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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Schmz's Gasofen.

den gegebenen Umständen möglichst großer Wärmemengen, so istes Schinz'sVerdienst, ein öconomisches Haushalten mit dem Vorhandenen betont, undnamentlich den Verlust, der durch die mit Schmelzhitzeabgehenden Ofcngase bei den meisten früheren Ofcneinrich-tungen bedingt wurde, wesentlich verringert zu haben.

Schinz, der seinen Ofen auch mit einem Luft zu-führenden Gebläse betreibt, hat seiner Zeit zwei Projectc,eines zu einem Tafclglasofcn für drei Häfen, mit ange-bautem Streck- und Tempcr- oder Frittofen, das anderezu einem Hohlglasofen, ausgearbeitet, und in seinerWärme-Mcßkunst" Art. 500 und 501 beschrieben.Das erste derselben durch bcistehende Skizzen (Fig. 48und 49), einen Längsschnitt, durch die Mitte des Ofens,und einen Querschnitt, durch die Mitte des Schmelzraumes,vcrsinnlicht, möge hier zur Erläuterung des Schinz'schenOfensystems dienen. In dem schachtförmigen Gaserzeuger0 0, der mit einem, mittelst schweren, dicht schließenden Deckels für gewöhnlich ver-schlossenen Schüttloche versehen ist, ruht das Brennmaterial auf dem unter der rast-artigen Zusammenzichung desGcneratorraumes inunsercmLängsschnitte bemerkbarenRoste, und wird durch den kurzen unter letzterem ausmündenden, knieförmig ge-bogenen Arm, der vorn Gebläse kommenden Luftzuleitung ss, mit einem nur zurKohlenoxydbildung genügenden Quantum Verbrennungslust versorgt. Die durch

Fig. 49.

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solche Verbrennung, und die durch sie unterhaltene trockene Destillation, geliefertenGeneratorgase treten zunächst in eine weite, durch eine bis in die Nähe des Bo-dens reichende Zunge in die communicirenden Räume DD getheilteRcinigungs-kammcr", deren Hauptzweck, dem Gasstrom verlangsamte Bewegung, und hier-mit, der mitgerissenen Flugasche Gelegenheit zur Ablagerung, zu geben, steigendann aus der Kammer auf, und dringen in den Schmclzraum i mit dendrei Häfen «an, zu deren Ausarbeitung sich in den Seitenmauern 6 Arbeits-öffnungen (Querschnitt, ir) befinden. Der zweite Arm der Luftzuführungsröhre z g

Fig. 43.