123
Elliptisches Gewölbe.
nach Allut's Construction practisch, wenigstens in so weit es sich um möglichsteVermeidung des „Tropfens" handelte, und fanden ihrer Zeit in Frankreich mehr-fache Verwendung.
Neben dieser Art der Ucberwölbnng kommt bei Loysel, somit ziemlich gleich-zeitig, aber auch bereits eine andere, das Gewölbe mit elliptischem Querschnitte
Ng. 45.
vor, das sich, während der Spitzbogen bald wieder verschwand, in unserem Jahr-hunderte sehr allgemeine Verbreitung errang, und sich, wo mit Thonsteincn, mitoder ohne Sandzusatz, der Schmelzraum nach oben hin abgeschlossen wird, nochbis auf den heutigen Tag als allgemein übliches erhalten hat. Die Constructionist stets dieselbe, und nur in Betreff des Verhältnisses der großen und kleinenAchse der zu erzeugenden Ellipse, zeigen sich hier und dort Abweichungen, wie einesolche z. B. Stein vorschlägt, der die Höhe der Wölbung, unabhängig von derWeite des zu überspannenden Raumes, auf 12 bis 18 Zoll normirt sehen will.
Im Allgemeinen pflegt man, wie solches bereits Loysel vorschreibt, dieHöhe des Gewölbes (die Halbe kleine Achse der Ellipse) gleich */z der Ofenweitc(der großen Achse) zu nehmen, und erhält hierdurch, ohne besondere Verankerung,stabile, und wenig tropfende Deckungen. Die Construction der gekrümmten Linie,die aus Bogcntheileu von verschiedene:« Radius zusammengesetzt, nur eine Annähe-rung an die Ellipse ist, wird in der Weise ausgeführt, daß mau im Mittelpunkteder, der Weite des Ofens entsprechenden, Linie «b (Fig. 46 a. f. S.) eine Senkrechte
eck—^ errichtet, ck mit « durch eine Gerade verbindet, auf dieser von ek aus
die Differenz «o — ^
- ä/ abträgt, im Halbirungspunkte von «/ aber-