be Das Gechezehende Buch. dcyloißwere allenthalben der Glantz vnd das Liecht. Es mag auch nichts auß dem Him mel he-rab fallen /darzu nemmen dieſe die Coͤꝛper nichts an/ legen ſie auch nicht wider von jh-nen/ weil dieſe zu aller Wirckung oligeſchickt. Des halben haben ſie beſondere Leib/ wel-liche wol auß getheylet/zu jhꝛen Wirckungen ſich ſchicken/ vnnd gantz ſchon in jhꝛer Artſindt. Weil die auch auß dem Lufft vnnd hoͤheren Element veroꝛdnet/ ſind ſie weich-kalt/ ſchwach/ vnd die gar bald etwas leyden. Was aber leydenlich vnd Sinnreich/ dasempfindet auch des Schmertzens: darumb ſind die auch ſchmertzhafftig. WellichesLeib aber ſchmertzhafftig/ deſſen Gemüt mag auch trawrig ſeyn/ alſo ſind die Geyſterſchmertzhafftig vnd trawrig:darumb muͤſſen dieſe auch foꝛchtſam ſeyn/ dann ſte leydengar bald/ vnnd werden durch das leyden bald ſchwerlich verletzet/ wie denn die weichenLeib zu thun gewohnt ſindt. Weil ſie denn gar leichtlich moͤgen beſchediget werden/muͤſſen ſie auch foꝛchtſam ſeyn. 1 e„Es muß aber in einer jeden hohen Verſam̃lung ein Oberſter oder Fuͤrſt ſeyn. Die-ſes geſchicht entweders von ſhme ſelbs auß Guͤtigkeit/ alß in Ewigen dingen: oder außNatur/ alß inn Bienlinen: oder auß Krafft/ alß in Menſchen. Dann welliche etwanin einem anderen fuͤrtrefflicher ſind/ die vnderſtehen auch andere zu beherꝛſchen/ vnd er-langen dieſes zu letſt. Es iſt aber vnder den Geyſteren auch ein herrliche Verſamilung-1 1 9 ſie auch Oberſte. Dieſes bekennet auch mennigklieh⸗ welliche die Gey-ff, 8 5.Weil aber bey einem jeden Schmerzen/ vnd bey Trawꝛig keit ein Zerſtoͤꝛung iſt/ vnd Wgahebereder Todt ein end der Zerſtoꝛung: wo auch etwas der einen Art gemein/ da findet man(erblich.auch das endt/auß wellichem volget/ daß auch alle leibliche Geyſter toͤdtlieh ſeyen. Daßes moͤgen vieleicht wol etliche ſeyn/ ſo keine Leib haben doch gehoͤꝛen dieſe nicht zu vn-ſerem Fuͤrnemmen/ inn wellichem allein von denen dingen gehandlet/ ſo man mit denSinnen verſtehen mag. Deshalben ſind die Geyſter vnſieh bare todtliche Thier/ ſoein vollkommenen Leib haben. Ich mag aber nicht eigentlieh wiſſen/ ob etliche vnderder Erden oder nicht darunder wohnen. Dieweil aber ſolliches auff vielerley weg kanverſtanden werden/ wurde ohne groſſe Vnruh vnnd Zoꝛn vnder vns ſo wenig ein vergleichung/ alß wenig im gegentheil zwiſchen den Menſchen vnnd Hünden/ oder Men-ſchen vnnd Pferdten geſchehen moͤchte. Dieweil auch vnder dieſen ein Vꝛdnung(wievos geſagt) muͤſſen etliche auß jhnen gar viel wiſſen/ die anderen aber vnerfahꝛen ſeyn.Wie auch die Hund in ettlichen ſtucken die Menſchen vbertreffen /alß einen Haſen außzu ſpuͤren/ vnd in zuͤchtigen G eberden ettliche rauhe vnverſtendige Voͤlcker: doch magkein Hund wiſſen/ was zu rechter Menſchlicher Beywohnung dienſtlich alß derMenſch /ob er wol gantz vnverſtendig. Alſo iſt auch ein jeder Geiſt in ſeiner Art weiſerenn der allerweiſeſte Menſeh/ vnnd weißt doch die ding nicht ſo den Menſt chen zuge-boꝛen. Wie auch die Hünd etwas erkennen/ ſo der Menſeh gar nicht verſtehet/ alß durchden Geruch ſeinen Herzen /oder ein lauffende Hündin ſo junge trege/ oder einen Ha-
ſen /oder eines anderen bellenden Hunds ſtimm: Alſo verſtehen auch die Menſchen
ewas/ welches allen Geyſteren in jhꝛer Akt vnbekanndt: wie vieleicht die Gcometrla,
Aithmetica/ vnd andere Kuͤnſt feind voꝛab ſo zu der Demonſtration vhnd etwas 5Jewiſſers zu beweiſen gehoꝛet. Dann die Beweiſung gehoͤꝛt zu der Vernunfft: es brau⸗ ö
chen aber(wie geſagt) die Geyſter kein Vernunft vnnd haben ſie auch nicht. Weilauch die Erkanndnuß zukuͤnfftiger dingen am groͤſten/ vnnd allein Gott vollkommen-b zugehsꝛig/ vnd aber auch bey den enſſerſten dingen gemein/ iſt glenblich daß dielter auch etwas von den Zukuͤnfftigen dungen wiſſen/ vnnd viel mehr denn dieMenſehen/ doch inn der vergleichung der Himmeltſchen Gewalten gar wenig. Esviſſen auch etliche viel mehr denn die anderen/ wie auch vnder den Menſchen. Des-halben weil auch die Oracula od Weyſſagungẽ durch jre zweiffelhafftige R edẽ die Leut
beuogẽ/ ſind ſie zu nicht woꝛden/ vnd alſo abgangen. Es ware vieſeicht auch die Pythia
A 5 e vnd
1