Steinkohlenfeuerung. 111
(Huttcr'schen)Fcnsterglasofens zeigt (Fig. 33), in der s der Sattel, die gegendenselben geneigten beiden Roste, die aus Quadrateisen (Schmiedeeisen) von circa4 bis 5 oin Dicke bestehen, und so undicht sind, daß die freien Partien etwa dieHälfte ihrer Gesammtoberfläche in Anspruch nehmen.
Trotz der, in den Kohlen consmnirenden Glasöfen gesteigerten Ansprüche anden Luftzug, ist die Verwendung von Zugkaminen, von irgend beträchtlicher Höhe,bisher kaum versucht worden. Was man von hierher zu zählenden Ofcntheilcn,bei einzelnen Einrichtungen findet, sind, das Ofengewölbe nur wenig überragende
Zngröhren (ollsininsss äs lsKis),deren nächster Zweck, das Aus-strömen der nur theilweise ver-brannten Ofengasc (des Rauches)aus den Arbcitsöffunngcn zuverhindern, sowie die Flammeauf die unteren Theile derSchmelzhäfcn zu dirigiern. SolcheAbzugSröhren treten dann, inder verstärkten Zwischenmauerzwischen je zweiArbeitsöffnungcudes Ofens, circa 10 sm überder Bank aus dem Schmelzraumein horizontaler Richtung aus,biegen sich im Knie, und steigenan der Ofenwand auf, in nur20 bis 25 om betragender Höheüber dem Ofengcwölbe frei endigend, und hier den Rauch unter einen, den ganzenOfen oberhalb der Arbcitslöcher umhüllenden, maischen Blechmautel, der mit einemüber das Dach hinausrcichendcn Abzüge in Verbindung steht, ausspeiend. Ganzähnlich, nur weniger vollkommen, wirkt die nebenstehende skizzirtc Einrichtung aneinem Ofen mit gedeckten Häfen (Fig. 34).
^Bei Benutzung gedeckter Häfen können die Verbrennungsgasc durch die Ar-bcitsöffmmgen nicht austrctcn, da diese durch den seitlichen Ansatz der Kappe desHafens geschlossen, nur mit dem Innern dieses letzteren, nicht mit dem Ofen inCommunication stehen, es ist daher oben im Ofcngewölbe r'r das Zugloch -r freigelassen, behufs Verthcilung der Flamme um die unteren Partien der Häfen aberauch noch in den Seitenmaucrn des Ofens dicht über der Bank zwischen je zweiHäfen ein kleines Zugloch (loZis) am; angebracht. Ueber den ganzen Ofen hinspannt sich das zweite Gewölbe oo, das, die Stelle des eisernen Hohlkegcls überdem eben beschriebenen Ofen vertretend, mit dem Schlot v versehen, und denstörenden Rauch anzusaugen und zu entfernen bestimmt ist.
Daß, fand er auch bisher keine Verwendung, auch bei directcr Steinkohlen-feuerung ein zugbefördernder, in seiner Wirkung durch Klappen oder Schieberregulirbarer, Kamin sehr wohl benutzt werden könnte, um den Luftzug des Ofenszu regüliren, hier von günstiger Wirkung sein würde, beweist eine eigenthüm-liche Einrichtung, die englischen sogenannten „llovsls", eine Umbildung des ganzen
Mg. 34.
-K'W