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[Grundw.] (1831)
Entstehung
Seite
27
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Der Flufssand aus der Freyberger Gegend mufs stets vor dem Gebrauche geschlämmtwerden, da er sowohl an sich viele erdige Theile besitzt, als auch durch die in Flüsseund Bäche fallenden Wäschwasser ihm dergleichen noch häufig zugeführt werden.

W enn, tvie z. B. in Schneeberger Revier, Sand angewendet wird, welcher aus auf-gelöstem Granite besteht, so ist sehr darauf zu achten, dafs derselbe nicht zu vielFeldspath in seinem Gemenge enthält, welcher in aufgelöstem Zustande die Eigenschaf-ten thoniger Erden hat, und daher nicht günstig auf die Festigkeit des Mauerwerkeswirken kann.

§. 35.

Damit alle Zwischenräume des Kalkes mit Sandkörnern ausgefüllt werden können,müssen dieselben eine angemessene, weder zu geringe noch, für gewöhnliche Maue-rung, zu bedeutende Gröfse haben, am besten ist es, allen Erfahrungen zufolge, gro-ben und feinen Sand unter einander zu mengen.

Für den, freilich nur bei Tagebauen vorkommenden, Abputz wird gern feinererSand genommen als für die Mauerung. .

§. 36.

In Bezug auf die Gröfse der Körner, die der Sand haben mufs, welcher beymMörtel am besten anzuwenden ist, hat Förster die vom Doct. Higgins in England an-gestellten Versuche beschrieben. So alt dieselben auch sind, so wird es dennoch nichtohne Nutzen seyn, dieselben hier im Auszuge wiederzugeben.

Es wurden drey Sorten von Sand angewendet. Die erste, welche durch ein Siebmit§ Zoll weiten Löchern gefallen war, nennt Doct. Higgins Grand ; die zweyte, wel-che durch ein Sieb mit Zoll weiten Löchern gefallen war, nennt er groben Sand,und endlich die dritte Sorte , welche durch ein Sieb mit Zoll weiten Löchern gefal-len war, nennt er feinen Sand.

W enn er vom Grande zwölf Maafs, von willkiihrlicher Gröfse, nahm und damitgerade ein Glas anfüllte, so konnte er durch Aufstofsen und Rütteln des so gefülltenGlases den Sand so zusammensetzen, dafs er noch ein dreyzehntes Maafs dazu füllen

konnte.

Nahm er groben Sand, so konnte er nur zwey Drittheil des dreyzehnten Mäfschensdurch eben diese Behandlung hinzubringen.

Wenn er dagegen feinen Sand in dasselbe Glas füllte und einrüttelte, so brachteer in allem dreyzehn und ein Viertel Mäfschen hinein.

Es blieben jedoch zwischen den Sandkörnern stets noch Zwischenräume. Füllteer diese mit Wasser aus, so fand er, dafs er

1) zu den eingerüttelten 13 Mäfschen Grand noch 5 Mäfschen Wasser,

2) zu den 12f Mäfschen groben Sand noch 4£ Mäfschen Wasser,

3) zu den 13i Mäfschen feinen Sand noch 4 Mäfschen Wasser

einfüllen konnte.

Der grobe Sand setzte sich dabey sehr merklich zusammen; der feine Sand aberbis um ein Siebenzehntel des Ganzen.

Nun unternahm Doct. Higgins noch eine nähere Bestimmung seiner Sandarten durchdas Gewicht, und fand:

dafs ein gerütteltes Maafs Grand 20 Unz. 3 Pfenn.

ein gerütteltes Maafs grober Sand 21 - 18 -

ein dergl. feiner Sand 23 - 2-f

wog.

Aus Allem erhellt, dafs die Zwischenräume im Grande gröfser sind als im groben,in diesem aber noch gröfser als in dem feinen Sande.

Ferner mengte Doct. Higgins die verschieden Sandarten nach verschieden Ver-ältnissen und diese Versuche zeigten:

1) dafs 9 Mäfschen Grand und 9 Mäfschen feiner Sand zusammengemengt und ge-rüttelt 16f Mäfschen ausmachten,-

2) dafs 18 Mäfschen Grand und 9 Mäfschen feiner Sand 24 Mäfschen gaben.

Endlich fielen die übrigen Gemenge von Grand und feinem Sande, in verschied-

nen Verhältnissen, dahin aus, dafs 9 Mäfschen Grand gerade ein und ein halbes Mäfs-chen feinen Sand aufnehmen konnten, ohne ihr Volumen zu vermehren.

Auf eben diese Weise wurden

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