Das gehende Buck. ccectij
55 wieriger. Was von jhme ſelbs außgetrucket/ oder mit Waſſer/ oder einem anderen ding-1 Dal haltet/ das verdirbt bald. Was aber durch ein werme gemachet/ ſt an der ſubtile5 ond langwierig keit dem ſo gediſtilliert am nechſten/ mehꝛ denn andere gattung/ ſo auch1 7 etwas dicker ſindt. 5 a
1 Es ſind etliche ding ſo in jhꝛer krafft nachlaſſen/ vnnd nicht allein die Bel/ ſondern Wirth„„ auch andere feuchtigkeit: darumb gehet es auch alſo mit den Weinen/ ſo Hippocras ge-nennet/ ond anderem dergleichen zu. Deren aller(wie gemeldet) ein Vrſach iſt: nemlichdie Werme/Zerſtoſſung/ vnd Verzug. Die Werme kommet auff zwen weg: von auſ-gen her/ alß vom Fewer: oder natürlich/ alß waſf der Moſt gieſet: alſo machet man auchangeneme vnd geſunde/ zu des Magens bloͤdigkeit auß dem Wermut/ wider die Blaͤſt
vñ Melancholey auß der Rauten. Wider d Leber mangel/ auß Wegweiſen/ vñ Oderme1 mig: wider des Miltzes geſchwulſt/ auß Tamariſcen vnnd Capparen: zu Freuden/ auß c. Daffran/ Eppich vnd Meliſſen: die naturlich werme zu ſterchen/ auß Laſurſafft: widerf N feulung/ auß dem Styrar ſo Calamiten genennet/ vnd Paradeiß holz: wider die. 5 Frantzoſen/ auß dem Holtz Guajaco: wider die duͤnckle der Augen/ auß Fenchel vnnd, Fdugentroſt: zu dem Hirn vnd Hertzen/ auß Biſem vnd Ambra: zu den Nieren/ auß Juͤö ankirſchen/ Betonica/Wildergalgan/ Berwurtzen. Dieſe ſind auch der Blaſen gut/b geh magſt du zu dieſen auch Quendel bꝛauchen. Die Matery aber zu einem lieblichen0 Weruch vnd Geſchmack/ ſind zu erſten ſubtile Negeln/ gute Zimmetrinde/ Zucker/ vndi dein Honig: demnach Ingber/ Muſcatnuß/ Saffran/ Pfeffer /etwan war Amomum0 s beſt/beyde Cardamuͤmlein/ Cyperen ſo man Galangen nennet/ vnd Macis.„ Die Cubeben aber vnd Indiſche Spieen/ ſind mehꝛ ein Artzney denn Gewuͤrtz/ wieN auch der Weyrauch: das Paradeißholtz iſt nicht vnangenem/ alſo auch der Biſem vnd. ſerſafft/ do ch ſoll man deſſen wenig nemmenn. 1.5 Man machet auch Wein welche purgieren in gleicher geſtalt/ wie auß Rauten vnnd
Wermut/ fürnemlichen aber auß Engelſůß/ S enetbletteren⸗ Rhabarbaro vnd Aga-5 deo. Der Wein auß Feigen hat des Meths krafft/ dann er macht die icke feuchte wotf zuwerffen/ treibet den Schweiß auß/ hinderet den krampff/ vnd iſt gut zu den Nie-. gal: Wann man folium Indum oder Indiſchbladt hette/ machet es für ſirh ſe elbs vaſtb Gene Wein. Es gehoͤꝛet aber das Schoenum meh zu der Artzney/ ob es wol ein gutentruch hat. Dann es iſt nicht gleich ein jedes ding ſo ein guten Geruch hat/ inn denf Wein zuthun/ wie auch die Roſen vñ Violen nicht: doch thut man die Roſen kom̃lich inö del Eſſig/ vnd iſt dieſer Geruch dem Eſſig gut/ aber dem Wein nicht: die Violen die-i 0 zu keinem. Ich weiß wol/ daß ich dieſe herꝛliche gute Getrenck etwan in Teutſch-i e getruncken/ doch iſt mir vergeſſen an welchem oꝛt: wann du recht darmit vmbge-B c ind ſie gar gut. Was auß NegelnZimmet/ oder Ingber bereitet wird hat ein ſtar1 G eruch vnd Geſchmack. Wann man vber dieſe drey ſo in einem Luͤmplein ligen/z Wlanndten Wein ſehuͤttet/ vnnd demnach den Becher darmit weſchet/ gibt es dem6 ein /ſo man trincket/ gar viel zu. Es ſind liebliche vnd milte Wein/ welche man mitf 10 muſcatnuß vnd Amomen alſo an ſtatt der voꝛgehenden bereitet. Dann wann ſie rechtf 1 ch haßtertvberkommen ſie ein feine lieblicheit an Geruch vnd Geschmack. Ich meyn1 dar aberechten Amomum geſehen/ doeh will ich nicht darwider ſtreitten dann was ligtf 9 wann er ſchon nicht iſt? wann er nur ein feinen lieblichen Geruch hat /alſo daßf a 5 alen ein wolgefallen tragſt. Man mag aber nicht allein auß einfachen/ ſondern
emu chen Arzneyen die Kreft Wasser, Hel und Gerüch außziehen. GleicherAaltmages mit dem gewer/ wermung/ oder auß truckung geſchehen/ wann du nur der880 nachfahꝛeſt. Doch ſoll man allein dieſes wiſſen/daß die zuſammengeſetßzten Artz-mb fo vielſ chwecher denn die einfachen ſind/ ſo viel die Kunſt ſelbs von der Naturmeſcke vberwunden wirdt. Des halben haben ſie nicht viel Oel mogen auch die wer-lücht ſo lang erzeugen/ vnd faulen bald. Man mag auch ſelten mit diſtillieren etwasW ß außrichten/
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