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[Grundw.] (1831)
Entstehung
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93
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Stöfsen und durch Wegfällen, Abgleichen und Zuführen in der Sohle, erlangt hat, sowird die Oberfläche der Sohlplatten oder, der Sohlenmauerung nach einer, in der Mitteder Strecke, nach deren Streichen und Ansteigen gezognen Schnur gelegt: auf sie wer-den alsdann die Schablonen fiir. die eigentliche Stofs- und Forsten-Mauerung nach ei-ner zweyten, in dem Scheitel des Gewölbes gezognen Schnur aufgestellt.

§. 21.

Ein zweytes, unter diesen Umständen noch zweckinäfsigeres, jedoch auch kostspie-ligeres und vornehmlich bey noch mehr aufgelöster Sohle anwendbares Verfahren ist:

2 ) Ein umgekehrtes''Gewölbe, mit "der' inneren'. Wölbung, nach oben gewendet,in der Sohle anzubringen, auf dessen Fiifse man die übrige Mauerung aufsetzt, sodafs dieselbe dem ersteren Spannung ertheilt. Taf. X. Fig. 70. Auf diese Fiifse ge-radstirnige Scheibenmauer aufzusetzen und dieselbe oben durch ein Förstengewölbe ziischliefsen, Avie diefs ehemals gewöhnlich geschah, ist um so unzweckmäßiger, da,wenn in den Stöfsen wirklicher Druck vorhanden, die Scheibenmauer diesen nicht ab-halten kann, wenn aber keiner da ist, die letztere unnöthig wird und das Förstenge-wölbe seine Widerlager im Gesteine finden kann. Taf. X. Fig. 71. 72.

Diese umgekehrten Gewölbe werden seltner nach einem Halbkreise, als vielmehrnach einem noch flacheren Bogenstücke als die übrigen, gewöhnlichen Gewölbe , von2 bis 2£ Zoll Zirkel, gefertigt. '

Man wendet dieselben sehr häufig über Tage, bey Gräben und Wasserleitungenan, und bezAveckt dadurch soavoIiI, deren Seitenmauern einen festen Fufs zu geben, alsauch dem Erddrucke in den Seiten und in der Sohle zu begegnen. -

- Auch zu gemauerten Wassersaigen in-der-Grabe sind-dergleichen umgekehrte Ge-AA'ölbe sein- geeignet; wovon ich an seinem Orte Aveiter sprechen AA'erde.

Zu Aufführung derselben fängt man, nach Herstellung des nöthigen Raumes aufder Strecke und Austiefung der Sohle nach der dem SohlengeAvölbe zu gebenden Ge-stalt, mit Legung des Schlufssteines des Getvölbes nach der, in der Mitte in dem Strei-chen und Fallen der Sohle gezognen Schnur, an, an Avelchen man zu beyden Seitendie übrigen Wölbsteine, . nach kurzen, nur einstweilen befestigten und ungehaltenenSchablonen-Stücken, an mauert. Auf diese Grundlage, Avelche möglichst fest ziisänimen-gearbeitet Averden mufs, um ein fest verbundenes Ganze zu bilden, das nicht theilweiseinsinkt, kann man sodann die eigentlichen Schablonen für die übrige Mauerung aufdie mehr angegebne Art aufsetzen und befestigen.

§ 2f».

Diese Verfahren sind aber nur bey unganzem und gebrächem, nicht aber bey sovöllig aufgelöstem und zerriitetem Gesteine amv.endbar, dafs dasselbe die aufgesetzteMauerung nicht zu tragen vermag, sondern dieselbe durch ihre eigne Schwere einsin-ken läfst.

Eine dritte Art sich festen Grund zu v-erschaffen, welche man nicht nur dann,wenn die Sohle ganz abgebaut ist, sondern auch über abgeworfnen Schächten, bey An-legung von Radstuben u. dergl. an wenden hann, ist folgende:

3) Man legt unter der Streckensohle, in Entfernungen von, nach Verhültnifs derGesteinsfestigkeit in den Ulmen, 2 bis 4 Ellen von einander, Tragebögen vom Han-genden nach dem Liegenden an, setzt unmittelbar auf diese, oder deren mit Scheiben-mauer geebnete Rücken Erdbögen und auf diese die Seitenmauern mit FörstengeAVÖlbe,oder Avelche VerAvahrungsart man sonst gewählt hat. Taf. XI. Fig. 79 .

Trage- und Erd - Bögen Averden dann Avieder mit Bergen versliirzt oder gleich auferstere TrageAVerk, vielleicht auch nur Spundstücke, aufgelegt, über welchen das Trage-werk seine Befestigung in den Seitenmauern findet.

Statt der einzelnen Tragebögen kann man Avohl auch, vorzüglich bey vorhandnemganz freyen Raume in der Sohle, ganze Tragegewölbe schliefsen und durch diese dieErdbögen ersparen. Taf. XI. Fig. 80.

Diese nicht häufig vorkommende Mauerungsart setzt voraus , dafs das Hangendeund Liegende hinreichend feste Widerlager fiir die Tragebögen oder Tragegewölbe dar-auch kein Seitendruck durch kurzklüftiges Gestein statt findet, in welchem Falleüberhaupt allein die Scheibenmauerung anzubringen ist. Gegen Seitendruck im Gan-zen können hingegen die TragegeAVÖlbe zugleich als Spannbögen vorgerichtet Averden.

Anlagen dieser Art möchten sich daher eigentlich itn Allgemeinen genauer für un-