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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCXCVI
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derebß Von den Subeiliteten/bußfrichte/ denn viel Stein auff die Brumſtwerſfe. Dann alſo haben ertliche meineguten Freunden jhꝛe Behauſungen/ welliche nahe bey der Brunſt geſtanden⸗ erhalten.

klich geſchicht/ wann die Weld/ oder das Koꝛn vnd Fruͤcht brennen. Dann alſo magdas vberig erhalten werden/ wann dieſes Fewer erloſchen/ vnd dem groͤſſeren ſein Nah-

rung entzogen/ welliches ein nutzliche Erfindung iſt. Dann dergeſtalt ſind vnſere Weld

in Naverꝛen Landtſchafft erhalten/ vnnd iſt der Herꝛ daſelbſten offt auß groſſer Gefahrentlediget woꝛden. Darumb ſind die oꝛt ſo von ſhnen ſelbs brennen/ voll Bituminisoder geſchwefelten Peches vnnd Schwefelkreyden/ welliche mit Waſſer nicht moͤgen geleſcher denden n 8 1Bergdeina. Es iſt ein treffenliche groſſe Brunſt auff dem Berg Aetna in Sicilia. Es ſind zwoKlufften vnd tieffe Geng: der vnder iſt eng wie ein Sod oder Ziehebꝛunn/ mit einemSteinenen vnd engen Poꝛt vmbzogen: der ober ligt ein Steinwurff von dem vnderen/wie man ſagt. Dieſer Berg hat viel Roſſzleuff vmb ſich/ nemlich bey hundert tauſendt

Scheit. Er wirffet allenthalbẽ Aſchen herauß/ verduͤncklet alles mit einem Rauch/

zwen tag lang wann das Fewer angangen/ wie auch Plinius bezeuget. Doch iſt es zu

ſerer zeit etwas kleiner. Es iſt auch zu Puteolen(welches zwentzig tauſendt Schꝛitt vonNeapels gelegen) ein wenig darvoꝛ ehe ich dieſes geſchꝛieben/ ein groſſer Schaden durchdas Fewer entſtanden. Darumb gehen ſolliche Fewer an/ wo der Schwefel oder dz Bitumen wachſet/ der mehꝛertheil aber vmb das Meer/ weil das Bitumen der Schwe/

fel/ von des Meers Wuſt vnd Werme gemehꝛet wird.

Febalo d Es iſt aber dieſes Fewer/ ſo an dem Tag verboꝛgen/ allein zu Nacht geſehen wirdbaden(wie wi ſolliches auff dem Berg Apennino zu Mugellen erfahꝛen) den Beumen vndKreuteren vnſchedlich. Doch iſt dieſes zweyerley: das ein iſt ein recht Fewer/ ſo auß denDempffen entſtehet/ vnd mit der zeit ein Matery bekommet/ vnd alſo ein Schaden bringet: das ander iſt gantz vnſchedlich: dann es iſt kein recht Fewer/ ſondern alß ein Mate-ry im faulen Holtz/ welches zu Nacht allein dem Fewer gleich iſt/ vnd hat gar kein Werme. Alſo iſt vaſt ein Art des rechten Fewers der Helenæ Geſtirn/ mb den Segelbaumin dem Schiff/ welches herab fallende auch die Meſſenen Geſchirꝛ zerſchmeltzet/ eingewiſſe Anzeigung/ daß das Schiff werde vndergehen. Dann es kommet allein in groſ-ſem Vngewitter:es mag auch dieſer Dampff allein auß gantz dickem Lufft vnd ſtarckenWinden/ in dem Schiff zu ſammen getrieben werden/ vnd zumal brennen/ darumb esauch ein verderblichen Sehaden verkuͤndet. Wie auch dargegen des Caſtoris vnd Pol-lucis der Zwilling Geſtirn/ ſo man jezundt S. Peters vnd S. Niclaus heiſſet/ odedas zweyfach Liecht. In dem Oceano groſſen Meer ſicht man vnderweilk drey-vnd dieſes oͤffter denn zwey/ weil ein groͤſſere Bewegung voꝛhanden. Man nennet ſieS. Niclauſen/ S. Helenen/ vnd S. Claren: dann der Nammen iſt von der klarheit vonveralteten Heidniſchen Aberglauben kommen/ weil man auß einer Hiſtoꝛien vermeynees ſeye S. Niclaus der Schiffleuten Patron. Inn dem Meer aber ſo zwiſchen Artesvnd Europa hereyn lauffet/ ſind allein zwey Liechter vnnd mehꝛertheils auff den Rude-ren/ ſo von einem auff das ander mit einem Getoͤß wie die Voͤgel/ fliegen/ welliche desVngewitters End vnd ein Sicherheit anzeigen. Dann es hangen ettliche Dempff anden Ruderen/ welliche mit der zeit einer Kertzen geſtalt bekommen/ weil das Fewer voneinem zu dem anderen fahꝛet. Dieſe zeigen etwas gutes an/ weil ſie klein vnd nicht ze 6ſeind: dann ſonſt wurden ſie nur eines werden. Es werden auch dieſe bald verzeheg,

wiewol dieſe durch jhe fliegen betriegen: dann es ſeind mehꝛtheils viel/ welliche manlein für eines haltet/ weil gemeingklieh auß viele zu letſt nur eines wird /dz langwerkdSlwegagg. Alſo haben wir bißher von dem Fewer geredt/ vnd hiemit auch von der Blasbel.Nutzbarkeit meldung gethan: darumb auch billich/ daß wir deren Bewegung Viſa chanzeigen. Dann es geſchicht nichts nammhafftiges von dem Fewer/ das I hasbe 16