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Thon.
das sich Coutrahircn, der geformten Masse beim Trocknens, doch hängt diesesandererseits in seiner Größe auch von der größeren oder geringeren QuantitätWasser ab, mit der der Thon angemacht wurde. Das Schwinden des Thonesist ein bei der Herstellung von Häfen, wie von Ofensteinen, wohl zu berücksich-tigender Factor, indem durch dasselbe die geformten Massen einmal nicht ihreursprüngliche Größe behalten, andererseits, da bei fetten Thonen das Austrocknenvon außen nach innen nur langsam vordringt, daher die äußeren Schichten trocknen,und im Streben sich zu contrahircn, da die mittleren, feuchteren, nicht folgen, rissigwerden. Diesem Schwinden beim Trocknen und dem durch dasselbe bedingtenReißen der gefertigten Objecte wird durch Zusätze magcrnder Substanzen, wiebereits gebrannten Thones und Sandes, die die Masse porös zu machen bestimmt,entgegengearbeitet. Nach völligem Austrocknen contrahirt sich der Thon, höherenTemperaturen ausgesetzt, weiter, und zwar auch bereits bei Temperaturgradcn, beidenen ein Sintern oder Schmelzen noch nicht stattfindet. Bei weiterem Erhitzenwird die Masse immer dichter, nimmt allmälig gesintertes, halb verschmolzenesAussehen und porccllanartigen Bruch an, erweicht dann unter Aufschwellen undBildung größerer Hohlrämne, so daß mehrere Zoll starke Steine oder Wandungensich verbiegen, ohne zu brechen, und schmilzt endlich bei einer der Weißgluth nahenTemperatur. Die vorherige Bestimmung des Schwindmaßes für zu verwendendeThougcmcngc ist daher namentlich für die Anfertigung von Formstcinen fürGewölbe rc. von großer Wichtigkeit, sie geschieht direct, indem man einen Steinvon bestimmten Dimensionen, und in der Weise wie es später geschehen soll,formt und seine Maße in rohem und gebranntein Zustande, sowie, nachdem erzwei- bis dreimal vierundzwanzig Stunden dem Maximum der auszuhaltendenTemperatur ausgesetzt worden, bestimmt.
In dem Zustande, in dem der meiste feuerfeste Thon sich im Handel findet,ist er auf Hütten nicht direct zu gebrauchen. Die Schollen sind meist an ihrerOberfläche durch den Transport verunreinigt, außerdem, bei den meisten Thonen,nicht ganz homogen, sondern von eisenhaltigeren, auch wohl saudreichcrcn Adernund Bändern durchsetzt. Vor der Verwendung werden sie daher äußerlich durchBeschneiden gereinigt, in kleine Stücke geschlagen, diese durchmustert, und diefremden Beimengungen sorgfältig „ausgelescn". Die hierbei gewonnenen Abfällewerden besonders gesammelt, und zur Anfertigung feuerfester Steine zweiter unddritter Qualität benutzt, der gereinigte Thon aber entweder auf Kollcrgängengemahlen (zerquetscht) oder in einem Flammofen, bei Heller Rothgluth, gebrannt.Nach gehörigem Durchbrcuncn wird dann auch dieser Thon feingemahlen, gesiebt,und kommt dann unter der Bezeichnung „gebrannter Thon" (Olmmotts,Oimsnt, (lsinsnt) zu Verwendung.
Ein drittes Material für die Stein- und Hafenformerci, von dem vorigennur durch die andauerndere und stärkere Erhitzung, der es nntergcworfcn gewesen,und die hierdurch erfolgte begonnene Frittung und stärkste Contraction unterschieden,bilden die gereinigten, gemahlenen und, der Größe des Kornes nach, durch Sieben
Vergl. Aren über Schwmdmm und Plnäieität oes Thones b» Notfibintt ecSVereines deutscher Tbonwanrenfabrikniiten 1873.