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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CCCCII
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cccelf Von mancherley wunderbaren Sachen/

etwas ſchedlichs oder fauls darinnen gediſtillieret haſt. Man ſoll auch fleiſſig acht ha-ben/ daß die Geſchirꝛ auß des Fewers krafft nicht zerſpꝛingen/ dann es werden vberſes/ daß die feuchtigkeit verſehuͤttet/ auch die Werckmeiſter verletze. Wie ich noch junggeweſen/ iſt mir noch eyngedenck/ daß ich den Galeazien Rubeen geſehen/ der viel Wunden inn dem Angeſieht gehabt/ welliche er von einem Geſchirꝛ bekommen/ daß von demFewer zerſpꝛungen. a VFar Süulte. Von allen dingen ſoll man fleiſſig acht nemmen/ daß die Geſchirꝛ von wolgebꝛeñb⸗ 77 9benen. a ken weiſſen Gleſeren/ ſo keine knoͤpff oder wůſt haben /ſondern allenthalbẽ lauter /gle?dick/ vnd wol gepꝛobieret ſehen: darzu ein Leim der nicht verbꝛenne/ oder wañ das Jewel ndarumb gemachet/ nicht zerſpalte. Es ſoll auch das Fewer von weichem Holtz ſeyn/der von Kolen. Es ligt nicht allein daran wie es ſeyn ſolle/ ſondern es muß gleichtig ſeyn/ denn allein wann es von anfang allgemach angehet/ oder zuletſt abgehet. Manſoll auch wiſſen was ein jedes ding erleiden mag/ vnd was geſtalt. Darzu ſoll man jedasbeſte außerwehlen/ vnd zu rechter zeit/ demnach zu jedem ding bereiten was von noͤhteWann man auch das Geſchir wol vermachet/ ſo es von noͤhten/ dienet gar wol zu delSach. Man ſoll auch die ding ſo eines groſſen Fewers bedoͤꝛffen/ allgemach erwermel.Wann ſie auch ſollen kalt werden/ olle dieſes allgemach vnd an einem warmen oꝛt gſchehen. Man ſoll auch die Waſſer oder Oel an kalten vnd trocknen oꝛten behalten. Esiſt das beſte wann man eines jeden end/gebꝛauch vnnd vollkommenheit erbennet. Es idie Vernunfft ein Meiſterin aller Sachen. Man bedarff des Hew Bels/ vnd hindertdieſes das Waſſer/ darumb zuͤndet man es an/ vnd leſchet es wider auß demnach bee önet man es auff geringen Kolen/ den Rauch laſſet man durch ein bloſſe eyſene Lammgehen: auß dem Papier mag man es nicht zu wegen bꝛingen/ dann es behielte nichts vnkommet nichts Metalliſch herfür:man ſoll in allen dingen geſchicklich fuͤglich hallen. Dieweil aber aller dingen Vnderſcheid voꝛhin beſchꝛieben /woͤllen wir jetz bedenckenwas wir auß ziehen woͤllen/ vnd nicht allein von welchem. 5,Man gibt zu zeiten dieſes gar gering vnnd ſchlecht für/ wie denn Geſner bezeugen 8habe Del von Muſcatnuſſen gemachet/ wie er dieſe voꝛhin zerſtoſſen/ vnd vber nachtWein gelegt: darnach habe er dieſes ein wenig gewermet/ inn ein hoͤltzen Troͤglein 1than/ vnnd mit einer Trotten außgetrucket. Es ſeye auch kein arbeit wann man wo lden Wein von dem Oel thun/ ſo ſchon geſtandẽ iſt. Man nimmet den ach ten theil vsder Nuſſen ſchwere. Man mag auch wider von derſelbigen Matery Hel mach en/ doch

1 5 nicht ſo feißt vnd nutzlich. Alſo mag man jhm auch zum anderen vnd drittemal thun. i 8 8. 8.Es iſt auch ein groſſer Vnderſcheid in den Belen nachdem ſie bereitet werden. D 1von dem Fichtenbaum Hartz machet man Hel/ wann man etwas daruber geuſſct ner.zeucht es auch mit des Fewers krafft herauß/ welches ſo weit von dem anderen/ alß 25mel vnd Erdtrich/ alſo zu reden. Auß dem gelen im Ey trucket man auch herauß waſie hert woꝛden/ welches ſchier die halb ſehwere hat. Alſo auch mit der Diſtillterung eiſt auch nicht allein der Vnderſeheid/ daß dieſes ſo außgetrucket/ vmb ſo viel krefflige 5iſt/ alß das ſo an der Sonnen werme bereitet/ ſchwecher/ denn dieſes ſo gediſtilllert wi aden. Man bereitet aber die Blumen alſo in der werme. Sie verenderen ſich auch vonſhnen ſelbs/ wann man ſie in Gleſenen Geſchirꝛen vnder die Erden vergrabt: etwan anwann man es zuſammen thut/ alß in Mandelkernen⸗Oel. Dieſes iſt der mittelweg 40ſchen der werme vnd außtruckung/ ſo viel die krefft belanget. Man machet auch ceclch,alß von dem Schinling ſaamen vnd anderen/ die mit Waſſer genetzet/ ander Sonnen5 vnd thut man dieſes offt/ darnach trottet man ſie auß: dieſes iſt ſchier einer feulũg glel 8Es iſtauch nach den natürlichen krefften am nechſten bey dem/ ſo durch ein ſtauckeſolation vnd werme bereitet/ vnnd noch viel mehꝛ in fuͤlen vnnd feuchten/ wann es 5Waſſer gemachet wirdt. Was auch duf ch die Oiſtillierung bereitet/ itt ſubtiler 11 1 5

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