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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Ofen mit liegenden Regeneratoren.

dagegen, und die ihnen zugehörigen Regeneratoren, mit dem Zugkamin ver-bunden, d. h. die Richtung des Gasstromes im Ofen gegen die entgegen-gesetzte vertauscht, so müssen Gas wie Luft das während der vorigen Periodefrisch erhitzte Regcneratorpaar passeren, und werden nunmehr in diesem vor-gewärmt, während die abgehenden Vcrbrennungsproducte ihre Hitze jetzt andas vor dem Umschlagen der Wechselklappen, durch die dem Ofen zuströmendenBrennstoffe, abgekühlte Steinnctzwerk der Regeneratoren D'cl' abgeben.

Die Umkehrung der Zugrichtung im Ofen wird circa alle halbe Stunde wieder-holt, und findet daher Absorption und Aufspeicherung der Wärme der abgehendenGase, sowie Uebertragung des in den Regeneratoren angesammelten Wärmevor-rathes an die zuströmenden in stetem Wechsel bald auf der einen, bald auf deranderen Seite des Ofens statt. —

Liegende Regeneratoren. Wie bereits erwähnt, ersetzt Siemens, woGrundwasscr, oder andere locale Bedingungen, solches erfordern, die stehenden Re-generatoren, des im Obigen beschriebenen Ofens, durch liegende, die, da in ihnendie mangelnde Höhe durch größere Länge und Weite der Kammern ersetzt worden,den Ofenbau in der Horizontalen weit überragen, und meist ganz außerhalb des-selben angebracht sind. In diesen horizontalen Regeneratoren liegt dann die Rich-tung des Gas- und Luftstromes nicht in der Berticalcn sondern in der Horizon-talen. Die Anordnung der einzelnen Theile solcher Oefen giebt der beistehendeLängsschnitt (Fig. 60), der, bis hinter die Wechselklappen, in der Mittellinie desKanalsystems, von hier ab, bis durch den Ofen in der Mittellinie des einen Paaresder Regeneratoren 00, denen ein hinter ihnen liegendes, mit der anderenOfenseite verbundenes, gleiches Paar entspricht, geführt ist. Durch den Kanal A Amit dem Absperrventile «, wird das Gas, vom Generator aus, der Wechselklappezugeführt, tritt durch von hier aus sich seitlich abzweigende Kanäle in den Rege-nerator KK, dessen Steinnctzwerk in der Zeichnung nicht ausgeführt, der, um einHinstreichen der Gase allein durch die oberen Partialzügc des Netzwerkes zu ver-hindern, durch eine bis nahe an den Boden reichende Querwand in 2 Kammerngetheilt ist, ein, durchzieht denselben, und gelangt durch die Feuerlöcher 1^ über derTasche -0 in den Schmelzraum. Die Vcrbrcnnungsluft, über der Luftwechsel-klappe L' angesogen, zieht, durch letztere dirigirt, durch den oberen Generator 00ebenfalls der Fcucrungsöffnung lk' des Ofens zu. Durch die entsprechende Feuer-öffnung, an der anderen Seite des Ofens, aus dem Schmclzraumc austretend,gehen die verbrannten Gase, durch das zweite Gcncratorpaar, den beiden Wechselklappenröhren wieder zu, und treten unter den Klappen durch, in den KaminkanalL, der mit einer den Gesammtzug des Ofens regulircnden Drosselklappe L, undeiner anderen, den relativen Zug des oberen und unteren, von den abziehendenGasen zu durchstreichenden, Generators durch ihre mehr oder weniger geeigneteStellung beeinflussenden Steuerungsklappe ? versehen ist.

Wannenöfen. Das, seit den Feuerungsanlagen der Glasöfen größereAufmerksamkeit zugewandt wurde, immer bestimmter hervortretende Streben, denSchmelzraum in seinen Maaßen möglichst zu rcducircn, mußte zu der Idee führen,die Schmelzhäfen, zwischen denen viel Raum freibleibt, gänzlich zu beseitigen, unddie passend vertiefte, ausgehöhlte Ofensohle selbst als das Glas aufnehmendes