel der Materien/ die andere nach des Geſtirns gelegenheitgenommen. Damit ich aber widerumb zu dem Handel komme/ ſetzet man in die vierdit

Mardaß. art den Meerhaſen/ welliches das ſterckeſt Gifft inn dem Tranck iſt/ wie auch die Alten

bezeugen. Doch iſt es zu vnſeren zeiten vaſt vnbekanndt. Aeljanus ſagt/ dieſer habe Ha-ſenhaar an jhme/ doch ſey es mehꝛ für Derm denn Haar zu rechnen/ wellicher weder mitdem Garn noch Ruten moͤge gefangen werden /vñ ſchwimmen leiehtlich in dem Meelemboꝛ. Wann man dieſen anruͤret auch allein mit einem Stecken/ ſagt man/ er ſterbebald/ wie auch das Koͤniglein oder Goldhenlein. Es erzehlet Rondelletius in vnderemMeer /ſo zwiſchen der Welt herſleuſſet/ dreyerley arten/ welliche er geſehen habe. Di-erſte ſeye den Schnecken gleich/ ſo keine Schalen oder Heußlein haben/ welliehe aulmit Hoͤꝛneren begabet ſeyen. Das Maul 19 gar ſubtil vnd ſtande am Rucken/ alß wanes vmbgetrehet were: bey dem Ars habe ſie Gefider wie der Sepia eyngewicklet/ ſehauff der rechten ſeiten der lincken nicht gleich/ welliches denn billich zu verwunderenDas recht theil des Haubts ſeye eines Zigenen Haubt/ oder Weglein gleich: an der lincken ſeiten ſeye ein Loch zu wellichem er die Fleiſchine Subſtantz außſtrecket. Zwiſchendieſen beyden theilen iſt ein ſpalt/ an ſtatt des Mauls. Mit der Dinten vnd dem vegen iſt er einem Loligo gleich/ am Geſchmackt einem Fiſch/ doch gantz vnlieblich-Wann man das Weiblein von einander theilet/ welliches wir hie beſchuieben ha-ben/ machet es zu vnwillen vnd zu erbrechen/ vnnd bringet den ſchwangeren Weybereein Mißgeburt. Die ander iſt in den innerlichen theilen der erſten gleich/ aber auß