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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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86 Hafenbau.

Hafen völlig lufttrocken geworden, auf 76'2 ein, und, nach allendlicher Entfer-nung des Hafens aus dem Schmelzofen, in dem derselbe circa IJ/? Monategedient, auf nur 73'7 vin reducirt.

Das Mengen der Materialien, des gemahlenen, rohen und gebranntenThones, incl. der Hafenscherben, die alle durch ein Metallsieb von 80 bis 90 FädenPro Quadrat-Centimeter gesiebt sind, sowie das Anfeuchten derselben mit demnöthigen Wasser, erfolgt noch heutigen Tages in derselben Weise, wie es ausführ-lich schon vor nahezu 100 Jahren, in den von neueren Schriftstellern überhauptvielfach als ungenannte Quelle benutzten, großen französischen Encyclopädien ausdem Ende des vorigen Jahrhunderts H sich beschrieben findet. Der rohe, dergebrannte Thon, und die gemahlenen Hafenschcrben werden, in den gehörigenVerhältnissen abgemessen, in 2 bis 3 in langen, 1'5 bis 2'0 in breiten und circa0'3 in tiefen Kästen, aus hartem Holze, in flachen Schichten übereinandergeschüttetund dann mit hölzernen spatclförmigen Schaufeln durchgcschaufclt und möglichstgleichmäßig unter einander gemengt. Ist dieses geschehen, so wird das Thon-gemenge in die eine Hälfte des Kastens zusammengeschaufelt, und werden hier indem trocknen Thonpulver Höhlungen gemacht und diese mit, durch ein feines Siebgegossenem, weichem, bisweilen erwärmtem, Wasser gefüllt. Von einer Höhlungzur anderen fortschreitend mengt nun ein Arbeiter Thon und Wasser mit seinerSchaufel möglichst gleichmäßig unter einander, und wirft den hierdurch gewonnenensteifen Thonbrei in die bisher leer gebliebene Hälfte des Thonkastcns, breitet ihnhier zu einer Schicht von gleichmäßiger Dicke aus, steigt mit entblößten Füßenin den Kasten, auf den Thon, und beginnt denselben durch Treten (Tradeu,xistinsr iiiarolisi') zu bearbeiten. Ist die ganze Masse hierdurch gleichmäßigdurchgeknetet, so bleibt sie in diesem Zustande 12 bis 24 Stunden bedeckt liegen,damit die Feuchtigkeit Zeit gewinne, sich gleichmäßiger in ihr zu vertheilen, nament-lich den rohen Thon zu durchdrungen.

Das Quantum des zum Anmachen des Thones erforderlichen Wassers istkein genau fixirbares; abgesehen davon, daß der eine Hafenmacher den Thon trocknerund steifer, der andere nasser und weicher zu verarbeiten gewohnt ist, und solcherGewohnheit Rechnung getragen werden muß, erfordern auch die verschiedenenArten des Hafenbaues verschieden steife Massen, und ist daher, innerhalb nicht zuweiter Grenzen, eine gewisse Freiheit unbedingt gestattet. Ueberschuß an Wassermacht den Thon zwar weich und leichter verarbcitbar, raubt ihm aber hierdurchdie Fähigkeit, die ihm ertheilte Form beizubehalten, die Hafen würden somit zu-sammensinken, und, geschähe solches selbst nicht, unnöthig schwer trocknen undstark schwinden. Zu steifer Thon dagegen ist schwer zu verarbeiten, undliefert schlechte Resultate, da sich die beim Hafenbau nach einander aufgetragenenPortionen desselben an den Berührungsflächen nur schwierig und unvollkommenvereinigen lassen. Als mittleren, für den Hafenbau aus freier Hand geeignetenPlasticitätsgrad, empfehlen Loysel und sein deutscher Bearbeiter, einen solchen,

Lno^otoxsdis (in totio) des soisnoss, des arts st des instisrs. (kksnk-oüätsl 1765), und blnoxolopsdis rnstliodi^ns, ou purordrs äs matierss (Oicksrotst d'ilcksinlböi't) Daris 1791.