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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Siemens' Ofen.

(Fig. 58) geschlossen, sowie, durch weitere, vorgestellte Formstcine /i, und zwischenletztere und /r'/r aufgeschüttete Sandfüllung, vor Abkühlung möglichst geschützt.

Die Sohle des die Hafen enthaltenden Schmelzraumes, die auf den Ucber-wölbuugen der Regeneratoren ruht, ist eben. Durch ihre Mauerung hin ziehtsich ein vierfaches Kanalsystem L'L'LL, dessen horizontale Leitungen mit ihremeinen offenen Ende außerhalb der Ofenmauerung beginnend, mit dem anderen indie an beiden Breitseiten des Ofens errichteten Kamine L'L münden. Zweckdieses Rohrsystcmcs ist, eine Circulation kalter Luft innerhalb des Maucrwcrkesder Sohle zu bewirken, und hat sich dasselbe, einmal beim Abkühlenlassen der ge-schmolzenen Glasmasse, vor der Ausarbeitung derselben, bei dem es ein gleich-mäßiges Kühlen des ganzen Ofens wesentlich unterstützt, dann aber auch zur Er-haltung des Mauerwerkes der Sohle sehr geeignet erwiesen.

Die übrige Einrichtung des Schmelzraumes des S iemens'schenOfens zeigtin ihrem, möglichste Raumersparnis; stets im Auge behaltendcn, Arrangement, keinewesentliche Verschiedenheiten von derjenigen anderer Glasöfen mit Gasheizung. Anden Breitseiten liegen die Hafenthore i (Fig. 58 und 59), in der Mauerung derLangscitcn, vor jedem Hafen, die Aufbrcchlöcher, mit ihren Vorsctzkuchen MM, überdiesen die Formsteine, mit auf ihnen ruhenden, ihre Breite vergrößernden Eisen-platten, die in Fig. 57 sichtbar, so wie die, die Arbeitslöcher -r-r umschließendenRingsteine. Das sehr flache, aus Quarzitsteincn (Dinas loriolrs) hergestellte, Ge-wölbe übt starken Scitcndruck gegen die Widerlager, und erfordert daher einekräftige Verankerung des ganzen zu Tage liegenden Ofenbaues.

Wir haben oben Gas und Luft auf ihrem Wege vom Generator aus ver-folgt, bis sie, in den Regeneratoren erhitzt, getrennt in den Schmelzraum eintraten,hier erfolgt ihre Vereinigung, das Gas entzündet sich, und durchstreicht, bei, durchSperrventile und Kaminzug erreichbarer, richtiger Bemessung der relativen Quan-titäten mit langer Flamme brennend, den Schmelzraum des Ofens in derRichtung von F"/' nach 7/. In ganz derselben Weise, wie die Fcueröffnungen7"/', an der von den Generatoren abgekehrten Seite des Ofens, mit der inneren,stehen die an der entgegengesetzten Seite des Schmelzraumes befindlichen Feuer-öffnungen 7/ und ihre über 0, o, des Vcrticalschnitts (Fig. 57) gelegenen Rege-neratoren 7), <7 mit der äußeren Seite der Wechselklappcn in Verbindung. Beider den Klappen, der bisherigen Annahme gemäß, gegebenen Stellung, communi-ciren diese äußeren seitlichen Abzweigungen der die Wechselklappcn umschließendenRohre, beide mit demZugkamine; dieser wirkt daher saugend auf dieKanäle^<7und bo(Fig. 56) und durch sie auf die Regeneratoren 7)ci und die FeuerösfnungenT'T'und//. Letztere entführen somit dem Schmelzraume die heißen Verbrennungs-Producte, die, in absteigender Richtung durch die Regeneratoren 7), Ä streichend,dem Steinnetzwerk derselben den größten Theil ihrer Wärme abgeben, und hierbei,selbst gekühlt, in die Kanäle (7, o eintreten. Ist der Ofen, etwa eine halbe Stundebei der beschriebenen Stellung der Wechselklappcn geheizt, so sind die früher heißenRegeneratoren 7)'ä' abgekühlt, die kälteren 71-7 erhitzt. Werden jetzt die Wechsel-klappen umgestellt, und hierdurch die Gaszuführung, sowie die Saugeöffnung füratmosphärische Luft, mit den Kanälen 77 <7 und dc, den über diesen liegendenRegeneratoren 7), <7 und den Feueröffnungen 7^, //; die Feueröffnungen 7" 7",

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