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ist,' (welches eine wirkliche, geometrische Ellipse) 2 Lr. 17 Zoll gröfste lichte Höhe,69 Zoll gröfste lichte Weite, wobey das Tragewerk 1 Lr. unter dem Scheitel liegt.Taf. XV. Fig. 116. A. B.
In der Schneeberger Revier, wo man auf den Königlichen Stölln diese Art Maue-rung in sehr bedeutender Ausbreitung anwendet, auch, schon der örtlichen Verhältnissehalber, mit der gröfsten Sorgfalt und Genauigkeit ausführt, sind die, schon von demehemaligen Oberkunstmeiter Baldauf zu 'Freyberg, bey Gelegenheit der Entwertung ei-nes Planes zur Ausmauerung aller druckhaften Puncte auf dem Stölln, gegebnen Be-stimmungen für die verschiednen Fälle folgende:
1) Wenn der Grund schlecht ist, auch beyde Seiten und die Förste verwahrt wer-den müssen, und man daher auf die §. 50. näher zu beschreibende Art Grundmauernvon Werkstücken aus Granit aus der Wassersaige heraufführen mufs, auf welchen dieEllipse aus Bruchsteinen aufgeführt werden mufs, erhält sie die Gestalt nach Taf. XIV.
Fig. 106.
2) Auf Puncten, wo auf der einen Seite vom Tragewerke nieder bis auf die Sohleder AVassersaige gutes festes Gestein vorhanden, auf der anderen aber dasselbe feig,und daher die Wassersaigensohle zum Grund anzunehmen ist, wird der Stölln, wegendes vorhandnen Seitendruckes, nach Taf. XIV. Fig. 107 ausgemauert.
3) Wo auf beyden'Seiten, vom Tragewerke nieder, festes haltbares Gestein vor-handen ist, wird die Mauerung nach Tab XIV. Fig. 108 aufgeführt.
4) In der oberen Revier des tiefen Marc Semmler Stöllns, wo auf einigen Puncten
Zu befürchten stand, dafs, wegen abgebautem Felde, und scbmerklüftigem Gesteine, vomHangenden, von dem sich bereits ganze Schichten abgezogen hatten, sich gröfsereStücke abtrennen würden, wurde die hangende Alauer auf das liegende feste Gesteinaufgesetzt, und förstweise mit demselben verbunden, die Wassersaige im ganzen halt-baren Gesteine ausgehauen und mit Steinplatten abgedeckt; wie das Ganze in Taf.XIV. Fig. 109 dargestellt ist. - -
5) Ferner, auf Puncten, wo die Sohle und das liegende Gestein fest, das Hangendeaber so schmerklüftig und lästig war, dafs die stärkste und kostbarste Zimmerung denSeitendruck nur höchstens auf eine kürze Zeit abzuhalten vermochte, verfuhr man inder durch Taf. XIV. Fig. 110 gezeigten Art.
6) An denjenigen Puncten endlich, wo auf dem Stölln, vor Anlegung neuer ellip-tischer oder andrer Stollnmauer, übersetzende Gänge bekannt waren, oder Stölln-Flü-gel abgingen, auch die Wassersaige von weniger Tiefe war, wölbte man, um ersterezu allen Zeiten belegen und fahrbar machen zu können, nach der in Taf. XIV. Fig.110 angegebnen Figur, Seitenellipsen ein, welche zum Durchschallen der Materialienund zur übrigen Förderung weit und hoch genug sind.
Die Construction aller dieser Ellipsen geht aus den Zeichnungen, verglichen mitden im vorigen Abschnitte darüber gegebnen Regeln, deutlich hervor.
An sehr nassen Stellen sind über den Gewölben Lettenbetten geschlagen, diesemit Steinplatten oder Brettern abgedeckt, und in dem Gewölbe selbst, zum Durchgängedes AVassers, Oeff'nungen gelassen. Fig. 109.
Die Tiefe der Grundmauern unter dem Tragewerke richtet sich nach den örtlichenVerhältnissen und ste’gt bis zu 1^ Lr.; unten werden sie stärker und verengen dadurchdie AVassersaige. Die darauf gestellte Ellipse läfst auf jeder Grundmauer einen Vor-sprung von 3 Zoll Breite, welcher zur Auflage fiir die Tragewerksstege dient. Die andiesen Puncten statt findende gröfste AVeile der Ellipse beträgt 3 Ellen bis 3 Ellen 12Zoll; die lichte Höhe über denselben 3 Ellen 18 Zoll bis 4 Ellen; die Mauerstärke istmeist 1 Elle.
§. 42. ‘
Ein anderer bey der Herstellung der Ellipse in der Strecken- und Stollnmauerungzu erlangender Vortheil ergiebt sich aus der dabey anwendbaren Art der Abtreibezim-merung, der vornehmlich in Schneeberger Revier allgemein in Ä nwendung genomme-nen, sogenannten Sparrnzimmerung, Taf. XIV. Fig. 112, bey welcher inan, gegendas Abtreiben mit ganzen Thürstöcken, wie es vornehmlich für die ältere ganze Stolln-mauerung nöthig war, Taf. XIV. Fig. 113, an frey zu machendem Raume die Eckena und b, an Zimmerung selbst, in der Länge der Kappe c erspart.
Die Gröfse dieser Erparnifs .wird noch näher aus einem, bereits iin Jahre 1§07,