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Hafenbau.
werden nicht unerhebliche Ucbelstände, die mit seiner Verwendung verknüpft, her-vorgehoben. So umspielt die Flamme den runden Hafen leichter und besser,letzterer baucht sich beim Weichwerden weniger aus, als sein elliptischer Concurrent,bei dem zu solcher Verbicgung namentlich die flacheren Seiten sehr geneigt, undendlich gestattet der runde Hafen, ist er, wie dieses stets vorkommt, an der demFeuer direct ausgesetzten Seite stärker angegriffen, ein Drehen, um seine Vcrtical-achse, durch welches die geschädigte Seite vom Feuer entfernt wird, das, stehenelliptische Häfen dicht neben einander, unausführbar. Den letzterwähnten Um-ständen ist es zuzuschreiben, daß runde Häfen, ungeachtet sie bei gleichen An-sprüchen an die Bankflächc die kleineren, doch zur Zeit allgemeiner verbreitet sind.
Wie erwähnt, sind die heutigen Tages gebräuchlichen Häfen nach dem Bodenzu verjüngt. Sind nun auch die Verhältnisse von oberem und unterem Durch-messer, wie diejenigen von Durchmesser und Höhe, nicht stets genau dieselben,so haben sich doch in der Praxis sehr nahe übereinstimmende, als die geeignetstenund bequemsten für Schmelze und Ausarbeitung des Glases, herausgestellt unddaher ziemlich durchgängig eingebürgert.
Die Größe der Häfen ist für verschiedene Zweige der Glasfabrikation eineverschiedene, da sie sich nach der Menge auf einmal auszuarbeitenden Glasesrichtet, aber selbst für einen und denselben Zweig der Fabrikation ist sie keineübereinstimmende. Bei Agricola und Kunckel sind die Häfen, so weit sichsolches aus den Abbildungen beurtheilen läßt, sehr klein und noch zu Anfangunseres Jahrhunderts schwankt die Höhe der größten derselben, die für geblasenesSpiegel- und Fensterglas im Gebrauche, zwischen 50 und 75 om. Der Höheentspricht bereits damals, wie noch heutigen Tages im Allgemeinen, der obereDurchmesser des Hafens, während der untere Durchmesser 8 bis 12 om kleinergenommen wird, und man dem Boden und der Wand eine Stärke giebt, die fürmittlere Häfen von ^2 des oberen Durchmessers am Boden, allmälig bis auf 1/20desselben am oberen Rande abnimmt. Berechnet man, auf Grundlage solcher Durch-schnittswerthc, die Größe des Fassungsvermögens eines Hafens von 50 om HöheAußenmaß, dessen Angabe für die Häfen gebräuchlich, so ergiebt sich, für den alsabgestumpften Hohlkegel, dessen Höhe /r nach Abzug von 3'5 om Bodenstärkc— 46'5 vm, oberer Radius Ä m 22'5 om, Radius des Bodens -- ^ 16 5 om,nach der bekannten Formel für den cubischen Inhalt p" desselben:
^ ^ (L2 ^S)
ein Hohlraum von 0'067 olom, und könnte somit der Hafen, bis auf circa 3 omvom oberen Rande mit Glas vom specifischen Gewicht — 2'5 gefüllt, hiervoncirca 165 LZ fassen, wogegen der cubische Inhalt eines Hafens von 75 omäußerem Maße 0195 odin betragen, sein Glasinhalt circa 465 wiegenwürde.
Nach Stein (1. 0 .) waren noch vor einem Jahrzehnt in Deutschland fastdurchgängig Häfen im Gebrauche, die für Weißglas 60 bis 90 LZ, für Tafel-glas 100 bis 200 LZ und für geblasenes Spiegelglas 200 bis 250 Glasfaßten. Für Boutcillcn wurden nach Leng, schon in den dreißiger Jahren,