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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Elliptisches Gewölbe.

verschlossenen Aufbruch- und Gluthlöchern -um, und auf diese die nach außen vor-stehendenFormsteine" gelegt sind, auf letztere für jeden Hafen einRing-stein", mit der Arbeitsöffnung -r, in das Gewölbe L eingefügt, zur Voll-endung des Baues dann zwischen je 2 Arbeitsöfsnnngen eineSchirmmauer"bb, die bestimmt, den Arbeiter vor der Strahlung der benachbarten Arbeitsöff-nungen zu schützen, aufgeführt, und durch diese Mauern der Raum außerhalb,zunächst dem Ofen inPlätze getheilt." Wo sich an Oefen rudimentäre Kamine,deren oben Erwähnung geschehen, finden, sind diese in die Schirmmauern verlegt,wie letztere bisweilen auch als Strebepfeiler für die Wölbung benutzt sind.

Noch zu Anfang unseres Jahrhunderts war es vielfach üblich, das Gewölbedes Ofens,um die Wärme mehr zusammenzuhalten", mit einem Mantel (ollsmiss)von gewöhnlichen Ziegeln zu überkleidcn, was z. B. noch Loysel recommandirt.Indeß schon um diese Zeit war praktisch erprobt worden, daß derartige Mäntelnicht nur nichts nützten, sondern sogar störend und erschwerend auf die Regel-mäßigkeit der Schmelze, wie auf die Dauerhaftigkeit des Gewölbes influirtcn, wiesolches schon der deutsche Bearbeiter desLssais" mit Beispielen belegt. Auchnoch heutigen Tages wird die Wärmepermission des Gewölbematerials meist über-schätzt und werden daher die Wölbungen häufig unnöthig stark ausgeführt. Ichhabe mich davon zu überzeugen Gelegenheit gehabt, daß, als bei einem nur inder Stärke eines halben Steines circa 11 am aus Dinasbricks hergestellten Ge-wölbe über den Siemens'schen Ofen hiesiger Hütte, ein Mantel von ebenfalls11 om Stärke in gewöhnlichen Ziegeln gelegt wurde, dieses vollkommen genügte,und daß die Ziegel des Mantels, an ihrer Berührungsfläche mit den Quarzit-steinen, nicht die geringste Spur von Schmelzung oder auch nur Frittung erkennenließen. Directe Versuche wären in dieser Beziehung sehr erwünscht, da es wahr-scheinlich, daß sich die Verwendung feuerfesten Materials beim Ofenbau bedeutendbeschränken ließe.

Zum Schlüsse der Besprechung der Oefen mit directer Heizung möge hier-nach eine Zusammenstellung der wesentlichsten Maßverhältuisse derselben Platzfinden, deren Daten den mchrerwähnten Werken Loysel's, Flamm's und Bon-temps' entnommen sind. Die Ungereimtheiten bei Flamm's Schürgruben, diein der Höhe der Bank enger als die Rosten, zu corrigiren, sah ich mich nicht gemüßigt.