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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Thon.

äußeren Fläche statt. Nr. 10 endlich, ist nur noch so lose zusammengebacken,-daßbereits mit dem Nagel des Fingers Theilchen davon sich abreiben lassen.

Bischof setzt nun die Strengflüssigkeit des mit seinem eigenen GewichteQnarzpulver gemengten Garnkirkcr Thones — 1, bringt die mit Quarz gemengtenProbccylinder des mit Garnkirk Nr. 1 zu vergleichenden, mit letzterem zusammenins Feuer, und beobachtet welche Nummer der Pröbchen des Thones, dessen Feuer-festigkeit bestimmt werden soll, nach dem Glühen, mit Garnkirk Nr. 1 gleichesAeußerc und Verhalten erkennen läßt. Zeigt sich nun, daß der fragliche Thon,beispielsweise, einen fünfmal sein eigenes Gewicht betragenden Quarzzusatz erfordert,um das nur eben glasirte Ansehen von Garnkirk Nr. 1 zu gewinnen, so drücktBischof dieses aus, indem er seine Feuerbcständigkeit — 5 setzt.

Für das, für die Verarbeitung höchst wichtige Bindevcrmögen, die „Fettigkeitoder Magerkeit" eines Thones gewinnt Bischof in entsprechender Weise einennumerischen Ausdruck, indem er dem fraglichen Thon von seinem gleichen bis zumzehnfachen Gewichte steigende Mengen feinsten Quarzpulvers zusetzt, Pröbchenaus den Gemengen formt, diese, wie oben, dem Quarzgehalte entsprechend numerirt,trocknet, und nun diejenige derselben bestimmt, die gegen den Ballen des Fingersgestrichen, nicht umgekehrt, eben abstäubt. Die Nummer dieser Probe dient dannals Ausdruck des Bindcvermögens und es geben, die für Strengflüssigkeit undBindevermögen aufgeführten Bischof'schen Zahlenwerthe somit, die erstere imumgekehrten, das letztere in geradem Verhältnisse.

Die Bischof'schen Ausdrücke für die Stengflüssigkcit beziehen sich, wie erdas selbst betont, auf Temperaturen unter der Weißgluth, bei letzterer stellensich, namentlich bei sandrcichcn Thonen, die Verhältnisse der Strengflüssigkeit vcr-schicdcnener Thone oft ganz anders; so schmolz z. B. ein Thon, dessen Probedir. 1 nach dem Glühen unter Weißgluth noch staubig sandig war, und ander Zunge haftete, bei voller Weißgluth viel leichter als der Garnkirkcr Normal-thon. Für die Temperaturen der neueren oft sehr heiß gehenden Glasöfen, giebtsomit die beschriebene Bischof'sche Bestimmungsmcthode nicht absolut zuverlässigeWerthe.

Neuerdings hat sich E. Richters >) eingehend mit dem Studium der Be-dingungen der Feuerfestigkeit der Thone beschäftigt, und wie bereits erwähnt sehrbcachtenswerthe Resultate gewonnen.

Durch vier dirccte Versuchsreihen, angestellt mit Gemengen von Quarzpulverund Thonerde, Thonen, sowie Gemengen letzterer mit Quarzpulver, und mitQuarzpulver und Flußmitteln, bei der Schmelzhitzc des Schmiedeeisens, wiesRichters nach, daß der Grad der Fcucrbcständigkcit eines Thones weder in ersterReihe noch allein durch seinen Gehalt an Thonerde, den größeren oder gerin-geren Gehalt an Kieselsäure, oder die Menge der in ihm enthaltenen Flußmittelbedingt werde, vielmehr von den Gewichts Verhältnissen, in denen Kiesel-säure und Flußmittel in ihm vorkommen, hauptsächlich abhängig sei. Ferner fand

F Untersuchungen über die Ursachen der Schmetzbarkeit der Thone (Brestan 1863)im Nuszuqe: Potytcchn. Ccntralbl. 1869, S. 177 und 381, sowie Dingler's Journal191, 59. '