Buch 
Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
Entstehung
Seite
DXLVIII
JPEG-Download
 

8

Len orden

gehet/ ſo haben auch geen ain Boche end Lebden maemenen a eig

Fache Es hat ſich vo zweyen Jaren begeben zu Rom/ daß in der Armen Weyſenhan al.

wunderten/ darzik alſo inn allem Wolluſt daher fuhꝛe. Es geſchehen viel ding

nun dieſes ohn allen Betrug geſch

dlbtij Von manch erlep wunderbaren Sachen

Man ſagt/ daß dieſes voꝛ dreyſſig Jaren zu Caranagien auch ſoll geſchehen ſeyn.

Es iſt auch die Hiſtoꝛien daſelbſten abgemalet/ vnnd dieſes Wunderwerck vnſer lieben

Fratben zugemeſſen woꝛden. Doch will ich anzeigen/ was ich daruon halte. Weil 55 ierſt verwundet geweſen/ zeiget an/ daß er nicht durch Goͤttliche Hilff erhalten wordenDann dieweil ein zeitlang darvor niemandt gerichtet woꝛden/ ware die Ax oder ba 1Sch werdt roſtig/ welliches denn der Hencker nicht geachtet: auch ware dieſer/ welcheſolte gerichtet werden/ mannlich vnd ſtarck/ vnnd alſo durch ſeine ſtarcke Glieder erh 5Ein anderer iſt zu Cremona von dem Galgen entrunnen/ alß der Strick zerbꝛochenSolliches iſt ein heitere Anzeigung der Fuͤrſten bloͤdigkeit. Dann dieſes iſt ſbe Besch, 5wider wellichen der Landvogt handlet. Wann nun einer ſo vnbillich verurtheylet/ elediget/ wird die Oberkeit jhꝛer Vngerechtigkeit angeklagt. Wann jhnen aber billich 5ſchehen/ wird der Gerechtigkeit verwaltung verhinderet. Wann man mit Betrug vmb-

Doch iſt dieſes gewiß/ daß einer zu dem anderen mal gehencket/ vnd wunderbarlicher ge

ſtalt erhalten woꝛden. Wie er nun zum dritten mal durch des Nichters Liſt erwi gethat man ein gantz Beinene Gurgel an jhme gefunden. 0

Sonſt iſt noch ein anderer gei alen wal bersamandaenmabeabgeſeen 5

der Strick zerbꝛochen geweſen. Wie man jhn aber zu dem dritten mal anknuͤpffet/ ite 8gleich vmbkommen/ weil der Strick groͤſſer vnnd ſtercker geweſen: des halben geſchehl,deren dingen viel ohn ein Wunderzeichen/ etwan von Natur/ oder ohngefehꝛ/ oder mi

Betrug.

Meidtlein(deren/ wie ich vernim̃/ bey ſiebenzig geweſen) alle vom Boͤſe engeiſt inn eineNacht beſeſſen. Man hat auch deren keiner biß zu dieſer zeit/ ob wol ſchon zwey Jar venloffen/helffen moͤgen. Die Vꝛſach mag vieleicht auß deſſelbigen oꝛis Dampff /o.von dem Waſſer kommen ſeyn. Dann das Waſſer enderet die Haar vnnd die Feul)tigkeit. Es mag auch wol ein Betrug ſeyn. Ich kenn jetz einen Mann/ wellicher innſeiner jugent ſechß gantzer Jar/ vnd daruͤber dergleichen gethan/ alß wann er ein T

fel ſehe/ damit er nach ſeinem Willen leben moͤchte/ vnnd ſich die Leut alle ab iht

ſchen. Wann aber einer mit ſteiffem Gemůͤt/ bey ſhme ſelbs nichts auff dieſe di 1bet! wird er den Betrug bald mercken. Wer wolte aber daran zweifflen/ daß der Z 1jemandt moehtte beſitzen/ oder vnſinnig machen? ich wolt daß ſie alſo weren. Wan

icht/ zeiget es an/ daß ein Gottloſe Welt werden ſol

darzu bey der Pꝛieſterſchafft. Dann wie das vnſchuldig Alter ein boͤß Exempel vor a,gen/ alſo vberkommen auch dieſe/ ſo der Kirchen ſolten voꝛſtehen/ ein verkehrten Sin 7darumb werden ſie nicht allein verſpottet vnnd vertrieben/ ſondern auch verdaſnf

werde;;Das XXVII. Capi.

Von wunder wercken ſo cin Geburten zuteagen.N VKeyſers Conſtantij zeiten ward ein Kind geboꝛen mit einem 00%

2 N7

n. fachen Maul/ zweyen Zeenen/ vier Augen/ zweyen kleinen Ohꝛen.

einem Bart. Ammianus zeiget an/ es habe bedeutet/ daß ſich der a.J mein Nutz boͤſeren wurde: vnnd fuͤrnemlich/ daß man ſich ab die.8

5

Wunderzeichen nicht gebeſſert hat. Dieſes iſt in der Statt Vapknmee ntiochiner Landtſchafft geboꝛen woꝛdẽ. Es hat aber dieſer Ma 10 12dem einigen Wott viel Inthumb begangen. Zum erſten weil Julians auffſon an