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Chance's und Blinkhorn's Oefen.
lassen, ersetzte Chance, in Birmingham, die zu beiden Seiten des Ofens liegendenmassiven Bänke, durch auf quer über den Schürkanal gespannten Bögen ruhende,von denen jede 2 Häfen zu tragen bestimmt war i). Die Chance'sche Dispo-sition wird durch die beistehcndcn Schnitte erläutert, in denen indeß, der Deut-lichkeit wegen, die Häfendimensionen, im Verhältnisse zu den übrigen Ofentheilcn,zu klein gezeichnet sind (Fig. 36, 37 und 38).
Ueber die Feuerungen, mit den zu beiden Seiten des Sattels liegenden Rosten««, und den Schüröffnungen bb, sind die als Bänke dienenden, und, zu diesem
Fig. 38. Zwecke, oben mit ebenen Platten ausgeglichenen, Bögen oegespannt, durch deren Zwischenräume die Flamme in denSchmelzraum dringt. Ueber einer jeden Bank finden sich, inder Umfassungsmauer des Ofens, zwei Oeffnungen, derenuntere ee die „Aufbrechlöcher" (loKis), circa 20 om im Qua-drat groß, und für gewöhnlich durch von außen vorgesetzte,und mit Lehm verschmierte, dünne Thonplatten, „Borsatzkuchen"geschlossen, dazu dienen, wenn erforderlich, eine Brechstangedurch sie einführen zu können, um die stets an die Bank anbackenden Häfen vonletzterer gewaltsam zu trennen, „aufzubrechen", die obere das kreisrunde Arbeits-loch (onvraan, vorlUnAllole) ckä ist. In den Mauern der kurzen Ofenseitcnsind die beiden Hafenthore //, durch die die Schmelzgefäße in den Ofen gestelltwerden, angebracht.
Wie aus dem Angeführten ersichtlich, ist die Flammenvertheilung in diesemChance'schen Ofen eine sehr günstige; bedenkt man aber, daß die als Bänke die-nenden Bögen andauernd, und von allen Seiten, den zerstörenden Einflüssen, derhöchsten Ofentemperatur, anfliegender Asche, und über den Hafenrand gestiegenen,ausgeflossencn, Glases ausgesetzt sind, und dabei die bedeutende Last zweier Häfenzu tragen haben, so ist klar, daß sich dieser Theil des Ofens unvcrhältnißmäßigrascher, als die übrigen, abnutzen wird; und liegt in solch rascher Abnutzung dannauch der Grund, aus dem der Chance'sche Ofen nie allgemeinere Verbreitungauf den Glasfabriken gefunden hat.
Suchte Chance ein gleichmäßiges Umspielen der Schmelzhäfen durch dieFlamme dadurch zu erreichen, das er letztere, vor ihrem Eintritte in den Schmelz-raum, in Partialflammen vertheilte, so erstrebt Blinkhorn?) denselben Effect,indem er die von zwei seitlich an den eigentlichen Schmelzofen angebauten Schürengelieferte Flamme über eine Feuerbrückc M (Fig. 39 a. f. S.) in den Schmelzraum ein-treten, und durch einen, letzteren in seiner ganzen Breite quer durchsetzenden, durch überdie Ofensohlc vorstehende Kanten AA gegen das überfließende Glas („Herdglas")geschützten, schmalen Aspirationskanal ansaugen läßt. Als Beispiel für diese Dis-position diene der, in nachstehender Figur flüchtig skizzirte Blinkhorn'schc, fürSpiegelguß eingerichtete, Ofen zu 4 Häfen, die auf der nur zur Hälfte sichtbarenflachen Ofensohle es ihren Platz finden, und zum Guß durch die Hafcnthore bbaus dem Ofen entfernt werden. Daß auch von Blinkhorn der Abzugskanal
Pvlytechn. CentraM. 1848, S. 1049, nach Usx. ol patent, invsnt. 1848, Febr.2) Polytechn. Centralbl. 1854, S. 1187, nach London. Journ. 1854, 166.Glasfabrikation. 8