Buch 
Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCCXIII
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Das Ander Buch. d cexiijfind dieldienichewöllen darmic zu ſchaffen haben. Danndie Fürſten aſſendeeſes bie eeweil ſie ſich beſoꝛgen /man moͤchte hnen auch darmit vergeben. Es ſind auch deren we⸗ verhafer.nig/ die ſolehes konnen. So wollen die Weyſen dieſes auch nicht gebꝛauchen⸗ damit ſieniemandt ein boͤſes Exempel geben: ſo vermoͤgen die Vnverſtendigen hie nichts auß zu-rikhtẽ. Zu dem/ lieber welcher Geſundter wolte gern mit dieſem ſchedlichen Thier vmb-gehen? Es mag auch dieſes nicht ſchaden/ es werde denn in vollkomner Maß dargerei-chet/ vnd bleibe hangen. Die Fuͤrſten haben wider dieſes ein gute Verſicherung. S annes ſtehet den Verꝛeteren ein groſſe Gefahꝛ darauff⸗ nicht allein von denen/ wider welli-che es zubereitet/ ſondn auch durch ander Leuten willen/ damit nach vollbꝛachter Boß-beit auch kein Zeug mehr dieſes Laſters vorhanden.%%%Zn letſt/ welliche von Natur/ oder durch gute Küuͤnſt recht vnderwieſen/ wollen gerndieſer Kunſt muͤſſig gehen /weil ſie allein zu Menſehlichem verderben zugerichtet. Zwarch ſelbs bin gantz begierig geweſen/ alles zu erkundigen was dem Menſchen zu wiſſenmuͤglich/ hab allein dieſe Vnwiſſenheit für die hoͤchſte Kunſt geachtet. Jch hab auchnie darnach gefragt/ vnd wann mir einer ſolliche von jhme ſelbs angebotten/ hett ieh ſieaußgeſchlagen. Ja viel mehꝛ/ ſo ich etwan dieſem nachgedacht/ hab ich meh: getrachtetwie man ſolchem Gifft voꝛkommen vnd widerſtehen mochte. 8Deshalben iſt dieſes ein Hilff/ wann es nicht ſo lang hangen bleibet/ biß die Hand er⸗ ewarmer. Wann man ſich auch offt mit lawem Waſſer weſchet/ vnd ſich mit Rautenoͤl iſalbet. Jeß verſtehe meht das gemein ondern das der maſſen bereitet/ wie dz Spicanar,den vnd Garyophyllen oder Negelnoͤl/ bey den Apoteckeren. Jeh hab auch geſagt/ wañman das Fewer kecht darzů hebt/ daß es a llen Gifft außleſchet. Dann das Fewer leſchetetliche Gifft auß/ die anderen ſcherffer eo. Wann man es zu dem ot haltet lſchet es ollwegen auß: dañ deſſen Krafft nimet alle Feuchtigkeit hinweg. Es iſt auch ein jede troͤck-ne inn einer Feuchte. Dann wir ſeh en daß inn den trockenen Dingen gar kein Krafftalan mebte an ebnen Hanngwigeſage ind ale Elementfeude. Es wid auch daszuſammen geſetzet vermiſchet/ weil es feucht iſt: darumb nimmiet das Fewer ſo außwenWc daf emnwendig bogar zisig it alen GSiffehinweg⸗Eoſindaber die Gift inn-Perdig gar hitig. Doch ſcherffet das Fewerettühe Gifft dann Keyſer Nero hatt dieLocuftam/ welche Gifft bereitete /geſch lagen/ daß ſie nit gleich vmbgebꝛacht hatte. Al-ſo hate ſie diefes twiderumb gekochet(auff heutigen tag heißt es Sub limieren/ Di-ſtillieren.) Wann nun das Fewer damit vermiſchet/ nimet es die Krafft hinweg/ weildie ſubtilere Feucheigkeit ver eucht /in welcher des Giffts Krafft geſtanden. Wa manaber dieſes lauter diſtilliert/ oder Gifft mit Gifft vermiſchet/wird das Gifft geſcherffet.Alß in der Artzney thut dan eewas binzu das durchtnnget: ond ob wol dieſes dle Krafft

mindern fler mehetkesſie Wu wolken aber wideumpauffdie Hilf kommen..Die erſte iſt des Theriacks Tranck: dann wañ dieſer recht zubereitet/ mag niemand penalglauben/ wie nuͤtlich enſeye. Die andere die Mauß ſo Moylis genennet, dañ man ſagt-

daß dieſeallein Steckrͤben eſſen /vieleieht iſt dieſes Aconithumoder Wolffskraut/ odetwas anders/ von welchem 1 ontſollgeſage werden. Etliche glaubwirdige Per

1% durch die Erden graben well ſie gar klein iſt auch wie diefes Thier mit wunderbar-

Die Degrerdezudieſer Spe kenser ond lein Nahrung darvon habe: vnd welalleler von ſtundan ab dem Wolffskraur ſterben/ wie doch dieſe Mauß welliche ſehwe-

dear, liner weicher vn ein kürte eben här denn andere Thier des ſcharffen Giffte

bete gewohnen mogk. Wann aber dieles geschieht/ iſt vor angezeiget daß alles ſo Gifftiſſet/ demſelben auch widerſtande/ vnnd ein Algzipharmacum ſeye: dann dieſes iſt gatgut wider den Gifft. ZZJJͤMan ſagt/ es ſeye allein dieſes wargenommen woꝛden/ daß die groſſen Fliegen dieſen