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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCXXXI
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Das Sechezehende Buch. dexxrj

ſch mack bekommen. Wir haben aber von dieſen/ ſo von dem Gehoͤꝛ herkommen/ 19 5gehandlet/ wie dꝛoben angezeigt woꝛdẽ. Doch will ich noch ettliche von wegẽ der gleich-foͤꝛmigkeit hinzu ſetzen. Deshalben damit ich zu dem Handel komme/ ſagt mir Jacobus cines atge.Donatus ein reicher Herꝛ zu Venedig(welches Vatter nicht vaſt ein erbar Teben ge⸗ Htenen.fuͤhꝛet/ vnnd zu todt geſchlagen woꝛden) alß er ein Nacht bey ſeinem Weib geſchlaffen/

vnd ein Kertzen in der Kammer angezuͤndet/ vnnd auch in der Kammer zwo Seugam-men in einem hangenden Beth mit ſampt dem Kind gelegen/ welches noch nicht jaͤriggeweſen/ hat er die Thuͤr an der Kammer allgemach geſehen auff gehen/ vnd hernach ei-

nen Menſehen/ weiß nicht wer dieſer geweſen/ ſeinen kopff hineyn ſtoſſen. Dieſes habenauch die Seugammen geſehen/ vnd doch niemand dieſes angeſieht erkennet. Da iſt der

jung Mañ erſchꝛocken/ wie billich geweſen/ auff geſtanden/ ſein Schwert vnnd run-

den Schilt zu ſich genommen/ der Seugaſſien aber jede ein Liecht in dẽ Henden gehabt/

vnd in den Saal gangen/ ſo gleich an der Kamer geweſen/ da hat er alles beſchloſſen ge

funde: alſo iſt er mit groſſer verwunderung wider vmbkehꝛet. Das kind aber welches da-

mals friſch vnd geſund geweſen/ iſt an dem nachvolgenden tag geſtoꝛbẽ. Dieſes erzehlet

er mir mit groſſem ſeufftzen. ö)Desgleichen hab ich auch von meiner Mutter gehoͤꝛt/ welches kein abergleubiſche/ ein anders.aber Gottsfoͤꝛchtige Fraw geweſen: dañ wie ſie auff ein zeit ein Kind dꝛeyer Monat altbey jhꝛ gehabt /welches ſie von jhꝛem erſten Mañ bel nien/ vnd jhꝛ Mañ Antomus vonAlberen( dañ alſo hat er geheiſſen auch zugegẽ geweſen/ hat ſie einen gehoͤꝛt in der Kam-

mer ſpatzteren/ alß wañ es ein nackender were: da hat ſie von ſtundan dem Mañ geruͤfft/welcher diefes auch gehoͤꝛt/ ſie verwundertẽ ſich/ zitterte/ vnd foͤꝛchtẽ jhnen/ vermeyntẽ/

es were ein Wũderwerck:an de nachvolgendẽ tag iſt das Kind/ ſo friſch geſundt geweſen/geſtoꝛben. Dieſes hat die warhafftige Fraw/ die keiner eytelkeit ergebẽ/ ſelbs geſagt.Was ſoll ich von Ale xandro der Schotte Koͤnig/ dieſes Naiſiens dẽ dritten ſagenedieſer hat loanam Koͤnig Heinrichs in Engellandt/ des Naſſtens der date/ Schwe-ſter/ zu der Ehe gehabt. Wie dieſe ohne Kinder geſtoꝛben/ hat er widerumb deſſelbigenKoͤnigs Tochter Margareten zu der Ehe genomen/ auß welcher er Alexandrum, Da.uidem, Margareten bekomen. Nachdẽ dieſe alle geſtoꝛb/ hat der Koͤnig noch nichtwoͤllen alle hoffnung von eines Leibserben hinlegen/ vnd jhme zu dem dritten loletamoder lolantam des Graffens von Dracontien Tochter vermehlet: etliche ſagẽ/ es ſeyedes Graffen a Campaniẽ Tochter geweſen. Wie man nun in der nacht das Feſt ge⸗ Todteran.

halten/ haben ſie einen Todten/ der gar kein Fleiſch gehabt/ zuletſt an dem Tantz ehenhernach tantze. Wie dieſes der Koͤnig vnd die anderẽ vermercket/ ſeind ſie erſtlichen vbel

erſchꝛocken vnd fill geſtandẽ: demnach haben ſie dieſem vnfall nicht mehꝛ wollen vꝛſachgeben/ alſo nieht allein zur ſelbigẽ/ ſondern auch in nachgehendd zeite/ alle Schimpff

in den Hoch zeiten vnderlaſſen. Dieſes Geſicht iſt auch nicht vmb ſonſt geweſen: dañ in

diemſelbigẽ Jar iſt der Koͤnig auff einem Pferdt geſeſſen/ welches er nicht m ochte bewel-

gen/ vnd alſo herab gefallen vnd erſchlagen woꝛdẽ/ wie dieſes Thomas Leirmont/ deſ-

ſen weyſſagung nie gefehlet/ auch deſſelbigẽ tags/ voꝛhin angezeigt/ wie in der Merchie-en Graff von dieſem gefragt hette. Auff dieſes ſeind viel Zweytrachten vnd Aufftuhꝛẽervolget/ welche das treffenlich Koͤnigreich vaſt zu nichten gemachet. Dieſes iſt geſche-

8 hen/ alß man zahlt nach Chriſti geburt 1 250. Jar.

Es erzehlet auch eben derſelbig author Boethius ein ander Wunderzeichen von ei⸗ cue Volnem Geiſt/ auff dieſe Meynung: Jch hab verſtanden von etlichen ſo dieſes geſchẽ/ daß nin dem gand Marrea kuͤrtzlich ein Edle vnd ſchoͤne Tochter geweſen/ welche ſich nicht

in den Ehelichen ſtand begeben woͤllen/ iſt ſchwanger woꝛden. Wie nun deren Elterenn den Buler geſucht/ hat die Tochter bekeñet/ es ſchlaffe bey Tag vnd Nachtein ſchoͤner9 Juͤngling bey jhꝛ/vñ wuͤſte ſie nicht woher der keme. ob wol dieſe der antwoꝛt nichtvaſt glauben geben ſhaben ſie am dꝛitten tag auß der Magd anzeigung verſtanden/

* W daß der