deer Vonden Subeiliteten/ 5nicht verderbet. Dann mehꝛertheils ſind die Hot da der Lufft hindurch gehet/ voꝛaban
8 hochgelegenen oꝛten/ elter denn dieeyngeſchloſſenen.i Es wird der Lufft auch von den Erdbiden vergifftet. Dann wann der Lufft herfüt5 kommet/ der ein lange zeit her inn der Erden verſchloſſen geweſen/ bꝛinget er ein groſſePeſtilent mit hm: darumb volgen gemeingklich auff groſſe Erdbiden/ vergifftete Pe-5 g Dieſe Plag entſtehet auch nach der Feulung/ alß nach groſſen Niderlagen/ Waſſersnoht/ vnd abgang der Hewſchꝛecken. Dieſe Peſtilentz kommen von dem Lufft. Well-che aber nach dem Hunger volgen/ ſi dd einer anderen Art. Doch enderet ſich die Peſti-
pel(welche voꝛ zeiten Byſantz geheiſſen) ein wunderbarliche Peſtilentz entſtanden/ wel-liche ein ſolliche Art gehabt/ daß die Krancken/ oder die kranck wolten werden o ermeyn-
ten ſie wurden von einem anderen Menſchen geſcblagen/ vnnd des halben alſo betrübt
daaß ſie in ſollichem Sehbecken ſturben. Zwar dieſes iſt gewiß/ daß ſo mancherley Ne-
Woa a. ſtilentz/ alz auch Zeyten ſindt: doch iſt keine die vber drey Jar were die Vꝛſach iſt mansen zer cherleh. Erſtlichen wann ſieſo lang gewütet iſt ſchiermemandt meh oo danden enſie hinnemmen moͤge. Demnach weil der Lufft einer gantz leichten Subſtantz/ magenkein lengere Feulung erdulden. Dann es iſt voꝛhin geſagt/ was gefaulet/ mag nieht mehz
Es iſt auch nicht wol muͤglich /daß der Lufft ein ſolliche zeit nie bewegt werde/ vnnd
ein Wind auß dem/ ſo zu faulen gemachet/ entſtande. Dann es iſt allen boͤſen dingendurch die Gnad Gottes/ ein ziel geſetzet. Die Schlangen moͤgen ſich nicht vber jr zahl.mehꝛen/ vnd mag kein groſſe Kranckheit vber viertzehen tag bleiben: alſo mag auch keingroſſes Vnglůck langwerend ſeyn. In der langwerenden vnnd gemachen Peſtilentz a-ber/ mag man kein gewiß ziel ſetzen/ wie auch in den Frantzoſ en oder boͤſen Blateren nit-welche von jhꝛem vꝛſpꝛung an/ mehꝛ den fuͤnfftzig jar geweret. Vnd ob wol diele ranckheit bey den Indianeren entſpꝛungen/ wird ſie doch bey vns erblich vnnd der Peſtilenzgleich. Von dieſem haben wir etliche Bůcher geſchꝛieb en:Die Peſtilentz ſo von dem Lufft herkommen /h aben des Giffts art: dann ettliche Gifftd vol e ſo alſo geboꝛen werden eee
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ſind von Natur alß dieſoa
von der Natur/ weil dieſe auch alle Kunſt vbertriffet. Doch ſind dieſe gar ſelgam vnkommen mehꝛertheils von der Kunſt her/ weil das Menſchlich Geſchlecht viel hoͤſeretwas boͤſes zu erdencken/ denn die Natur. Des halben hat die Natur in dieſem gern wol,len von den Menſchen vberwundẽ werden/ welches doch ſonſt gar ſeltzam iſt/ ſo ferꝛddie Stercke vnd Groͤſſe bey jhren bleibe. VMan ſagt /es ſeye in Nubia(Ptolemeus nennet es Marmarica) ein Gifft/ weleeiner Gerſten ſchwerond den Menſchen von ſtundan vmbbringet. Sehen Penber inn einer viertel Stund: darumb hat es ein treffenliche toͤdeliche Kraff,Man verkauffet je ein Vntz oder zwey lot omb hundert Gulden. Der Keu ffnret/ er woͤlle inn demſelbigen Landt ſolchen Gifft nicht brauchen gleich alß ward dekein Moͤrder were/ welcher die Leut in einem anderen Landt vmbbringe: oder aß waes minder ſeye die Leut vmb zu bringen/ denn Meyneidig zu werden. Jch wder Menſchẽ Thoꝛheit oder Voßheit ein groͤcſſerer jamer iſt. Es iſt auch eindeverzug/ denn in der ſchnelligkeit. Dann dieſe mimmet das Leben hinalle Hoffnung vnd d itum oder Wolffswurtz iten/vmbbꝛinge/ aa auch inn einem Jar oder inn zweyen/ vnnKrauts eynſammlung gleich. Dann der Todt verzeuelt