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Optisches Glas: Sätze.
gehalt auf eine der Sättigung RO 3 8102 entsprechende Höhe, auf der er sich jaauch im Krystall durchschnittlich hält, wieder hinaufzubringen, für Erhöhung desspecifischen Gewichtes aber, anderweitig zu sorgen. Ein zu Gunsten leichtererSchmelzbarkeit der für optische Zwecke herzustellenden Gemenge versuchter Ersatzvon Kieselsäure durch Borsäure, wie ein solcher auch für die Herstellung an-derer Gläser zeitweilig in Aufnahme gekommen war, sich aber unpraktisch erwiesen,kann auch hier nicht zu wirklich befriedigendem Resultate führen.
Die Flintglassätzc, nach denen die Gemenge angefertigt werden, sind,je nach dem specifischen Gewicht und den optischen Eigenschaften, die von dem zuverschmelzenden Glase verlangt werden, begreiflicherweise von einander sehr ab-weichende und basirt ihre Zusammenstellung im Ganzen noch auf recht roherEmpirie. Nach Bontemps kommen auf französischen und englischen Fabrikennamentlich die nachstehenden Gemenge zur Verwendung st.
Guinand's Bontemps' Vorschriften
Vorschrift: Nr. I. Nr. 2. Nr. 3. Nr. 4.
Sand.lOOTHlc. 100 Thle. 100 Thle. lOOTHlc. lOOTHle.
Mennige.106 „ 66'7 „ 100 „ 105 „ 128 „
Pottasche .... 43 „ 33'3 „ 21'5 „ 20 „ 18 „
Salpeters. Bleioxyd. — „ — „ 5 „ 5 „ 7 „
Bon diesen Sätzen ist der Bontemps'sehe Nr. 1 der dem gewöhnlichenBleikrystallgemenge zu Grunde liegende, und besitzt das nach dieser Vorschrifterschmolzene Glas das specifische Gewicht — 3'325. Das specifische Gewicht desGuinand'schen Glases ist ^ 3-417, das mittlere Brechungsvermögen diesesGlases für den gelben Strahl (71) ^ 0778. Die übrigen Bontemps'schenGläser zeigen die folgenden Eigenschaften: Nr. 2, aus dem das große Objectivder Pariser Sternwarte hergestellt, besitzt ein specifisches Gewicht — 3'569, mitt-leres Brechungsvermögen — 0611, Dispersion 0'054; Nr. 3 das specifische Gewicht— 3'630, Brechungsvermögen — 0.628, Dispersion — 0-055, Nr. 4 endlich,hat das specifische Gewicht — 3'80.
Die von Merz producirten Gläser besitzen noch weiter von einander ab-weichende Zusammensetzungen als die obigen. Berechnet man aus seinen Zu-sammensetzungsangaben 2 ) die benutzten Gemenge, so erhält man z. B. für vierderselben, als mit 100 Theilen Sand verschmolzen in abgerundeten Zahlen:
zu Nr. I. Nr. II. Nr. IV. Nr. VIII.Mennige .... 25 55 120 260
Pottasche .... 50 40 30 35
Schon Nr. IV dieser Gläser, dessen Zusammensetzung nach Merz:Kieselsäure .... 41'7
Bleioxyd.49'5
Kali. . . 8'8
100 0
st Lontomxs: Oniäs än vsri-isr, x. 659 und fern. — st Polptechn. Ceniralblatt