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[Grundw.] (1831)
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Es wird hierzu mit einer der Mächtigkeit des Ganges und der Festigkeit des Ne-bengesteines angemessenen Spannweite und gewöhnlich von dem Liegenden nach demHangenden stark ansteigender Sehne, ein Gewölbe von 1£ bis li Elle Stärke, und soviel Länge geschlossen, dafs die äufseren Flächen der an beyden Enden auf das Ge-wölbe aufgesetzten Scheibenmauer für die langen Stöfse. der Radstube, in die Stirnendes Gewölbes fallen.

Der Rücken des Gewölbes wird mit kleinen Steinen ausgeglichen und mit Lehmeüberrammelt, auf welchem die Radstubentäfelung vorgerichtet wird.

Dergleichen Radstuben findet man auf sehr vielen Gruben.

§. 90.

Ist eine Radstube wegen geringer Gesteinsfestigkeit in den ganzen langen Stöfsenin Mauerung zu setzen, so bleibt diese Art der Unterstützung durch auf dem Gange ge-schlagne Fufsbögen und Fufsgewölbe dieselbe, nur dafs letztere dann meist ihre Wider-lager tiefer im Gestein erhalten müssen. Auch ist es dann zuweilen nöthig, dieselbenunter der ganzen Länge der Radstube hinzuzielin; aufserdem steht aber auch der übri-ge, aufserhalb des Ganges liegende Theil der Mauerung auf ganzem Gesteine. Taf.XXIIL Fig. 145. Aut diesen Bögen werden die langen Stöfse der Radstube, in Schei-benmauerung bestehend, aufgesetzt, welche auf der inneren Seite etwas Krümmung nachaufsen erhält, weniger um dem Seitendrucke auf eine grofse Fläche zu widerstehen,als vielmehr um für die in der Radstube meist in der Mitte,.an der Welle vorkommen-den Arbeiten etwas mehr Raum neben dem Rade zu erhalten.

Diese Krümmung pflegt nicht, wie die bisher vorgekommene, nach Theilen derElle bestimmt zu werden, sondern man giebt sie mehr willkührlich, bei 20 bis 24 EllenLänge der Radstube in der Mitte, 8, 12 bis 18 Zoll mehr Weite als an den Enden.

Die äufsere Breite der Radstube bleibt dabey durchgängig gleich und die innereKrümmung der Stirn wird durch das Abnehmen der Mauerstärke nach der Mitte zu her-gestellt. An den Enden erhalten diese Mauern 1 Elle 12 Zoll bis 2 Ellen Stärke.

Früher standen diese langen Stöfse durchgängig in geradstirniger Scheibenmauerung,doch bemerkte schon der ehemalige Maschinendirector il lende zu Freyberg, dafs der-gleichen meist sehr bald nach .ihrer Aufführung in der Mitte der Höhe nach Innen aus-bauchte, Er schrieb diefs dem zu schnellen Aufmauern und Belasten der unteren Mauer-schiehten zu, bevor noch der Kalk in denselben gehörig erhärtet sey und schlug eineder Mauer gleich Anfangs in der Aufführung zu gebende Krümmung nach Aufsen vor.Der eigentliche Grund dürfte indels wahrscheinlich derselbe gewesen seyn, welcherüberhaupt die erste Veranlassung zur Aufführung krummstirniger Scheibenmauerung ge-geben hat, (s. Abschn. IV. . §. 9.) nehmlich das Zusammensetzen der Mauer auf deräufseren, weniger zusammengearbeiteten Seite.

§91.

Weniger häufig sind bey Radstuben unter Tage auch die kurzen Stöfse zu verwah-ren, und auch diese alsdann nur theihveis, da vornehmlich das gewöhnlich haltbarereliegende Gestein diefs seltner nöthig macht.

Diefs geschieht alsdann durch geradstirnige Scheibenmauer, von derselben Stärkewie die in den langen Stöfsen, welche in dem hangenden kurzen Stöfse auf das Fufs-gewölbe oder das auf dasselbe aufgesetzte Abzugsröschen-Gewölbe, in dem liegendenkurzen Stöfse aber auf das Liegende seihst, aufgesetzt wird. Taf. XXIII. Fig. 146.

§ 92.

Bey auf Gängen stehenden Radstuben wird gewöhnlich auch die Förste ganz oderwenigstens zum Theil zu sichern seyn.

Man erreicht diefs durch eine in einem vollen Tonnengewölbe bestehende Haube,welche man, ehemals mit gleicher Weite wie die Radstube,. auf die langen Stofs-Mauern aufsetzte. Taf. XXIII. Fig. 145. Jetzt giebt man ihr, wenn die langen Stofs-mauern in krummstirniger Scheibenmauer stehen, gern die mittlere gröfste Weite'derRadstube; bey oberschlägigen Rädern aber vergrölsert man diese Weite noch mehr, sodafs auf den langen Stofsmauern auf jeder Seite wenigstens noch 6 Zoll Auflage fürdie Stege des über dem Rade liegenden Aufschlags - Gerinnes bleiben, welches seinenPlatz in der Haube'findet. Taf. XXIII. Fig. 146. Taf. XXIV. 147.

Ist nun das Hangende übrigens haltbar, so wird bey oberschlägigen Rädern die ge-mauerte Haube nur über dem Aufschlagsgerinne, nicht aber über das ganze Rad hinge-