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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CCCCXXXIX
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cccerrxiij Von mancherley wunderbaren Sachen/trucken/ das L iſt das Gewicht/ welches man erhoͤcht oder auffzeucht. Wann nun desRads gewalt nachlaſſet/ muß die Achs 1 C gehefftet ſeyn: dann das B D endet e?im M/ vnd das E C im N. Wann nun das Il C wider auß dem G in Fkeme/ muB D vnd E C nidergetruckt werden:es mag aber nicht ſeyn/ dañ das Mond Niiſt datvnnd ſtehn gleich weit von einander:darumb mag das L nicht wider kommen/ nochgroß ſeil Kauffgeloͤßt werden. Weil aber in gemein viel weg ſeind/ moͤgen ſie alle zu ingezogẽ werden. Alſo/ was in der erſtẽ Bewegůũg kuͤrtzer oder enger/ wird ſich nach denderſpiel viel leger od weiter außſtreckẽ/ es werde deñ die Bewegũg ohngefehꝛauffgehall5 Aigen Man ſagt auch daß in dem Land Obdoꝛa/ auſſerhalben dem Fluß Obien Inſtin,5 menten ſeyen/ welche wie die Poſaunen von ſhnen ſelbs blaſen. Vnnd ob wol die ganeHiſtoꝛien von dem fluß Obien/ vnd der Guldenen Saul erdichtet/ iſt doch der Hane,an jhm ſelbs nicht allein wol muͤglich/ ſondern auch gantz leichtlich zu wegen zubꝛingwie denn auch in Niderlanden vnd Franckreich durch die Reder/ ſo voꝛhin durch m 0beſchꝛieben/ die Muͤlenen vmbgetrieben werde. Alſo moͤgen ſich auch die Trumiel ſebesſchlagen/ die Poſaunen blaſen/ vnd nicht allein mit vnlieblieher Stinñ thoͤnen/ ſon 5auch ein wunderbaren lieblichen ſchall geben: vnd dieſez ohn vnderlaß/ alß wañ die, 10ſtrumenten durch Blaßbelg auffgeblaſen wurden. Jelſdarff die weiß nicht beſchꝛeibendieweil ſie leichtlich zu ſagen vnd zu verſtehn iſt/ vnnd aber nicht ſo bald zuthun:dann anſtatt der Blaßbelgen vnd fingeren/ thund der Blaßbelgen viele allein genug/ vnd ſeiußdie Pfeiffen fein zu dem Geſang gerichtet/ vnd heben ſich eine nach der anderd auff. 1Franckreich moͤchte man dieſe auch auff der ebne machen/ weil für vnnd für die Wdaſelbſten wehen. In Italien aber nicht/ deñ allein auff den Gipffeln der Bergen/ vzwiſchen den Felſen. Es bedoͤꝛffen aber die Poſaund oder Trummeten nicht vielweil der Lufft ſo in den breiten rhoͤꝛen zuſammen kommen/ muß durch die engen rhols,in die Meſſenen hoͤꝛner kommen. Es mag auch mit einem lieblichen/ aber gleichlautt

den ſchall bereitet wendenWeil ich dieſes erzehl/ ſo gedenck ich auch was ieh zu Bruͤchſel im Niderland geſehhab. Es ſtehn viel Glocken in einem ring auff einem Thurn/ wie deñ gemeingklichenſchicht/ die an jhꝛem getoͤß ein pꝛopoꝛtz haben/ ſo mit der Mulica ſtimmet: diKunſt erfahꝛen/ treten hinzu/ vnd ruͤren eine nach der anderen an/ nachdem ſielich verzeichnet/ vnnd ſchlagen alſo ein Liedlin/ ab welchem ſich mehꝛ zu verwundenn daß es lieblich zu hoͤꝛen ſeye: Dann die Glocken behalten jhꝛe Stimmenſondern hoͤꝛen gleich mit dem ſtreich auff. Dieſes geſehicht auch zu gate

Solliches mag man auch auff jrꝛdenen vnnd anderen Geſchirꝛen zu wegen bWann du aber ſagſt/ Warzu ſeind dieſe Glocken nutze Damit die gantz Statlehes denn nicht ein kleiner nutz iſt. 5

ſicar cher ö%ehe, Duderdie wundabaren Weck gehoren auch dieding/ ſoſubeilaußgeßorſen weden: vnder welchen die Stein am fuͤrnemeſten/ vnnd je herter ſie ſeind/ alß ein Sannix/ vnnd Achat: dann wann ſie gar hert ſeind/ haben ſie nicht ſo viel anſehen/ vnd 1 10allein nach der groͤſſe ſelzam: wann ſie auch außgeſtochen werden/ verlieren ſie 1 aglantz. Auff dieſe volget das Sold/ demnach die weicheren Stein/ vnd zuletſt gen eeklich das Holtz. Dann das Eyſen/ Ertz/ vnnd Silber hat ein mitle art zwischenHoltz vnd weichen Steinen. Vnder dem Holtz iſt keins(ſo viel mir zuwiſſe konte beden das Burbeumin/ dann es iſt hert/ glatt/ vnd ſteiff aneinander/ alſo daß ich ele ſe-gezierden an der Oꝛglen geſehen/ ſo gar ſubtilaußgeſtochen/ daß man es nicht 59

hen mocht. ᷣůC 5 doͤniEs iſt wunderbar zu ſagen/ das von Bokthio erzeh let wird/ da er ſpꝛicht: Alß 55

Chennetus den Crutlinten des Fenellen Sohn erſchlage/darzu auch den Ken a nd 0 5colmen Duffen/ des Fenellen Schwager/ hat dieſer befohlen ein künſtliche Seedſenge-Bildnuß zu bereiten/ welch n der Hand ein guldenen Apffel hatte/ mit viel ſteinen