01
e1
HangendSchſwerdt,
Ein gemal⸗ 9
ter reiner
Tiſch.
Ein Bühelauff welche
Die Nunſtgemachet
doirrdt-
Der ebenVo den derErden.
deri Don manchelley
wunderbaren Sachen/e ny ſtein/ vnnd inn dem Ere-nen ein Kreiß oder Fuß vongruͤnem Glaß/ vnnd inn desIrdenen Geſchirꝛs BodenMuyrꝛhen. Es ſollen auch dieGeſchirꝛ wol verwaret ſeyn/vnnd das Gleſene oben auffmit weiſſen/ reinen Leinentuch bedecket. Wann du auchmit dem Irdenen Geſchirhandleſt/ ſolt du des Silberenmuͤſſig gehen: alſo auch dan-gegen mit dem Silberẽ. Des-halben ſollen allein drey Ge-ſchirꝛ ſeyn/ vnd das oꝛt an ei-nem Schatten/ wann es garſchoͤn Wetter/ welches ſchondrey Tag angeſtanden. An2: ͤ. ͤ— dem tag ſolt du mit der Son-Nanum Terræ. nen handlen/ vnnd zu NachtCVP mit dem Mon/ oder heiterenGeſtirn. Es ſoll auch ein groß Stillſchweigen ſeyn/ vnnd der Werckmeiſter ein gantzweiß Kleyd antragen: aber das Angeſicht vnnd das Haubt gar mit roter Seyden oderTuch bedecket ſeyn/ alſo daß man allein die Augen ſehe: dergeſtalt ſoll alles mit derNacht rot ſcheinen/ vnd mit dem Tag weiß. Wann auch der Fruͤling voꝛhanden/ ſollman allerley weiſſe Blumen zettlen. Wir moͤgen auch an dem Tag mit einem huͤltzer-
5 3„
nnen Geſchirꝛ/ an ſtatt des jrdenen handlen. Die Feuchtigkeit ſolle rein nnd lauter ſeyn.
Man ſoll auch des Weins Feuchte/ vnd nicht den Wein nemmen. Vieleicht verſteheßer durch des Weins Feuchtigkeit/ ein gar lauteren Wein/ oder Gebꝛañdtenwein. Wañ
man nicht Feuchtigkeit von Wein hat/ ſoll man Regenwaſſer dareyn thun/ ſo ohneDonner herab gefallen.. 5 8Du ſolt auch wiſſen/ daß die Geſchitꝛ nicht gar voll ſeyn ſollen. Doch das Gileſenminder/ dann dieſes ſoll allein halb voll Waſſers ſeyn/ daß man auch etwas laͤr daringeſche das Gleſene Geſchit: ſolt du beyſeiz anſehen: dann es iſt oben bedecker vnd divberigen obenher. Er ſpꝛicht auch/ wann die Irdenen /Erenen/ vnd Silberen Geſchitldurchgeboꝛet/ alſo daß ſie das Liecht baß faſſen moͤchten/ were es nicht boͤß. Es ſol-len auch dieſe Geſchirꝛ ein weit Mundtloch haben. Es ligt aber nichts daran/ wie dab
Gleſen ſeye. In dem Waſſer ſicht man des dings Schatten: in dem Oel die Figur in
dem Wein das ding ſelbs. Alſo hat er dieſe Betrugerey beſchloſſen.Nach dieſem zeigt er dreyzehen Experimenten an/ vnd ſind dieſe?e:Das erſte/ daß man ein Kraut inn den Indianiſchen Grentzen findet welches drehBletter hat. Wann man dieſes in Waſſer legt/ hat es nur ein Vladt: das iſt/ man ſichſie nicht alle. Durch dieſes wird Gott bedeutet: dann ob wol dieſer dreyfaltig ndoch einig/ ſo man den in das Waſſer legt/ welliches das Gemuͤt iſt/ in dem ſo dieſes!eden cke... 5 e 6Das ander iſt/ wann jemandt den Schweiß der vier Paſſionen oder Leyden⸗ loanden vier Feuchtigkeiten entſtanden/ mit der Erden vermiſchet/ alſo daß ein ding daewird/ demnach des Thiers oder Menſchen Namm dareyn ſchꝛeibet! vnd alßdenn 855 fNamen auff die Erden wüffet/ wird er deſſen Bildtnuß ſehen/ des Nafñ er auff 1 45
den gewoꝛffen hat.