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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Optisches Glas: Schmelzofen.

einem zweiten Lösen, Absitzcnlassen, Abziehen der klaren Lauge, und hierauf fol-gendem Wiedereindampfen der gewonnenen Lösung, gewinnt nian das Product nunzwar bereits weiß, es enthält aber noch Reste von Sulphat und Chlorür, die ent-fernt werden müssen. Die weiße Asche wird daher nochmals gelöst, die Lösungzunächst nur soweit abgedampft, daß bei ihrem Erkalten die schwerer löslichenfremden Salze auskrystallisiren. Ist dieses geschehen und sind die abgeschiedenenKrystalle ausgeschöpft, oder durch Filtration der Lauge entfernt, so wird die Flüssig-keit weiter versotten, bis sie, bei einem specifischen Gewichte von etwa 1 62 sich

Fig. 67.

Fig. 66.

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zu trüben beginnt, und dann, beim Erkalten, zu einer feinen Kryställmasse, die18 bis 20 Procent Krystallwasser (nahezu 2 Aequivalente) enthält, erstarrt, undkommt das gewonnene Salz dann in dieser Form in den Handel. Nur bei soumständlichem Raffinirverfahrcn ist, wie wiederholte Versuche dargethan, mitSicherheit auf Erlangung eines genügend reinen Productes, von constanter Zu-sammensetzung, zu rechnen. "

Der Flintglasofen, in der Form wie er jetzt fast allgemein gebräuch-lich, unterscheidet sich von den für die anderen Zweige der Glasfabrikation benutztenOefen, wesentlich schon dadurch, daß er nur einen einzigen Hafen enthält. Gui-nand, und nach ihm die Benedictbeurener Anstalt, schmolzen ihr Glas beiHolzscueruug, und konnten sich daher offener Häfen bedienen, nicht so die aufMineralkohlen als Brennstoff angewiesenen französischen und englischen Hütten,die, wie all ihr Bleiglas, so auch das optische, in gedeckten Häfen herzustellensich gezwungen sahen. Die bei Anwendung gedeckter Häfen übliche Ofeneinrichtung,wie sie bereits 1840 Bontemps beschrieben, erläutern die beistehenden Schnitte(Fig. 66 und 67). Wie aus denselben ersichtlich, hat der Ofen die Formeines stehenden, hohlen, oben durch ein hemisphärisches Gewölbe geschlossenen