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Ueberwölbung des Schmelzraums.
lieber der Bankhöhe befindet sich der Schmelzraum des Ofens, ein Flamm-ofen mit centraler Feuerung, dessen Dimensionen, was Länge und Breite betrifft,durch die Größe der Häfen und die Weite der Schürgrube bedingt werden. Davon dem cubifchen Inhalte des zu erheizenden Schmelzraumes der Brennmaterial-verbrauch wesentlich mit bedingt wird, ist es natürlich, daß, während frühere Jahr-hunderte hier eine maßlose Raumverschwendung als Regel eintreten ließen, manin neuerer Zeit die Raumöconomie so weit wie möglich zu treiben bestrebt gewesenist. Diese Oeconomie sehen wir nun nach zwei Richtungen hin sich äußern, indemsie einmal ein dichtes Aneinanderstcllen der oberen Hafenränder veranlaßt, dannaber auch der Gcwölbeconstruction besondere Aufmerksamkeit zuwenden läßt.
Die ältesten, uns näher bekannten, Ocfen weisen die überhaupt älteste undstabilste, weil ohne äußere Stützen in sich selbst sicher ruhende Gewölbeform, dasTonnengewölbe mit halber Breite des zu überspannenden Raumes, dem vollenRadius, als Stichhöhe, oder das Halbkugelgewölbc, als oberen Abschluß desSchmelzraumes auf. Erwiesen sich nun auch derartige Gewölbe trotz des unver-meidlichen Schwindens der nach dem Innern des Ofens gerichteten Zipfel derkeilförmigen Gewölbcsteine, und des dadurch bedingten Losgehens des nach innengerichteten Theiles der Steinfugen, recht stabil, so war ihre Verwendung doch vonanderen Ucbclstandcn begleitet. Einmal war ein derartiges Gewölbe sehr hoch,und wurde durch dasselbe der cnbische Ofeninhalt enorm gesteigert, dann aber,und dieses erschien zunächst noch schlimmer, kam die Neigung, noch über demHafen befindlicher Theile desselben, der Horizontalebene so nahe — die Neigungder senkrecht über dem inneren Hafenrande an die Kurve des Gewölbes geführtenTangente gegen die Horizontale beträgt kaum 20° — daß, sobald die Gewölbe-fugen sich zu öffnen begannen, das durch Einwirkung ausspritzenden Glases, an-fliegender Herdasche, und alkalischer Dämpfe unvermeidlich äußerlich zum Ab-schmelzen gebrachte Material der Steine nicht mehr am Gewölbe selbst niederfloß,sondern sich in Tropfen sammelte, und als solche in den Hafen fallend, dasschmelzende Glas verdarb.
Zunächst suchte man sich zu helfen, indem man nach Allut's Vorschlagtan Stelle des Halbkreises den Spitzbogen setzte, und hierdurch ein steileres, bisoben hin gleichmäßigeres, Ansteigen der Wölbung, und damit ein besseres Abfließender geschmolzenen Theile der Oberfläche an derselben, erreichte. Eine derartigeUeberwölbung eines, seiner ganzen sonstigen Einrichtung nach neuen (Siemens'-schen)Spiegelglasofens, zeigt der nachstehend skizzirteQuerschnitt(Fig.45), indemdie Mittelpunkte für die erzeugenden Bögen auf der Ofensohle, etwa in der Mittedes Durchmessers der Hafenböden liegen. Nach Allut wären dagegen dieKrümmungscentren entweder in die Kanten der Bänke, oben an der Schürgrube,oder noch besser, in je eine hier errichtete Vertikale, 28 ein über der Bankhöhezu legen.
Abgesehen von der sehr bedeutenden Höhe dieser Wölbungen, und dem starkenSeitendrucke (Schub), den sie ausüben, und der sehr solide Verankerung erfordert,erwiesen sich die, meist nach allen Seiten des Ofens fallenden, (Kloster-) Gewölbe
U binv^vloxsäis xar orärs äs nrg.tisrss: „Okaosris".