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Die Schmelze.
menge noch eingeschlossenen Gasblasen verschwunden war; da aber die in solchemFalle schon halblautere Masse, durch den neuen Gcmengecintrag, doch wieder blasigwird, bietet solches Abwarten keinen, der auf dasselbe verwandten Zeit entsprechenden,Gewinn, und ist nur dann eine Verzögerung des zweiten Eintrages geboten, wennsich größere Quantitäten „Galle" auf dem Glase zeigen.
Der zweite Eintrag des Gemenges, mit dem die Häfen nun wieder bis zumRande gefüllt werden, schmilzt, da er bedeutend kleiner als der erste, schon raschernieder, und ist in 2-5 bis 3 Stunden meist bereits vollständig in Glas umge-wandelt. Es wird dann, damit möglichst volle Häfen zur Ausarbeitung geliefertwerden, oft noch ein dritter Eintrag gemacht, zu diesem werden indeß, um die starkeGasentwickelung, die ein Ucbersließcn des Glases über den Hafenrand bewirkenwürde, zu vermeiden, meist, und mit Vortheil, nur Scherben und Brocken, Fabri-kationsabfälle früherer Schmelzen, benutzt. Ist endlich auch diese letzte Füllungin Fluß gekommen, hat die stürmische Gasentwickclung aus der schmelzenden Massenachgelassen, und enthält das Glas keine unvcrschmolzcne Sandkörner, unvoll-ständig verschmolzene Salz- und Gallenpartikel mehr, wovon sich der Schmelzer,an Proben, die aus einem jeden Hafen genommen werden, überzeugt, so ist hiermitdie Schmelze im engeren Sinne beendigt, und beginnt nunmehr das „Läutern".Ist jetzt noch Galle auf dem Glase bemerkbar, so ist zunächst auf Beseitigung der-selben das Augenmerk zu richten.
Die „Glasgalle" ein gefürchtcter, jedoch in der älteren Zeit, in der dieHütten noch auf den Gebrauch roher Soda angewiesen waren, stets, und oft ingroßen Quantitäten auftretender Feind des Schmelzers, ist ein Gemenge beimSchmelzen »»zersetzt gebliebener Schwefelsäure- und Chlorverbindungen der Al-kalien und des Kalkes. Ihre Zusammensetzung ist, ihrem Ursprünge entsprechend,eine wechselnde, meist indeß sind von den als solche flüchtigen Chlorieren nur geringeQuantität?» in ihr vorhanden. So fand z.B. GirardinH 1864inGlasgallcnvon:
Tafelglas
Krystall
Flaschcnglas
Schwefelsaures Natron. . . .
. 83-32
90-51
5592
Schwefelsaures Kali.....
—
—
Spuren
Schwefelsauren Kalk ....
. 1035
6-00
25-11
Chlornatrium.
1-43
0-04
0-20
Unlösliche Theile.
3-25
3-35
17-77
Wasser (nachträglich angezogen).
165
o-io
1-00
100-00
100-00
100-00
v. Wich 2 ) in Galle, die sich bei der Fabrikation von Glanbersalzglas abgeschieden:
Natron.40'27
Kali. 3-48
Eisenoxyd. 0'21
Schwefelsäure ..... 54'84
Kieselsäure. 069
Chlor. - - O'öl
10000
U llonru. äs ikliarm. st äs Ollimis 10, 99.
2) Wagner'ö Jahresbericht 5 (1859), 272, nach Wittstem's Vierteljahrschrist 8, 185.