Buch 
Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
Entstehung
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DVII
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Das Dꝛepzehende Buch. d bijgeordnet/ ſo iſt er ein froſſter Mañ vnd liebhaber des Batterlands: Alſo waß ein Fraolliche erdiehte zierden zimlicher geſtalt bꝛauchet/ damit ſie jhꝛem Ehemaf gefalle/ſollman ſie nicht darumb beſchelten: es hat auch Moſes dieſes zugelaſſen. Wann ſie aberſheem Bulen gefallen will/ it ſie ein Ehebꝛecherin.

Es muß auch gemeingklich ein Artzet/ ſo den Fuͤrſten dienet/ dergleichen vollbꝛin-gen/ vnd ob wol dieſe ding nieht gar gut/ ſo ſeind ſie doch nicht alſo boͤß/ daß man alleinderen halben ein Fuͤrſten verlaſſen mag. Dieweil es aber von dieſen dingen zu handlen/den Artzney Buͤcheren(wie Galenus bezeuget) nicht zuſtehet/ vnd aber doch von gemel-deter vꝛſach wegen nohtwendig/ hab ich es an dieſem oꝛt muͤſſen verꝛichtẽ. Dieweil aber 5lliche ſtuck an anderen oꝛten beſſer/ hab ich allein deren dingen ein Exempel vnnd n-deigung woͤllen geben/ vnd nicht ein vollkommene Handlung vollfuͤhꝛen.. eeEs iſt ein gediſtilliert Waſſer/ ſo ein ſchoͤn vnd rot Angeſicht ohne ſehaden machet/ d.darzu lang beſtendig/ das hab ich auß Geſnero genommen: Nin des Gebranndten-weins/ der zu dem dꝛitten mal gediſtillieret ein pfund/ der beſten Preſilgen zwey lot/ ze⸗ 8hen Negelein/ darzu ſo viel kernlin der kleineren Cardamoͤmün/ Cubeben fuͤnff kernlin: -as Holtz machet man zu ſpennlinen/ das vberig ſtoſſet man/ vnd ſeudet es in dem Ge⸗ Devranndtenwein/ doch nur ein wenig/ vnnd thut das Geſchirꝛ wol zu/ darnach diſtillie-et man es in Marienbad oder bey einem kleinen Fewer. Man ſoll aber die beſtenOpen an demſelbigen Holtz auß leſen/ dieweil man auch ander Holtz/ ſo dieſelbige farbgat/ darfür offt verkaufft: das vberig macht jhm ein guten Geruch/ alſo daß man dieſesaſſer auch trincken mochte/ dañ die Preſilgen iſt vnſchedlich. Daß man aber dieſe ſollanſtreichen/ iſt auch wol gleublich: dann ob es wol nicht geferbet/ mag es doch anderserben: dann es iſt ein geweſſerte farb darbey. Darumb mag man die krafft mehꝛen/ vndan wellichem theil mangeliſt/ das vberig pꝛobieren. Es zeueht auch das gebluͤt an ſieh-dieweil es hitzig vnd ſcharpff/ alſo daß die natuͤrlich farb dardurch gemehꝛet wirdt. Ichletz auch dieſes nicht für ein Foꝛm deren man allein volgen/ ſondern für ein Regel/ da-mit man der geſtalt auch andere zubereiten moͤge: alß nemlich die ſeind/ ſo auß Milch-broſem Brot/ weiß vom Ey/ eyngetunckten Schwamm in das waſſer/ Campher/ zu-erten Alaun/ weiß Coꝛallen/ Kälck/ Eyerſchalen/ vnd anderen bereitet werden: danndieſe ding machen weiß vnnd troͤcknen ab. Welches aber klar machet vñnd abtroͤcknet/doch nicht weiß/ iſt von Schnecken/ Salt/ vnnd Limonen fafft bereitet. Es ſollen aberdie heußlein von den Schneckẽ gethan werden/ vnd des Limonen ſaffts ſo viel ſeyn/ daßdie Schnecken bedecket. Dieſes ſeind gar feine ſtuck/ doch muſt du allezeit bedencken-aa, 8ſie s ſeind auch ettliche ſtuck ſo auff beyde weg gut ſeind/ man diſtilliert die oder bꝛauchgleieh wie ſie an jhnen ſelbs ſeind: wie auch auß Geſnero dieſes/ ſo auß volgendẽ ſtu-8 0 bereitet wird: nemlich/ Aron wurtzel/ S chlangenkraut/ Lilien wurtzel/ geſchelleteAererbſen/ Bleyweiß/ Krafftmeel⸗ Gerſten/ weich oder ſchwartz oder Frantzoſiſchebisch fen in einem Hafen gekochet/ denn geſtoſſen ſeind/ thue Tragacanth Ara-Och Gummi darzu/ ſo in gediſtilliertem Bonenbluſtwaſſer zergangen/ auch kleineSubnecken/ ſo Sewſchnecken genennet/ welche in Aimonen ſafft weich woꝛden/ vnndOder ſocollen.alsdeß mach mit Schweinen ſchmeer vnd Bonenbluſtwaſſer ein Salb-A diſtillier es in Waſſer. Dieſes wird auch gut ſeyn/ dañ es leuteret erleuchtet das

icht wunderbarer gestalte 5 3ald en Bart zu ferben ein gewiſſe kunſt. ift ein lot Seheidwaſſer/ in dieſem zerlaß ein der daf.

duselebmen Lil ſzu dieſem thu zwoͤlff lot Roſwaſſer⸗ vnnd weſche es wol ab. Beyſch em iſt kein Gefahr/ wann es ſchon das fleiſch beruͤret/ doch wird der Bart nichtfe bers ſondern gel darvon. Das Sülberglet ſo Goldfarb iſt/ mit Hageich aſchen/dy micht allein das Haar an dem Menſchen/ ſondern auch an vierfüſſigen Thieren.an mag ein oꝛt alſo kaal machen/ voꝛab denen ſo newlich e 25 das5 i V ij gar