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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Thongemmge. 85

Aufschlüsse. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts vermengte man, zu St. Gobinnach Loysel, für den Hafenbau, bei Verwendung des sehr plastischen Thonesvon Forgcs les Eaux, 3 Thlc. rohen mit 1 Thl. gebranntem Thon. Einederartig „fette", daher sehr wenig Poröse, äußerst schwer trocknende, und leichtreißende Composition ist bei den gewöhnlich zur Verwendung kommenden feuer-festen Thonen heutigen Tages nicht mehr gebräuchlich, und kommen ähnliche Ver-hältnisse des Gemenges nur noch bei sehr mageren Thonen, wie z. B. bei demvon Staffordshire, vor. Im Allgemeinen verwendet man gleiche Theile rohenund gebrannten Thones, eher einen geringen Ucbcrschuß des letzteren. Flamm,der in neuerer Zeit mehrfache praktische Versuche über geeignete Hafcncompositionenmit verschiedenen Thonen angestellt, empfiehlt I nachstehende Verhältnisse als diefür diesen Zweck geeignetsten.

Forgcslcs Gaur

d. bair. Ballen- Kehl- Dcggcndors Haut- An- Na-

Für Thon von Pfalz dar heim Klingenberg rage Stourbridge dennes mur

Roher Thon 14—12 13 11—9 10 10 8'S—7 8-7 7

Gebrannter Thon 55 55 5 5 55

Hasenscherben 5 5 5 5 5—6 5 8 5

Für den Thon von Großalmerode empfiehlt Schürf das von Flamm für Thonvon Ballcndar rccommandirte Verhältniß von 13 Thln. rohem und 10 Thln.gebranntem Thon, mit welcher Mischung er gute Resultate erreichte. Ein magererbelgischer Thon dagegen wird, nach Psligot^), in dem Verhältnisse von SO Theilenrohem auf 10 Theile gebranntem Thon (?) zu Häfen verarbeitet.

In allen den angeführten Compositionen ist der Gehalt an gebranntemThone (gebrannter Thon -s- Hafcnscherbm) kein überwiegender, daß aber auchaus gänzlich von den obigen abweichenden Gemengen, bei sorgfältiger und geeig-neter Behandlung, gute Häfen erhalten werden können, zeigen, bei jahrelangemGebrauche auf hiesiger Hütte sich bewährt habende, Häfen aus Thon von Vallen-dar, deren Masse nach folgendem Verhältnisse zusammengesetzt ist:

Roher Thon.4 Thle.

Gebrannnter Thon.6 „

Hafenscherben.3 „

Während bei Häfen, die aus nach obigen Verhältnissen gemischtem Thone gebautworden, die Contraction, das „Schwinden" beim Trocknen und Brennen im Temper-wie im Schmelzofen eine sehr bedeutende, so, nach Bontemps, beispielsweiseder obere Durchmesser sich von 80 auf 70 vm zusammenzieht, schwinden die ebenaufgeführten mageren Häfen bei weitem weniger. So zeigte sich der am ebengefertigten noch nassen Hafen gemessene obere Durchmesser, — 78'7 om, als der

^) Uls-inin, I-s verrisr ctn XIX^">° sisols. (karis 1863.)

2) Schür, O., Die Praris der Hohlglasfabrikation. (Berlin 1867.)ch Peligot, XII Isgons ^.nn. äs 6ons. 1862.