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haltbare und druckhafte Förste und Sohle geeignet, bezeichnen lassen, obgleich beynur solcher auch die Seitenmauern ganz wegfallen, das Förstengewölbe aber zwischenHangendem und Liegendem einzuspannen seyn würde.
Die Art der Ausführung dieser Mauerung wird aus dem früher gesagten hinreichenddeutlich abzuleiten seyn, indem es nur eine Zusammensetzung im Einzelnen schon be-schriebner Arbeiten ist, welche sich in folgender Ordnung an einander reihen: Herstel-lung des Raumes durch Abtreiben, Niederfüllen der Sohle, Hauen der Widerlager fürdie Tragebögen, Legen der Bogenstege, Aufsetzen der Lehrbögen, Aufmauerung derTragebögen, Hauen der Widerlager für die Erdbögen auf den Tragebögen, (besser istes, die Steine derselben vorher zuzurichten,) Legen der Bogenstege und Aufsetzen derLehrbögen für die Erdbögen, Aufmauerung derselben, Aufstellen der Seitenmauern undSchlagen des Förstengewölbes.
§. 26.
Ist endlich nirgends festes Gestein zu finden, die Sohle weich und nachgebend, somufs ganz umlaufende Ellipsen - Maueruug angelegt werden. Taf. XI. Fig. 80.
Diese kann daher auf abgebauten Strecken, aus denen die Sohle aus altem Manneoder aufgelöster Gangmasse besteht, oder auch in schwimmendem und dem ähnlichemGebirge, Vorkommen.
ln ersteren beyden Fällen kann ihre Anwendung nur dann statt finden, w'enn manüberzeugt ist, dal's, bey altem Manne nie, bey aufgelöster Gangmasse höchstens nuretwa in bedeutender Teufe unter dieser Sohle, in Zukunft eine Strecke oder ein andrerBau darunter betrieben werden wird. In schwimmendem Gebirge, welches nur bey La-gerbergbau zu finden ist, wird diefs an und für sich selbst schon nicht so leicht derFall seyn.
Für Streckenmauerung wird daher die ganz umlaufende Ellipse selten irgend weiterals auf Hauptstölln gewählt werden.
Zu ihrer Herstellung ist, wie zu der in §. 24 angegebnen, des Sohlengewölbes, dasErste : eine Schnur in der Mitte der Sohle der Strecke nach deren Streichen und Fal-len zu ziehen. Nach ihr werden, (nach Herstellung des freyen Raumes) auf eine ge-wisse Länge die Schlufs- oder hier vielmehr die Anfangs - Steine gelegt und nöthigenFalles abgespreizt, bis die nächsten, nach einer kurzen, für das untere Bogenstückgeschnittne Schablone, welche nur angehalten wird, an und aufgemauert sind. Ist manauf beyden Seiten ein Stück heraufgerückt, so werden auf dasselbe die Schablonen fürdie ganze Ellipse aufgestellt und befestigt, oder auch wohl gar aufgehängt, worauf dieMauerung auf die gewöhnliche Weise fortgeführt wird.
Mauerung dieser Art mufs ganz fest und dicht zusammengearbeitet seyn, so dafssie eine hohle, undurchdringliche, sich nur im Ganzen senkende Röhre bildet. Einsolches Senken wird jedoch auch nur in sehr lockerem, altem Manne und in ganz auf-gelöster Gangmasse statt finden.
In schwimmendem Gebirge hält sich der ringsum darauf Avirkende Druck mehr imGleichgewichte und die Mauerung gleichsam schwebend in der aufgelösten Masse. Ihmmufs die Kraft gleich seyn, nach welcher das Ganze zusammengesetzt ist.
Ueber die Mauerungsarbeiten in Avirklichem, schwimmendem Gebirge Averde ich amSchlüsse dieser Abhandlung mehr sprechen.
§. 27.
Ein etAvas abAveichendes, Verfahren hat man bey einigen Mauerungs- Anlagen inaufgeschAvemmtem, rolligem und dem schwimmenden ähnlichem Gebirge, in Sand unddergl. beobachtet, indem man die Ellipse nicht ganz umlaufen liefs, sondern sie auf ei-nen hölzernen Rost setzte. Taf. X. Fig. 74. 75. 76.
So unter änderen im Mänsfeldischen, bey der in den Jahren 1801 und 1802 imGange gewesnen Neu-Ausmauerung mehrerer Puncte des Froschmiililenstollns, Avoriiberich der dadurch zu gebenden allgemeineren Uebersicht wegen , etAvas ausführlicher spre-chen Avill.*)
Das Gebirge, in Avelchem man bey dieser Ausmauerung Rost legte, bestand ausrolligem Stinksteine, sogenannter schwimmender Asche, feinem Flufs- und groben Ge-
*) Die vom Hm. Berggeschwornen Erdmenger in Sangerhausen zusammengestellten näheren Angaben überdiesen Gegenstand verdanke ich der gütigen Vermittlung des Hrn. Bergrath Freiesieben.