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legt, und der Ratun über demselben auch nicht länger und weiter ausgehauen, als esgerade für dasselbe nöthig ist. Taf. XXIII. Fig. 145. 146.
§. 93.
Bey ganz gemauerten Radstuben sind alle vier Stöfse auf die schon beschriebne Artaus ganz oder nur theilweis auf Bogen und Gewölbe gesetzte Scheibenmauer aufgeführt,oben aber in ihrer ganzen Länge durch ein Tonnengewölbe bedeckt, aufser wenn sieüber Tage stehen, wo man nur eine leichte hölzerne Bedachung darüber aufzusetzenpflegt. Taf. XXIV. Fig. 147.
Der auf die Haube wirkende Druck wird nicht leicht so grofs seyn, dafs dieselbenicht mit 1 bis fi Elle eine hinreichende Stärke erhielte.
§. 94.
Kommt das Aufschlaggerinne in dem Streichen der Radstube an dieselbe heran, sokann es bey oberschlägigen Rädern gleich in die Haube, oder bey mittelschlägigendurch eine mit einem vollzirklichen Bogen überwölbte Oeftnung in dem hinteren kurzenStöfse, meist im Liegenden, eintreten. Kommt es aber imn der Seite, in den langenStöfsen ein, so wird es bey oberschlägigen Rädern durch eine elliptisch gemauerte oderauch mit Scheibenmauer und aufgesetztem Tonnengewölbe verwahrte, an die Haubeanstofsende, Rösche in dieselbe geführt. Taf. XXIII. Fig. 146. Taf. XXIV. Fig. 147.Eben so verfährt man, um das Aufschlagewasser in einer oder der anderen Richtung ausder Radstube abzuführen, nur dafs hier statt der Rösche, meist nur eine in den langenStöfsen eingewölbte Oefi'nung hinreichend gefunden wird.
§. 95.
Fällt das Wasser von einem oberen Rade gleich auf ein auf demselben Gange un-mittelbar darunter hängendes, so wird an das Tragegewölbe der oberen Radstube so-gleich die Haube der unteren angestofsen; und das erstere durchbrochen, um durch das-selbe die vom oberen Rade abfallenden Wasser sogleich auf das untere zu führen. Taf.XXIV. Fig. 148.
§. 96.
Ehemals wendete inan auch in Radstuben gern Spannschichten an und der Maschi-nendirector Mende schrieb selbst vor, dergleichen wenigstens von 4 zu 4 Ellen einzu-legen. Jetzt geschieht diefs um so seltner, da man überhaupt, wie schon oben bemerkt,deren Anbringung nicht für besonders nützlich erachtet.
Sollte eine Radstube bedeutenden Seitendruck abzuhalten haben, so können dielangen Stöfse in eigentliche, auch der äufseren Fläche nach, krummstirnige Scheiben-mauerung gesetzt werden, welcher man dann verhältnifsinäfsig mehr Zirkel giebt.
Noch zvveckmäfsiger würde es seyn, in solchen aufsesordentlichen Fällen die langenStöfse in geradstirnige Scheibenmauer, die ganze Radstube aber in eine Umfassung vonzwey krummstirnigen Scheibenmauern zu setzen, Taf. XXV. Fig. 149. und die Ge-stänge zwischen diesen und den eigentlichen langen Stöfsen der Radstube niederführen.Durch dieses Verfahren würde die Radstube selbst dem Drucke und daher der Gefahrnicht ausgesetzt werden, dafs ersterer die langen Stöfse verschöbe und dadurch das ganzeGezeug aus seiner richtigen Lage brächte.
§. 98.
Ganz umlaufende Ellipsen würden, des dadurch erzeugten unbenutzbaren Raumes inden Kappen halber, eben so unzweckmäfsig seyn, als sie es in Schächten sind. Sollteaber der Druck auf die langen Stöfse so ungemessen stark seyn, so könnte man dieseendlich als wirkliche liegende Gewölbmauer herstellen, weiche ihre Widerlager imfesten Gesteine fänden, und zwischen denen die kurzen Stofsmauern eingesetzt würden.Taf. XXV. Fig. 130.
§. 99.
.Wenn durch das Streichen die Lage der Radstuben genau bestimmt, Länge undWeite gegeben ist, so wird die innere Gestalt derselben meist ohne Schablone und aufdie Art hergestellt, dafs die Arbeiter nach der gegebnen kleinsten und gröfsten Weitedie innere Krümmung aus freyer Hand zu erreichen suchen. Aufserdem können aberauch wohl Schablonen in gewisser Höhe über einander gelegt werden. Uebrigens ar-beitet man ganz nach dem Lothe.