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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Schmelzmaterialien. Kalireiche Gesteine.

bende Bestandtheil, überzeugte sich aber im Verlaufe seiner Experimente davon,daß die Färbung nicht solchem, sondern aus dem gewöhnlichen Glase beigemengtemAlkalisulphat durch Reduction entstandenem Schwefelmetall zugeschrieben werdenmüsse. Durch eine neue Publication Splitgerber's i) wurden die ErgebnissePölouze's bestätigt.

Ein schätzenswerthes Rohmaterial, das die Glasindustrie sich mehr nutzbarzu machen suchen sollte, als es bisher geschieht, bieten mehrere in großen Massenvorkommende alkalisilicathaltige Mineralien und Gesteinsarten, die, ihres meisthohen Eisengehaltes wegen, allerdings fast nur für die Fabrikation ordinärerWaare (Grünglas) geeignet sind, hier aber, wo es vor Allem auf ökonomischesGemenge ankommt, sich auch mit großem Vortheil verarbeiten lassen. Die beach-tenswerthesten, weil alkalireichsten, sind die Feldspathe, Phonolithe, Ba-salte, Laven und trachytischen Gesteine sowie diesen verwandte.

Einen lleberblick über die Zusammensetzung solcher Mineralien bieten die nach-stehenden Ergebnisse der Analysen einiger Feldspatharten, Laven und trachytischenGesteine, sowie die aus zahlreichen Analysen von Monolithen und Basalten ab-geleiteten Aufstellungen der Maxiina und Minima der Einzelbestandtheile, derenWerthe Bischof's chemischer Geologie entnommen sind.

Feldspathe

Phonolith

Basalt

Lava

Trachytisch.

Gestein

Ortho-

klas

Mbit

Oligo-

klas

Nugit

Max.

Min.

Max.

Min.

1.

2.

1.

2.

Kieselsäure . .

65 52

66-11

60-39

47-38

62-61

50-02

55-86

36-68

49-21

61-19

59-30

78-87

Thonerde . . .

17-61

18-96

24-81

5-52

2409

15-16

28-67

10-34

15-76

17-18

1700

11-62

Eisenoxyd . . .

0-80

0-34

0-38

3-85

5-42

s 23-33

5-59s

5-46

4-45

1-12

Eisenorydul . .

7-89

9-00

j

i

11-84

Manganoryd. .

109

! 1-84

0-01

Manganorydul.

0-10

1-45

j

Kalk.

0-94

3-72

2-45

19-10

14-81

003

16-08

4-09

6-97

1-52

1-27

0-54

Magnesia . . .

016

0-78

15-26

3-00

11-82

0-22

601

0-23

0-40

0-46

Kali.

12-98

0-57

1-75

9-52

0-12

4-30

Spur

4-37

4-37

7-97

311

Natron....

2-30

9-24

8-54

1142

2-56

7-35

Spur

606

7-98

9'76

3-94

Alkali in Summa

16-64

2-68

8-70

Spur

Die größte Constanz in der Zusammensetzung zeigen noch die Feldspathe, beiallen übrigen sind, wie ersichtlich, Schwankungen innerhalb recht weiter Grenzenvorhanden, und schon hieraus klar, daß eine Benutzung derartiger Materialien,ohne für den einzelnen Fall angestellte, vorhergehende Analyse, nur zufällig zu

llonrpt. rouä. 02 (1866), 352.