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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Wasserglasfabrikation. 179

es erschienen, während die vielseitige Verwendbarkeit des neuen Materials stetsbesser erkannt wurde, dasselbe sich z. B. auch als brauchbares Ersatzmittel derSeife erwies, nun rasch zahlreiche Arbeiten über seine fabrikmäßige Herstellungund geeignetste Verwendung zu gewerblichen Zwecken ^).

Bereits nach Fuchs' Angaben bestand das Gemenge zu Wasserglas, je-nachdemKaliwasserglas",Natronwasserglas", oder das beide BasenenthaltendeDoppelwasscrglas" hergestellt werden sollte, aus:

Kaliwasscrglas. .

Kieselsäure. . 100

Pottasche

66-6

Soda

Holzkohle

6-6

Natronwasserglas .

. . 100

511

6-6

Doppelwasserglas .

. . 100

28-0

220

6-0

Büchners empfiehlt 1886 bei der Fabrikation des Natronwasserglases, an Stelleder Soda, das billigere Glaubersalz zu verwenden, und giebt für solches die Ge-mcngcvorschrift: Quarz 100 Thle., calcinirtcs Glaubersalz 60 Thle., Holzkohlen-pulver 15 bis 20 Thle. Schürf endlich componirt sein, wieder aus Carbonatbestehendes Gemenge für Natron- und Kaliwasserglas, dem Fuchs'schen sehrähnlich:

Sand 90 Proc. Soda 90 Proc. Pottasche Holzkohle

Natronwasserglas . . . 100 55'5 1-7

Kaliwasserglas .... 100 70-0 1'7

Berechnet man die aus den angeführten Gemengen sich ergebenden Zusam-mensetzungen, der aus den aufgeführten Gemengen zu erschmelzenden Producte^),so crgiebt sich:

Natronwasserglas:

Kaliwasserglas-.

Dvppelwasscrglas:

'nach Fuchsnach Buchnernach Schür

Kieselsäure78 Proc.73

77

Natron Kali

22 Proc.Proc.

27 -

23

Ratronäqui-valent desAlkali

nach Fuchs

71 ,,

- 29

19 Proc.

nach Schür

70

- >, 30

20

nach Fuchs

80

9 11

16

1) So von Galt: Dingler's Journ. 139, 371; Marquart: Dingler's Journ. 140,

141. Kuhlmann: Dingler's Jonrn. 139 , 368. Haen-Carstanjen: Die Wasser-glasgallerte, ihre Anwendung und ihr Nutzen. Düsseldorf 1856. Fuchs: Dingler's Journ.

142, 36S und 427.

2) Wagncr's Jahresbericht 2, 92, nach Bayer. Kunst- und Gewerbebl. 1886, 645.2) Die Praxis der Hohlglasfabrikation (Berlin 1867), S. 87.

ch Hier, wie bei allen folgenden derartigen Berechnungen der Glaszusammensetzungaus dem Gemenge, ist die Alkaliverflüchtigung, die nach manchen Autoren sehr beträcht-lich sein, so nach Splitgerber bis 25, nach Stein im Durchschnitte 16 Proc. betragensoll, außer Acht gelassen. Die den bisherigen hierauf bezüglichen Angaben zu Grundegelegtem Erfahrungen sind durchgängig noch viel zu roh und oberflächlich, um auch nureinigermaßen zuverlässige Schlüsse aus ihnen ziehen zu können.

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