Buch 
Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCXIII
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Das Sechozehende Buch. deriMag dragors oder Alraunwurtzel vnnd Piretrum inn beyde Ohren/ vnnd thu an denGoldfinger der lincken Handt ein Eyſenen Ring mit einem Edelgeſtein vnnd Pech/auch ein Dannbaumbladt inn den und/ vnnd nimm ein Eyſene Gerten/ ſo ein Gul-dene Spitz hat in dierechte Hand/ mit dieſem ſchlage das Bladt ſo du inn dem MundHaſt/ wann du der Voͤglen S timm hoͤꝛeſt/ſo wirdſt du gleich alles verſtehen. Darnachſagt er etwas von Kreuteren/ welliches gar ein ſchimpfflicher vnnd thoꝛechtiger Han-del iſt/ ſpꝛechende: Zehl an einem Krancken alle tag ſeiner Kranckheit/ von anfang her-alßdenn nimm ein Wurtzel die ſo viel Vletter habe/ von Natur oder ohngefehꝛ/ vnndhenck ſie dem Krancken an/ ſo wird er geſundt. Wann du aber kein Kraut findeſt dasſo viel Bletter habe/ ſo ließ vieler Kreuter Wurtzel zu ſammen/ wellicher Bletter eigent-lich der Kranckheit Tagen zahl erfüllen/ vnd hencke die dem Krancken an..

Nach dieſem lehꝛet er den Philoſophiſchen Stein mit Gold alſo machen/ daß man ble en

ihn nicht verbꝛennen moͤge/ daß er auch nicht von verbꝛennlichen Stuͤcken bereitet ſey e doe er u be-

keiten.0 E

von fleugt/ iſt das Werck außgemachet. 5%Auff dieſes lehꝛet er vergangene/ gegenwertige vnnd zukuͤnfftige ding. Erſtlithen 5alſo ſpꝛechende: Goͤttliche Gutthaten zu vberkommen/ entſpeinget alles/ nachdem 35es böß oder gut iſt/ von deſſen Heimlich keiten. Dann ob wol dieſer zu anderen zey-ten auch andere ding außtheylet/ machet er do ch alles gleich/ wiewol den Menſchen an-derſt bedunckt/ darumb ſollen wir hme von des Guten vnd Boͤſen wegen danck ſagen.Darnach ſetzet er hinzu: Die andere Welt wird von der erſten erkennet: dann was derdalb theil inn jhꝛem ziel wircket⸗ dieſes thut auch diegleichfömigkeſt inn kleinerem ziel.Weiter ſpꝛicht er: Eines jeden zahl hat man von ſhme ſelbs: dann inn dem augenblickwann der Menſch geboꝛen wird vermiſchen ſich die Element/ vnnd theylen etwas mitallen anderen dingen/ ſo von Elementen iſt/ biß zu dem himmel von dannenher er al-ler dingen theilhafftig wirdt. Zwar dieſe drey Gebott ſind vnder ſo viel Eitelkeitengantz wunderbar. Nach ſollichem hat er ein Inſtrument gemachet/ vnd mit Geſchir-ren zubereitet: durch das Irdene verſtehet man die Vergangenen: durch das Erene/ die

Gegenwertigen: durch das Gleſene/ die Zakünffeigen ding. Han ordnet dicse auch auff

habeſt/ vnnd inn dem Erenen Hel: inn dem Gleſenen Waſſer: alßdenn wirdſtu inndem Waſſer gegenwertige ding ſehen: inn dem Erenen⸗ vergangene: inn dem Silbe-rchzukuͤnfftige. Wann du nun vergangene ding beſichtigen wilt/ ſo ſetz zu erſt das E-rene Geſchirꝛ: zum anderen das Gleſene: zum dritten das Silberne. Wann du abergegenwertige ding wilt wiſſen/ ſet zu erſt das Gleſene Geſchirꝛ: darnach das Silberne:zu letſt das Erene: alßdenn beſich das dritte darnach das andere/ zu letſt das erſte. Vndab ſoꝛg/ daß das Liecht falle nach der Anſchawung oꝛdnung. Wann aber die Ge-chirꝛ Irdiſch/ Gleſen vnd Eren ſind/ ſo behalt die Oꝛdnung inn vergangenen nach-dem die Feuchtigkeit ſind/ der geſtalt. Zu erſt ſeye das Irdiſche: zum anderen das Ere-ne: zum dritten das Gleſene/ wie du in nachvolgender Figur ſehen wirdſt. Alſo ſoll manhm auch mit dem anderen thun. Dann inn zukünfftigen dingen/ ſetz zu erſt das Gle-ſene⸗ darnach das Erene: zu letſt das Irdene. Inn gegenwertigen Sachen aber/ ſetz zuerſt das Erene: zum anderen das Gleſene vnnd zum dritten das Irdiſche: alßdennab acht daß der Tiſch gruͤn gemaalet ſeye/ vnnd das S chwerdt dermaſſen geſtaltet/wie deren iſt/ ſo die Reben ſchneiden. Es ſoll auch zu vnderſt im Gleſenen Geſchir:ein Kreiß von lauterem Glaß ſeyn/ vnd inn des Silberen Geſchirꝛs Boden ein O-8 5 Ff muprſtein-