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[Grundw.] (1831)
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bey Gelegenheit der damaligen commissarisehen Stollnrevision, von dem Steiger derunteren Revier des tiefen Marc Semmler StoJIns, gefertigten und, so weit es möglich,nach den jetzigen Preisen abgeänderten, vergleichenden Ueberschlage hervorgehen, wel-chen ich in Abschnitt VIII. §.12 beyfiigen werde. ,

In Schneeberg treibt man bey dieser Sparrnzimmerung gewöhnlich mit 5Jt Ellelichter Höhe, über,, und 6f Elle lichterWeite auf, dem. Tragewerke, und so ab, dafszwischen der; Abtreibezimmerung und der einzubauenden Ellipse noch gegen 12 ZollRaum bleibt.

§ 43..

W ie schon erwähnt, ist die neueste Anlage dieser Art in Freyberger Revier, dievom Mundloche an, 25 Lr. lange Ellipsen - Mauerung auf dem Umbrüche des Alten tie-fen Fiirstenstollns. Sie hat 7 Ellen 17 Zoll lichte Höhe, 2 Ellen 21 Zoll gröfste lichteWeite, 1 Elle Mauerstärke. Die Gestalt dieser ganzen Mauerungsanlage, sammt demdazu gehörigen Mundloche, ergiebt sich aus Taf. XIV. Fig. 116, die Kosten der Aus-führung sind in Abschnitt VIII. §. 10 enthalten.

In den übrigen obergebirgischeu Revieren ist, wie überhaupt die ganze Mauerung,so auch in dieser wieder, die Anwendung der Ellipse nicht sehr häufig. Man beschreibtsie in denselben meist aus drey Mittelpuncten, zuweilen aber auch aus mehreren. Sofindet sich z. B. in der Marienberger Revier auf dem Hauptstolln, vom Brüderschachtein Abend, ein ganzes elliptisches Gewölbe aus sieben Mittelpuncten beschrieben. Taf.XIV. Fig. 114.

§. 44 .

Eine zu Ende des vorigen Jahrhunderts auf den Freyberger, wie auf den Stöllnandrer obergebirgischen Reviere, nicht selten angewendete Art der Streckenmauerung,waren die sogenannten stehenden und Spat-Bögen. Taf. XV. Fig. 118. A. B.

Es wurden nehmlich, in 3 bis 6 Ellen Entfernung von einander, gewöhnliche Bö-gen in der Förste der Strecke geschlagen, von wenigstens 2, aber auch bis 4 EllenWeite, die indefs auch zuweilen bis in ganze Gewölbe, von 10 Ellen Länge, übergin-gen, deren Sehnen, wie natürlich, in dem Winkelkreuze des Streichens der Streckelagen. Auf ihren Stirnen wurden Widerlager zu anderen Bögen hergestellt, deren Seh-nen in dem Streichen der Strecke lagen, indem sie selbst auf die ersteren Bögen auf-gesetzt wurden.

Diese ersteren nannte man Spat-, letztere stehende Bögen, weil man zufällig dieersten Anlagen dieser Art auf einem stehenden Gange ausführte.

Die Steine für die Spafbögen wurden gleich Anfangs nach der Form der auf ihnenvorzurichtenden Widerlager behauen, bevor sie vermauert wurden, wobey indefs vielezerbrachen.

Man machte diese Anlagen auf saigern wie auf flachen Strecken. Auf letzteren,und bey geringerer Haltbarkeit eines der Stöfse, gab man der Sehne 15 bis 20 GradAnsteigen über ihre eigentliche, . auf dem Fallen des Ganges rechtwinkliche Lage.

Anfangs gab man diesen Bögen 3 Zoll, später Zoll Zirkel. Die Spatbögenerhielten bey der gewöhnlichen Slollnweite von£ bis § Lr. 1% Elle Stärke, wovon dieoberen 18 Zoll, vom Scheitel niedergemessen, die Widerlager für die 1 Elle starkenstehenden Bögen abgaben.

Der Nutzen, welchen man durch diese Kreuzbögen zu erlangen beabsichtigte, be-stand in der Ersparung eines Theiles der in dem Gesteine zu hauenden Widerlager,welche Ersparnis in dem Verhältnisse der Entfernung, in welcher die Spatbögen voneinander geschlagen Wurden, und der danach bestimmten Länge der stehenden Bögen,zu der Breite der ersteren, stand, und ohngefähr f der ganzen Länge betrug. Da je-doch diese Art Mauerung weiter in die Förste hinausbaut, so mufs für dieselbe auchweit höher abgetrieben werden, als für gewöhnliche Förstengewölbe.

Nimmt man nehmlich bey | Lr. Streckenweite die Spatbögen, in 6 Ellen Entfer-nung von einander, zu li Elle Stärke mit Zoll Zirkel, die stehenden 1 Elle stark,6 Ellen weit, mit 3-| Zoll Zirkel, an, so würde die Höhe des Abtreibens, vondein un-tersten Fufseder Widerlager für die Spatbogen an gerechnet, 4 Ellen £ Zoll betra-gen müssen, als: