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auf 2
Theile Kalk
7
Theile Sandstaub,
- 1
-
3
feinen Sand,mittleren Sand,
- 2
-
5
- 5
-
12
groben Sand,
- 1
-
2
Kies,
nehmen sollte.
- 1
-
2
Kieselstücke,
Ausnahmen
von dieser Regel fänden
nur bey dem Zusammenziehen des Kalkes,
wenn es gemeiner, nicht hydraulischer, sey, statt (über welche Unterscheidung weiterunten mehr gesagt werden wird), oder durch die Volumenvermehrung gewisser Sande,in Folge ihrer Mengung mit Kalk. Im ersten Falle müsse man 1 — 2 ZehntheileKalk, im zweyten eine solche Art Kalk zusetzen, deren Volumen der Vermehrung desSandes gleich sey.
Aus Allem geht hervor, wie höchst verschieden die Bestimmungen sind, daherman sich am besten der in jeder Gegend, für die daselbst angewendete Kalkart, durchErfahrung gefundnen Sätze bedient.
Bey den Ausführungen beym Sächsischen Bergbaue und vorzüglich in der Freyber-ger Bergamtsrevier, nimmt man, einem Erfahrungssatze zufolge, auf 1 Tonne unge-löschten, oder die daraus zu erhaltenden 7% Cub. Fufs gelöschten Kalk 3 Fuhren Sandzu 18 Kübel, jeden zu 2500 Cub. Zoll Dresd. = 78-| Cub. Fufs Dresd., folglich dasVerhältnifs des gelöschten Kalkes zum Sande = 108:1125 oder = 1:10. Dem Ge-wichte nach, 1 Cub. Fufs gelöschten Kalk zu 70 Pfd., 1 Cub. Fufs Sand zu 50 Pfd.gerechnet, = 1 ■ 7,44.
Bey der Bestimmung der zuzusetzenden Sand-Menge nimmt man einiger Maafsendarauf Rücksicht, was mit dergleichen Mörtel gebaut werden soll. So wird inan fürWiderlager, Gewölbe u. dergl. den Mörtel gewöhnlich etwas fetter machen, als fürScheibenmauer und überhaupt solche, welche weniger durch die Festigkeit ihres Stein-verbandes nützen soll, doch darf dieser Unterschied nicht zu bedeutend ausfallen, dazu magrer, d. h. zu viel Sand haltender Mörtel schlechter als gar keiner ist.
§. 42.
Wie ich schon oben erwähnt habe, ist durch angestellte Versuche gefunden unddurch die Erfahrung bestätigt worden, dafs es am vortheilhaftesten sey, groben Sandmit feinem zusammengemengt, zur Mörtelbereitung anzuwenden, um die Zwischenräumedes Kalkes gehörig auszufüllen, ohne doch dessen Zusammenhang zu unterbrechen.
Gilly führt hierüber an, dafs ein angestellter Versuch gezeigt habe: dafs 1 Cub.Fufs Kalk mit 3 Cub. Fufs Sand gut vermengt werden könnte, ohne dem Volumennach mehr zu werden; ein Beweis für das Vorhandenseyn von Zwischenräumen im Kalke.
§. 43.
Die Menge des bey der Mörtelbereitung zuzusetzenden Wassers läfst sich ebenfallsnicht allgemein genau bestimmen, sondern mufs mehr der Erfahrung des Arbeiters über-lassen bleiben.
Der Mörtel darf nicht zu steif, noch weniger zu fliefsend seyn, sondern mufs einesolche Consistenz besitzen, dafs er von der schiefgehaltnen Maurerkelle oder Schaufellangsam, aber im Ganzen, nicht in Stücken, herabgleitet. Bey der Mörtelbereitungschadet ein zu grofser Wasserzusatz weit mehr als bey dem Kalklöschen, da dasselbesich nicht mehr, wie dort, absondern kann.
Dergleichen zu dünner Mörtel wird durch die Last der Steine aus der Mauer her-ausgeprefst, beym Trocknen aber reifst er auf und bleibt stets leicht zerreiblich.
Vor Allem ist ein schnelles und sehr gutes Durcharbeiten des Mörtels nöthig, umden Sand mit dem Kalke innig zu vermengen und in demselben zu vertheilen, so dafsjedes Sandkorn durch einen dünnen Kalküberzug von dem andern getrennt wird.
§• 44.
Um den Mörtel zu bereiten, wird eine kleine Quantität gelöschter Kalk, z. B. einigeSchaufeln voll, aus der Kalkgrube auf einen gedielten Platz, oder besser, in einenflachen Kalkkasten gestürzt, allmählig die erforderliche Quantität Sand hinzugesetzt,