„ 8 Das Siebende Buch. cellrbij
N1E ſo oꝛdenlichen an einander wie die geſchirꝛ ſtehen/ wol verwaꝛet/ vnnd werden mit man-115 cherley Haut bedecket. Darum̃ meynet man ſie verenderen jh farb /wañ ſie die zuſalſien115 diehen oder von jhnen laſſen. Die Augen ſtehn bey den Cirꝛen vnd krummen Haar. Wañ„„ man dieſen ſchon in hundert ſtuck zertheilet⸗ behaltet er doch ſein ſchlechtes Leben gar ö1 N ang. Das meñlein wird nach dem beyſchlaf vnd der vermiſchung alſo ſchwach daß er 0
5 hernach auff dem Sand ligt/ vnnd der Fiſchen Raub wirdt. Solliches geſchicht dem15 weiblein nach der geburt/ wañ ſie jhꝛe eyer/ welehe wie die Traubenbeer ſind/ von ſhꝛen 1ſie legt/ vñ werden alſo die beyde nicht vber zwey jar alt: wann ſie dieſe alle wol beſch lecket-15 tregt ſie die zuſaſen. Sie hat an dem Belbaum vnd Feigenbaum groſſe beluſtigung⸗ 4n⸗ doch ſolehes von der Frucht wegen. VVV 1% Es iſt noch die dꝛitte art ſo einer dickeren vnnd wolgeſchmackten Subſtantz/ welche
. an gedoͤꝛret in die Troͤg behaltet/ vñ Oſmichen nennet/ ſo zu der vnkeuſchheit reitzen1 oll. Deshalben werden dieſe etwas geiler/ ſo mit dem geſalbet werden. Alle Polypen ha-in ben ein hert fleiſch/ damit ſie nicht von den Wellen zertheilet wurden/ wann ſie ein wei⸗ gn= Oehaut 10 ꝛſtehangen alſo hert an der Speiß/ daß ſie ſich ehe lieſſen toͤden/ denn ö
15 Varvon reiſſen. i%„ 10 Es ſeind auch ettliche Fiſch vaſt nur des Weiblichen geſchlechts/ alß die Pfell/7 Ziatulen/ Sperling vnd Roͤtling/ von welchen voꝛ meldung geſchehen. Die Phoxinendie ber Pfellen nennen etliche ſonſt Fregarolen/ die anderen /Pardellen von der farb her:
15 i Ann es ſeind weiſſe Fiſchlein/ mit ſchwartzen Flecken/ alß mit puncten vnderſt cheiden. 117 Das gefider der ſeiten ſteht jhnen vaſt vnder dem Bauch/ vnd ſeind an dem oꝛt da ſie an1 0 N em Leib ſtehn/ rot: wie klein der iſt/ fahet man jhn doch allwegen voll Rogeẽ/ daher ver⸗ a„ mepnet man/ es ſeyen alle Weiblein in dieſer art/ weil ſolches auch Ariſtoteles bezeuget.„„ b iſt auch nicht ein Wunder daß ſolliches geſchehen moͤge/ weil des Waſſers werme⸗ ö„ on ſtatt des Vatters ſeyn mag: weil auch der meheꝛtheil Thier allein auß der feule gebo⸗ gn⸗ zen werde. Was für ein wunder ſolt es ſeyn⸗ wañ diefe auch allein von dem Rogen ohn/ das mennlein fürkommen? dann wir haben an einem anderen oꝛt bewieſen⸗ daß allerley„ geſtalten vnd arten/ in der gantzen Welt Seel vnd Leben ſtande/ welliche durch des Ge-
ſtirns lauff zu dem ende gebꝛacht werden. Wann nun die Thier von dem Leim vnd Kotwegen entſtehn/ ſolte ſolliches nieht leichtlicher auß den Eyeren oder Rogen geſchehenmogen? Weil auch vieler Thier kot vnd vnflat auß der Erden vnd feuchte viel Thierfürbꝛingt/ wie mochte ſolliches nicht auß den Eyeren geſchehen? Es hindert dieſes dievollkom̃enheit gar nicht/ dieweil( wie zum offteren mal geſagt) auß den Eyeren vnvoll⸗ fkofſiene/ vnd auß der feulung vollkomene Thier werden: alß in den jrꝛdiſchen koſſien dieMeuß von der feulung/ die Seydenwuͤrm von den Eyeren/ vnd in dẽ Meer die Aphyẽder Grundelen vnd Hewſchꝛecken: dan die Locuſten vnd Seydenwuͤrm ſeind blutloß.
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e Ael aber ſeind keinerley art/ weder mennlein noch frewlein alß voꝛ angezeigt.
lei Es haben auch die Fiſch keine Augbꝛawen/ dañ die kleine Muſculen mochten nicht ane
lachtlich zuſammen kommen/ es wurden auch die Augen von dem auff vnnd zu thun 1
dem Waſſer mehꝛ geſchediget/ darzu ſehaden ringe ding in dem Waſſer den Augen 95 llcht/ vnd moͤgen die Augbꝛawen voꝛ den langen anſtoͤſſen nichts nus noch die Fiſch 1g eſchirmk. Doch haben der Meerhündlin art vnnd gemeingklich die Raien(wie gemel⸗ 915 Hein Nebel voꝛ den Augen/ weil dieſer Fiſeh weichere Augen/ vnd die anderen hertere 1un aaren. Dañ weil die Raia ein vollkoſſten vnd langſam Thier/ hat es muͤſſen von weit⸗ 4r nuß ſehen/ vnd des halben auch weichere Augen haben. Dañn der Aurata vnd Goldfiſch 1B etwas golds farb an jhm/ ſo den Augbꝛawen gleich iſt. Weil dieſer auch klein/ iſſet 1„ 3 die kleinen Schnecken: er muß auch darumb wider kewen/ oder mewen. 1„ be. s, Haben auch etliche Fiſch mancherley Augen/ alß die Hyenen vnnd Meerkel⸗ 10 er dettliche leuchten inn der finſtere/ vnnd ſonderlich weil ſie leben/ oder gleich nach 9n dem ſie abgangen. Sie wachſen auch ſchier zu erſten an den Fiſchen/ denn ſie muͤſſen die
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