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[Grundw.] (1831)
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flaches Spanngewölbe noch sichere Unterstützung findet, so kann auf dieses ein Stutz-gewölbe, oder eine theilweise Ellipse aufgesetzt werden., Taf. XIII. Fig. 100.

Fällt hingegen auch die Möglichkeit dieser Unterstützung weg, indem sich dasLiegende im Ganzen zieht, so mufs die Anlage behandelt werden, als wenn Förste,Hangendes, Liegendes und Sohle unganz wären und gar keinen Stützpunct darböten.

§ 40.

Noch mufs ich einer sehr einfachen Art von Streckenmauerung erwähnen, welcheDelhis in seiner Anleitung zur Bergbaukunst p. 248 als auf sehr mächtigen Gängen undweiten Strecken anwendbar, angiebt und welche darin bestehen soll: dafs nehinlich,Taf. XII. Fig. 96, nur auf der einen Seite, oder auf beyden Taf. XIII. Fig. 101senkrechte Mauern von Bruchsteinen, oder dazu geeigneten Bergwänden bis in die För-ste aufgefiihrt, oder auch noch unter derselben mit Stempeln überlegt , und mit aufge-stürzten klaren Bergen bedeckt werden.

Diese Mauerung ist eigentlich mehr eine regelmäfsige Art Bergversatz, zum Aus-füllen des überflüssigen Raumes, und kann daher nur etwa das Losziehen von Schalenan den unmittelbar dadurch unterstützten Puncten verhindern, oder auch wohl den ge-rade von diesen Puncten ausgehenden Druck abhalten. Die Verwahrung durch Stempelund Deckholz fällt überdem ganz in das Gebiet der Zimmeruug.

§.41.

Aus dem bisher Gesagten ist nun ersichtlich gewesen, dafs man in neuerer Zeit,wo es irgend zweckdienlich und mit Vortheil ausführbar gewesen ist, bey der Gruben-mauerung die Ellipse im Ganzen und in einzelnen Theilen ahgewendet hat.

Es sey mir daher erlaubt diese Mauerungsart, welche für die Grubenmauerung vonso umfassendem Nutzen, und fast unter allen Umständen auszuführen möglich ist, nochfür sich besonders etwas näher zu behandeln.

Die allgemeinen und Haupt-Rücksichten, welche bey Bestimmung der Dimensionenund bey Entwerfung der Figur der Ellipse, nächst der auf Art und Richtung des Druk-kes zu nehmen, sind die auf die Bestimmung der Strecke, nehinlich: aj ob die Streckefür welche die Ellipse bestimmt ist, mehr zur Fahrung und Förderung, oder b) ob siemehr zur Führung grofser Wassermengen bestimmt ist.

Im ersteren Falle wird die Ellipse nicht zu hoch , aber oben mehr rund angelegtwerden, um den darin erhabnen freyen Raum aufs Beste benützen zu können; im aride-ren Falle, welcher vorzüglich bey Stölln eintritt, wird sie hoch, auch wohl unten et-was weiter als oben angelegt.

Beyde Bestimmungen ändern sich indefs auch oft sehr nach den örtlichen Verhält-nissen. So wird z. B. im zweyten Falle, bey Stölln und Strecken auf flachfallendenGängen, dem unteren Theile der Ellipse gern schon an sich eine gröfsere Weite, derganzen aber eine ' geringere Höhe, gegeben, um mit ihr so viel als möglich auf demGange zu bleiben und nicht zu tief in das Liegende oder Harigende, oder in beydezugleich hineingehen zu müssen. Ist jedoch die Gangmasse sehr gebräch, so dafs mandie Strecke dennoch weit in das Liegende legen und in diesem hier zu viel ausschüe-fsen miifste, so macht man die Ellipse lieber höher, und lälst sie wohl zugleich mit deroberen Kappe in das Hangende reichen.

Für die Stollniriauerung, welche meist regelmäfsiger und mehr nach einem be-stimmten Plane hergestellt wird, und der Beschaffenheit des Betriebes zufolge werdenkann, als die in den Fundgriibner - Bauen, hat man bey dem Sächsichen Bergbaue be-stimmte Dimensionen nach denen festgesetzt, welche die Stölln nach Maäfsgabe ihrerBestimmung zu erhalten pflegen. _

Für gewöhnliche Stölln und Strecken erhalten daher diese Ellipsen If Lr. lichteHöhe, incl. Lr. für die Wassersaige, und Lr. lichte Weite.

Für Hauptstölln und Strecken, welche viel Wasser zu führen haben, oder überhauptfür solche, von denen man erwarten lcanri, dafs sie bedeutende Baue lösen werden,Siebt man der Ellipse 1$ Lr. lichte Höhe-, -.'incl. f.Ib» Wassersaige und .§ bis f Lr.Weite.

Diese Weite richtet sich dann aber auch sehr nach den vorhandnen freyen Räumen.

Grof se Revierstölln endlich erhalten bis 2 Lr. Höhe, nicht leicht aber mehr als |Lr. Weite. So hat z. B. die Ellipse, nach welcher der Umbruch des Alten tiefen Fur-stenstollns in der Freyberger Bergamtsrevier vom Muridloche herein in Mauerung gesetzt

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