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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Oefen nach Agricola und Kunckel.

Agricola's Zeit, in der Weise ein, wie dieses Fig. 20 versinnlicht. Der circa 2'6mDurchmesser, 4'0 m Höhe besitzende Ofen ist hier in drei übereinanderliegende

F'g. 19.

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Räume getheilt, von denen der unterste als Herd, der mittlere L als Schmelz-raum, der oberste endlich als Kühlofendient. Das Schürloch, die der Zahl der auf-zunehmenden Häfen entsprechenden Oeff-nungen <7, die, sind die Häfen auf ihrenPlatz gebracht, „gesetzt", bis auf ein derGröße der zu producirenden Objecteentsprechendes Arbeitsloch, mit je einemeigens hierzu gefertigten Formsteine dem„Ringstcin" zugesetzt werden, ferner dasThor des Kühlraumes, und die Feueröff-nungen zwischen dem Herd und Schmelz-raume, sowie letzterem und dem Ktihlranme,läßt die Zeichnung deutlich erkennen. Indem Kühlraume finden, wie in dem Kühl-ofen der oben beschriebenen Ofencombination, thönerne Muffeln zur Aufnahmeder fertigen Waare Platz, die, wenn sie gefüllt, behufs gleichmäßiger Kühlung, wieoben angegeben behandelt werden.

Oefen, wie die eben beschriebenen, erhielten sich lange im Gebrauche der Hütten,so benutzt sie z. B. auch Kunckel noch. Nach der „Luo^oloxääio xar orärscis8 makisrss" waren dagegen zu Ende des vorigen Jahrhunderts im nördlichenFrankreich, namentlich auf den Bouteillenhütten des Languedoc in ihrer äußerenForm, sowie in ihrer Eintheilung zwar ganz ähnliche Oefen, unter der Bezeichnung

Ng. 20.

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